exkoelner schrieb am 18.12.2021 08:49:
Und was die Max-Planck-Gesellschaft dazu schreibt:
"Die Sahara ist die größte Wüste der Erde und von der Fläche her vergleichbar mit China oder den Vereinigten Staaten von Amerika. Vor einigen tausend Jahren durchzogen Flüsse und Seen den nordafrikanischen Kontinent, und Regen verwandelte weite Teile der Wüste in eine blühende Gras- und Savannenlandschaft. Mittlerweile wissen wir, dass periodische Änderungen in der Erdbahn um die Sonne in den letzten Hunderttausenden von Jahren recht regelmäßig zu einer „grünen Sahara“ geführt haben. Die entscheidende Rolle spielt dabei die Kreiselbewegung der Erde um die Sonne, durch welche die Erdachse ein wenig taumelt, wenn auch nur sehr langsam. Dadurch wandert das Perihel, der sonnennächste Punkt der Erde auf der Umlaufbahn, innerhalb von circa 20.000 Jahren einmal durch das ganze Jahr. Heute liegt das Perihel im Januar, vor etwa 10.000 Jahren lag es hingegen im Juli. Dies führte im Vergleich zu heute vor einigen tausend Jahren zu wärmeren Sommern und kälteren Wintern auf der Nordhemisphäre. Der dadurch verstärkte, sommerliche Temperaturgegensatz zwischen Ozeanen und Kontinenten intensivierte den Sommermonsun in Nordafrika, sodass dieser mehr Feuchtigkeit in Richtung Sahara transportieren konnte. Wechselwirkungen der großräumigen Luftströmung mit der aufblühenden Vegetation fachten den Monsun noch weiter an; so konnte er weite Teile der Sahara mit genügend Regen für eine grüne Landschaft versorgen [1]."
https://www.mpg.de/14239539/mpimet-jb-2019
Ist doch auch mal interessant.
auf jeden Fall spannend und interessant, hat aber eben nix mit dem aktuellen Klimawandel zu tun :-)