Es ist eine coole Sache, dass Telepolis den bekanntesten deutschen Vertreter der modernen Makroökonomie, Heiner Flassbeck, zusammen mit seiner Co-Autorin Friederike Spiecker, als Autoren gewinnen konnte. Wenn ich mir aber die Kommentare so anschaue, dann werden wohl ihre Aussagen überwiegend gar nicht verstanden werden können. Telepolis sollte eine Serie "Makroökonomische Grundlagen" veröffentlichen.
Hier im Kontext: Es ist doch gar nicht wahr, dass man in einer Volkswirtschaft automatisch nicht in eine Rezession abgleitet, wenn man der Wirtschaft nur freie Hand lässt ("Freie Marktwirtschaft"). Das Gegenteil ist der Fall.
Warum ist das so?
Es gibt zwei Kreisläufe: Der Kreislauf der Gelder die für Güter ausgegeben werden, die zum BIP zählen und der Kreislauf der Gelder, die nicht für Güter ausgegeben werden, die BIP-relevant sind.
Zwischen diesen beiden Kreisläufen gibt es eine Verbindung. D.h. es fließen ständig Gelder von einem zum anderen. Nur: Der Kreislauf der Gelder die nicht für BIP-relevante Güter ausgegeben werden, saugt jedes Jahr in Deutschland um die 250 Milliarden Euro ab. Das kumuliert von Jahr zu Jahr.
Ich denke es genügt ein bisschen Logik um einzusehen was passiert, wenn diese Sparquoten nicht durch Kreditaufnahmen ausgeglichen werden. Und dann sollte man auf die Frage kommen, Ausgleich wie und durch wen.