Annstatt mit vielen Altlinken die Denkfehler der
Modern Money Theory zu diskutieren, einfach die Target 2 Salden nutzen.Deutschland hat riesige Ansprüche aus dem Zahlungsverkehrssystem Target der EZB. Diese darf sich Deutschland nicht entgehen lassen.
Wir könnten über das Geld auch verfügen.
1300 Milliarden Euro sind ein zu großer Betrag, um ihn gerade in der heutigen wirtschaftlichen Lage nicht für Deutschland nutzbar zu machen.
Da der Betrag nicht verzinst wird, beträgt der
Wertverlust durch Inflation im Jahr 2022 lag bei mehr als 1000 Euro pro Kopf der Bevölkerung.
Einen Schatz heben
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Antwort auf Einen Schatz heben von sauseente.
sauseente schrieb am 22.11.2023 23:03:
Annstatt mit vielen Altlinken die Denkfehler der
Modern Money Theory zu diskutieren, einfach die Target 2 Salden nutzen.Deutschland hat riesige Ansprüche aus dem Zahlungsverkehrssystem Target der EZB. Diese darf sich Deutschland nicht entgehen lassen.
Wir könnten über das Geld auch verfügen.
1300 Milliarden Euro sind ein zu großer Betrag, um ihn gerade in der heutigen wirtschaftlichen Lage nicht für Deutschland nutzbar zu machen.
Da der Betrag nicht verzinst wird, beträgt der
Wertverlust durch Inflation im Jahr 2022 lag bei mehr als 1000 Euro pro Kopf der Bevölkerung.1. Die Kernaussage der MMT lautet: Der Staat kann sich für seine Ausgaben auch Geld zins- und tilgungsfrei von seiner Zentralbank geben lassen. Das ist eine deskriptive Aussage. Wo ist da der Denkfehler?
Das ist auch weder neu ("Modern") und auch keine Theorie, sondern mehr oder weniger gelebte Praxis seit es Zentralbanken gibt. In der Eurozone ist die direkte monetäre Staatsfinanzierung nach Artikel 123 AEUV verboten, z.B. in Kanada und Groß Britannien erlaubt.
Wenn ein Staat sich verschuldet, dann benötigt er Zentralbankgeld. Und das schöpft nun mal nur die Zentralbank. Damit ist die Staatsfinanzierung =immer= mindestens indirekt eine monetäre.
2. Währungstechnisch gesehen gibt es Deutschland gar nicht mehr. Daher ist die Deutsche Bundesbank nur noch dem Namen nach deutsch und hat als Teil des Europäischen System der Zentralbanken (ESZB) keine eigenständige geldpolitische Kompetenz mehr. Damit sind die Target-Forderungen der EZB-Niederlassung Deutschland aka Deutsche Bundesbank kein Teil des Auslandsvermögens Deutschlands und innerhalb des ESZB sofort und für immer ausgeglichen.
Dass man das nicht versteht ist nicht verwunderlich, wenn das selbst die Deutsche Bundesbank nicht kapiert und deswegen gegen sie eine Strafanzeige wegen Bilanzbetrugs eingereicht wurde.
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Antwort auf Re: Einen Schatz heben von Sinerider.
Sinerider schrieb am 23.11.2023 06:03:
1. Die Kernaussage der MMT lautet: Der Staat kann sich für seine Ausgaben auch Geld zins- und tilgungsfrei von seiner Zentralbank geben lassen. Das ist eine deskriptive Aussage. Wo ist da der Denkfehler?
Der Denkfehler der grenzenlose Geldproduktion weit über dem Wachstum der Realwirtschaft wird irgendwann mit Geldentwertung quittiert.
Um zu erfahren, ob das stimmt, braucht man sich nur im Supermarkt erkundigen.Das ist auch weder neu ("Modern") und auch keine Theorie, sondern mehr oder weniger gelebte Praxis seit es Zentralbanken gibt. In der Eurozone ist die direkte monetäre Staatsfinanzierung nach Artikel 123 AEUV verboten
Deshalb werden massenhaft Anleihen gekauft die letztendlich wertlos sind.
Sie werden nur noch als Buchwert gehalten, niemand glaubt, das sie je zurückgezogen werden.
Damit einher gehen Zombiefizierung (Unternehmen die längst Pleite währen, können sich noch refinanzieren) und das entstehen von Blasen wie die Dotcom-Blase . Immer, wenn etwas so richtig schiefgelaufen ist, wird nicht etwa überlegt, ob wir vielleicht in der falschen Richtung unterwegs waren. Nein, die empfohlene Therapie lautet jedes Mal: Dann eben noch mehr vom Falschen, mehr Euro-Rettung, eine noch hastigere Energiewende ...
Nicht umsonst rühmt man die Inflation als gerissenste Form der Steueranhebung, die sich denken lässt. Denn kaum einer der Enteigneten bemerkt, dass Inflation in ihrer Wirkung nichts anders als höhere Steuern bedeutet.2. Währungstechnisch gesehen gibt es Deutschland gar nicht mehr.
Aber realwirtschaftlich. Deutschland exportiert Waren und Kapital.
Damit sind die Target-Forderungen der EZB-Niederlassung Deutschland aka Deutsche Bundesbank kein Teil des Auslandsvermögens Deutschlands und innerhalb des ESZB sofort und für immer ausgeglichen.
Dass man das nicht versteht ist nicht verwunderlich, wenn das selbst die Deutsche Bundesbank nicht kapiert und deswegen gegen sie eine Strafanzeige wegen Bilanzbetrugs eingereicht wurde.
Falsch. Sonst würden die Salden ja nicht bestehen. Sie werden in der Bilanz der Bundesbank ausgewiesen. Zum Buchwert.
Währen sie nichts Wert, wäre sie Pleite. Was sie defakto ja auch sind. -
Antwort auf Re: Einen Schatz heben von sauseente.
sauseente schrieb am 23.11.2023 07:21:
Sinerider schrieb am 23.11.2023 06:03:
1. Die Kernaussage der MMT lautet: Der Staat kann sich für seine Ausgaben auch Geld zins- und tilgungsfrei von seiner Zentralbank geben lassen. Das ist eine deskriptive Aussage. Wo ist da der Denkfehler?
Der Denkfehler der grenzenlose Geldproduktion weit über dem Wachstum der Realwirtschaft wird irgendwann mit Geldentwertung quittiert.
Um zu erfahren, ob das stimmt, braucht man sich nur im Supermarkt erkundigen.Das ist auch weder neu ("Modern") und auch keine Theorie, sondern mehr oder weniger gelebte Praxis seit es Zentralbanken gibt. In der Eurozone ist die direkte monetäre Staatsfinanzierung nach Artikel 123 AEUV verboten
Deshalb werden massenhaft Anleihen gekauft die letztendlich wertlos sind.
Sie werden nur noch als Buchwert gehalten, niemand glaubt, das sie je zurückgezogen werden.
Damit einher gehen Zombiefizierung (Unternehmen die längst Pleite währen, können sich noch refinanzieren) und das entstehen von Blasen wie die Dotcom-Blase . Immer, wenn etwas so richtig schiefgelaufen ist, wird nicht etwa überlegt, ob wir vielleicht in der falschen Richtung unterwegs waren. Nein, die empfohlene Therapie lautet jedes Mal: Dann eben noch mehr vom Falschen, mehr Euro-Rettung, eine noch hastigere Energiewende ...
Nicht umsonst rühmt man die Inflation als gerissenste Form der Steueranhebung, die sich denken lässt. Denn kaum einer der Enteigneten bemerkt, dass Inflation in ihrer Wirkung nichts anders als höhere Steuern bedeutet.2. Währungstechnisch gesehen gibt es Deutschland gar nicht mehr.
Aber realwirtschaftlich. Deutschland exportiert Waren und Kapital.
Damit sind die Target-Forderungen der EZB-Niederlassung Deutschland aka Deutsche Bundesbank kein Teil des Auslandsvermögens Deutschlands und innerhalb des ESZB sofort und für immer ausgeglichen.
Dass man das nicht versteht ist nicht verwunderlich, wenn das selbst die Deutsche Bundesbank nicht kapiert und deswegen gegen sie eine Strafanzeige wegen Bilanzbetrugs eingereicht wurde.
Falsch. Sonst würden die Salden ja nicht bestehen. Sie werden in der Bilanz der Bundesbank ausgewiesen. Zum Buchwert.
Währen sie nichts Wert, wäre sie Pleite. Was sie defakto ja auch sind.Wie man merkt hast du die Aussagen der Scharlatane auf YouTube gut verinnerlicht.
1. Die Geldmengenerweiterungen der EZB kommen überhaupt nicht in den Geldkreisläufen an. Stattdessen findet durch die Anleihekäufe ein Aktivtausch bei den Banken statt. Dieses Geld hockt, mittlerweile fast vier Billionen und gut verzinst, auf den Konten der Banken bei der EZB. Um das für Güter auszugeben müssten Kredite in enormen Umfang aufgenommen werden. Das ist nicht der Fall.
Selbst wenn das so wäre, dann würde durch die erhöhte Nachfrage das BIP steigen. Insofern ist die Aussage nachfragewirksame Geldmenge über BIP "wuschig".
2. Man sollte sich mal im Supermarkt erkundigen, warum sich einige Güter im Preis verdreifacht haben, ob wohl es keine höhere Nachfrage dafür gab und die Kostensteigerungen der Unternehmen das nicht rechtfertigen können.
Oder anders ausgedrückt: Die erhöhte Inflation ist nicht durch eine erhöhte Geldmenge erzeugt worden, denn es gab keine höhere Nachfrage nach Gütern die sich im Warenkorb der Inflationsberechnung befinden.
Grundsätzlich: Es gibt keine Korrelation zwischen Geldmenge einer Volkswirtschaft und deren Inflationsrate. Weder in der Eurozone, noch in anderen Volkswirtschaften wie z.B. der Schweiz und Japan, die weltweit im Vergleich zum BIP die höchsten Geldmengenausweitungen aufweisen und dennoch eine der niedrigsten Inflationsraten haben.
Mit dieser Aussage solltest du mal deinen Prof. Sinn oder den werten Markus Krall konfrontieren und dir anhören, wie die dann ins Stottern kommen.
3. Es gibt keine Zombiefizierung durch die Geldpolitik. Keine Bank der Welt gibt einen Erstkredit an ein Unternehmen das nicht das entsprechende Cashflow aufweist. Ein Folgekredit um den Erstkredit zu sichern, ist in der Eurozone erstens illegal und zweitens unabhängig von der Geldpolitik der Zentralbank.
Unsinnig ist die Vorstellung marode Unternehmen würden/müssten pleite gehen, damit eine Bereinigung stattfindet. Die werden restrukturiert und werden, von Schulden befreit, für Konkurrenzunternehmen, die eigentlich gut gewirtschaftet haben, zur Gefahr.
4. Was soll der Quatsch mit Inflation als Steuern? Steuern nimmt der Staat ein um sie wieder ausgeben zu können. Wo kann denn der Staat die Inflation einnehmen?
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Antwort auf Re: Einen Schatz heben von Sinerider.
Sinerider schrieb am 23.11.2023 07:53:
sauseente schrieb am 23.11.2023 07:21:
Sinerider schrieb am 23.11.2023 06:03:
1. Die Kernaussage der MMT lautet: Der Staat kann sich für seine Ausgaben auch Geld zins- und tilgungsfrei von seiner Zentralbank geben lassen. Das ist eine deskriptive Aussage. Wo ist da der Denkfehler?
Der Denkfehler der grenzenlose Geldproduktion weit über dem Wachstum der Realwirtschaft wird irgendwann mit Geldentwertung quittiert.
Um zu erfahren, ob das stimmt, braucht man sich nur im Supermarkt erkundigen.Das ist auch weder neu ("Modern") und auch keine Theorie, sondern mehr oder weniger gelebte Praxis seit es Zentralbanken gibt. In der Eurozone ist die direkte monetäre Staatsfinanzierung nach Artikel 123 AEUV verboten
Deshalb werden massenhaft Anleihen gekauft die letztendlich wertlos sind.
Sie werden nur noch als Buchwert gehalten, niemand glaubt, das sie je zurückgezogen werden.
Damit einher gehen Zombiefizierung (Unternehmen die längst Pleite währen, können sich noch refinanzieren) und das entstehen von Blasen wie die Dotcom-Blase . Immer, wenn etwas so richtig schiefgelaufen ist, wird nicht etwa überlegt, ob wir vielleicht in der falschen Richtung unterwegs waren. Nein, die empfohlene Therapie lautet jedes Mal: Dann eben noch mehr vom Falschen, mehr Euro-Rettung, eine noch hastigere Energiewende ...
Nicht umsonst rühmt man die Inflation als gerissenste Form der Steueranhebung, die sich denken lässt. Denn kaum einer der Enteigneten bemerkt, dass Inflation in ihrer Wirkung nichts anders als höhere Steuern bedeutet.2. Währungstechnisch gesehen gibt es Deutschland gar nicht mehr.
Aber realwirtschaftlich. Deutschland exportiert Waren und Kapital.
Damit sind die Target-Forderungen der EZB-Niederlassung Deutschland aka Deutsche Bundesbank kein Teil des Auslandsvermögens Deutschlands und innerhalb des ESZB sofort und für immer ausgeglichen.
Dass man das nicht versteht ist nicht verwunderlich, wenn das selbst die Deutsche Bundesbank nicht kapiert und deswegen gegen sie eine Strafanzeige wegen Bilanzbetrugs eingereicht wurde.
Falsch. Sonst würden die Salden ja nicht bestehen. Sie werden in der Bilanz der Bundesbank ausgewiesen. Zum Buchwert.
Währen sie nichts Wert, wäre sie Pleite. Was sie defakto ja auch sind.Wie man merkt hast du die Aussagen der Scharlatane auf YouTube gut verinnerlicht.
1. Die Geldmengenerweiterungen der EZB kommen überhaupt nicht in den Geldkreisläufen an. Stattdessen findet durch die Anleihekäufe ein Aktivtausch bei den Banken statt. Dieses Geld hockt, mittlerweile fast vier Billionen und gut verzinst, auf den Konten der Banken bei der EZB. Um das für Güter auszugeben müssten Kredite in enormen Umfang aufgenommen werden. Das ist nicht der Fall.
Selbst wenn das so wäre, dann würde durch die erhöhte Nachfrage das BIP steigen. Insofern ist die Aussage nachfragewirksame Geldmenge über BIP "wuschig".
2. Man sollte sich mal im Supermarkt erkundigen, warum sich einige Güter im Preis verdreifacht haben, ob wohl es keine höhere Nachfrage dafür gab und die Kostensteigerungen der Unternehmen das nicht rechtfertigen können.
Oder anders ausgedrückt: Die erhöhte Inflation ist nicht durch eine erhöhte Geldmenge erzeugt worden, denn es gab keine höhere Nachfrage nach Gütern die sich im Warenkorb der Inflationsberechnung befinden.
Falsch. Auslöser war dann Corona Lieferengpässe, gleich hohe Nachfrage
Grundsätzlich: Es gibt keine Korrelation zwischen Geldmenge einer Volkswirtschaft und deren Inflationsrate. Weder in der Eurozone, noch in anderen Volkswirtschaften wie z.B. der Schweiz und Japan, die weltweit im Vergleich zum BIP die höchsten Geldmengenausweitungen aufweisen und dennoch eine der niedrigsten Inflationsraten haben.
Das idt mittlerweile auch vorbei.
Mit dieser Aussage solltest du mal deinen Prof. Sinn oder den werten Markus Krall konfrontieren und dir anhören, wie die dann ins Stottern kommen.
3. Es gibt keine Zombiefizierung durch die Geldpolitik. Keine Bank der Welt gibt einen Erstkredit an ein Unternehmen das nicht das entsprechende Cashflow aufweist. Ein Folgekredit um den Erstkredit zu sichern, ist in der Eurozone erstens illegal und zweitens unabhängig von der Geldpolitik der Zentralbank.
Natürlich. Wenn Anleihen gekauft werden. Und das nacht die EZB.
Unsinnig ist die Vorstellung marode Unternehmen würden/müssten pleite gehen, damit eine Bereinigung stattfindet. Die werden restrukturiert und werden, von Schulden befreit, für Konkurrenzunternehmen, die eigentlich gut gewirtschaftet haben, zur Gefahr.
Ist das frei nach Robert Habeck? Der Bäcker ist nicht Insolvent er verkauft nur keine Brötchen mehr? Von Schulden werden sie auf wundersame Weise befreit. Aha. Wie soll das denn gehen?
4. Was soll der Quatsch mit Inflation als Steuern? Steuern nimmt der Staat ein um sie wieder ausgeben zu können. Wo kann denn der Staat die Inflation einnehmen?
Ganz klar, die Steuern werden prozentual erhoben. Je höher die Preise, desto mehr Umsatzsteuer. Je höher der Lohn desto mehr Lohnsteuer.
Gleichzeitig werden die Schulden inflationiert.
Gewinner ist der Staat. Verlierer der Bürger. Sein Geld seine Altersversorgung, alles verliert an Wert. -
Antwort auf Re: Einen Schatz heben von sauseente.
sauseente schrieb am 23.11.2023 11:58:
Sinerider schrieb am 23.11.2023 07:53:
sauseente schrieb am 23.11.2023 07:21:
Sinerider schrieb am 23.11.2023 06:03:
1. Die Kernaussage der MMT lautet: Der Staat kann sich für seine Ausgaben auch Geld zins- und tilgungsfrei von seiner Zentralbank geben lassen. Das ist eine deskriptive Aussage. Wo ist da der Denkfehler?
Der Denkfehler der grenzenlose Geldproduktion weit über dem Wachstum der Realwirtschaft wird irgendwann mit Geldentwertung quittiert.
Um zu erfahren, ob das stimmt, braucht man sich nur im Supermarkt erkundigen.Das ist auch weder neu ("Modern") und auch keine Theorie, sondern mehr oder weniger gelebte Praxis seit es Zentralbanken gibt. In der Eurozone ist die direkte monetäre Staatsfinanzierung nach Artikel 123 AEUV verboten
Deshalb werden massenhaft Anleihen gekauft die letztendlich wertlos sind.
Sie werden nur noch als Buchwert gehalten, niemand glaubt, das sie je zurückgezogen werden.
Damit einher gehen Zombiefizierung (Unternehmen die längst Pleite währen, können sich noch refinanzieren) und das entstehen von Blasen wie die Dotcom-Blase . Immer, wenn etwas so richtig schiefgelaufen ist, wird nicht etwa überlegt, ob wir vielleicht in der falschen Richtung unterwegs waren. Nein, die empfohlene Therapie lautet jedes Mal: Dann eben noch mehr vom Falschen, mehr Euro-Rettung, eine noch hastigere Energiewende ...
Nicht umsonst rühmt man die Inflation als gerissenste Form der Steueranhebung, die sich denken lässt. Denn kaum einer der Enteigneten bemerkt, dass Inflation in ihrer Wirkung nichts anders als höhere Steuern bedeutet.2. Währungstechnisch gesehen gibt es Deutschland gar nicht mehr.
Aber realwirtschaftlich. Deutschland exportiert Waren und Kapital.
Damit sind die Target-Forderungen der EZB-Niederlassung Deutschland aka Deutsche Bundesbank kein Teil des Auslandsvermögens Deutschlands und innerhalb des ESZB sofort und für immer ausgeglichen.
Dass man das nicht versteht ist nicht verwunderlich, wenn das selbst die Deutsche Bundesbank nicht kapiert und deswegen gegen sie eine Strafanzeige wegen Bilanzbetrugs eingereicht wurde.
Falsch. Sonst würden die Salden ja nicht bestehen. Sie werden in der Bilanz der Bundesbank ausgewiesen. Zum Buchwert.
Währen sie nichts Wert, wäre sie Pleite. Was sie defakto ja auch sind.Wie man merkt hast du die Aussagen der Scharlatane auf YouTube gut verinnerlicht.
1. Die Geldmengenerweiterungen der EZB kommen überhaupt nicht in den Geldkreisläufen an. Stattdessen findet durch die Anleihekäufe ein Aktivtausch bei den Banken statt. Dieses Geld hockt, mittlerweile fast vier Billionen und gut verzinst, auf den Konten der Banken bei der EZB. Um das für Güter auszugeben müssten Kredite in enormen Umfang aufgenommen werden. Das ist nicht der Fall.
Selbst wenn das so wäre, dann würde durch die erhöhte Nachfrage das BIP steigen. Insofern ist die Aussage nachfragewirksame Geldmenge über BIP "wuschig".
2. Man sollte sich mal im Supermarkt erkundigen, warum sich einige Güter im Preis verdreifacht haben, ob wohl es keine höhere Nachfrage dafür gab und die Kostensteigerungen der Unternehmen das nicht rechtfertigen können.
Oder anders ausgedrückt: Die erhöhte Inflation ist nicht durch eine erhöhte Geldmenge erzeugt worden, denn es gab keine höhere Nachfrage nach Gütern die sich im Warenkorb der Inflationsberechnung befinden.
Falsch. Auslöser war dann Corona Lieferengpässe, gleich hohe Nachfrage
Grundsätzlich: Es gibt keine Korrelation zwischen Geldmenge einer Volkswirtschaft und deren Inflationsrate. Weder in der Eurozone, noch in anderen Volkswirtschaften wie z.B. der Schweiz und Japan, die weltweit im Vergleich zum BIP die höchsten Geldmengenausweitungen aufweisen und dennoch eine der niedrigsten Inflationsraten haben.
Das idt mittlerweile auch vorbei.
Mit dieser Aussage solltest du mal deinen Prof. Sinn oder den werten Markus Krall konfrontieren und dir anhören, wie die dann ins Stottern kommen.
3. Es gibt keine Zombiefizierung durch die Geldpolitik. Keine Bank der Welt gibt einen Erstkredit an ein Unternehmen das nicht das entsprechende Cashflow aufweist. Ein Folgekredit um den Erstkredit zu sichern, ist in der Eurozone erstens illegal und zweitens unabhängig von der Geldpolitik der Zentralbank.
Natürlich. Wenn Anleihen gekauft werden. Und das nacht die EZB.
Unsinnig ist die Vorstellung marode Unternehmen würden/müssten pleite gehen, damit eine Bereinigung stattfindet. Die werden restrukturiert und werden, von Schulden befreit, für Konkurrenzunternehmen, die eigentlich gut gewirtschaftet haben, zur Gefahr.
Ist das frei nach Robert Habeck? Der Bäcker ist nicht Insolvent er verkauft nur keine Brötchen mehr? Von Schulden werden sie auf wundersame Weise befreit. Aha. Wie soll das denn gehen?
4. Was soll der Quatsch mit Inflation als Steuern? Steuern nimmt der Staat ein um sie wieder ausgeben zu können. Wo kann denn der Staat die Inflation einnehmen?
Ganz klar, die Steuern werden prozentual erhoben. Je höher die Preise, desto mehr Umsatzsteuer. Je höher der Lohn desto mehr Lohnsteuer.
Gleichzeitig werden die Schulden inflationiert.
Gewinner ist der Staat. Verlierer der Bürger. Sein Geld seine Altersversorgung, alles verliert an Wert.1. Der Staat kann durch höhere Preise nicht höhere Einnahmen erzielen, wenn bei gleichen Einkommen die Konsumenten nicht mehr Güter kaufen können.
2. Der Staat kann sich durch eine höhere Inflation nicht entschulden, da er bei einer höheren Inflation auch mehr Zinsen zahlen muss.
3. Eine private kapitalgedeckte Altersvorsorge ist aus makroökonomischen Gründen nicht möglich, da dadurch die Sparquote erhöht wird, die letzten Endes der Staat durch eine jährliche Neu- und Höherverschuldung ausgleichen muss.
4. Ich rate davon ab, Wirtschaftspolitik am Beispiel von Habeck an Hand von Anekdoten personifizieren zu wollen. Ein Unternehmen ist noch lange nicht pleite, wenn es aus diversen Gründen nichts mehr produzieren kann/darf, zumal dann nicht, wenn ihm seine Einnahmeausfälle durch den Staat ersetzt werden.
5. Ein marodes Unternehmen kann sich nicht durch die Emission von Anleihen finanzieren, weil sein Rating viel zu schlecht wäre und die EZB diese auch nicht mehr aufkauft.
6. Es ist für die Betrachtung des Zusammenhangs zwischen Geldmenge und Inflation irrelevant ob das "auch vorbei" ist. Die Korrelation ist nach wie vor nicht da. Ohne Korrelation gibt es aber auch keine Kausalität.