So auch die Autorin:
Die Einsicht, dass der Kapitalismus strukturellen Wachstumszwängen unterliegt,
ist weit verbreitet. Aber allein daraus erklärt sich noch nicht die Gewalttätigkeit
gegenüber Mensch und Natur, die der kapitalistischen Wirtschaftsweise kulturell
eingeschrieben ist.
"Kapitalismus" ist bis weit in die politisch Rechte völlig desavouiert.
"Marktwirtschaft", noch dazu "soziale", ist das Gebot der Stunde.
Marktwirtschaft soll sein, Kapitalismus ohne Finanzkapital, Kapitalismus also, nur eine
Nummer kleiner, lokal, regional und bloß national.
Jetzt wirft die geschätzte Autorin eine "feministische Postwachstumsgesellschaft"
in die Debatte.
Auch das ist nur eine weitere Nullnummer, solange nicht der Widerspruch zwischen Lohnarbeit und Kapital, also das weiterhin bestehende Ausbeutungsverhältnis, aufgelöst bzw. abgeschafft ist. Davor drücken sich alle, so auch Frau Voß.