Aus feministischer Perspektive ist eine andere Wirtschaft zwar notwendig, aber nicht hinreichend für eine Postwachstumsgesellschaft, denn patriarchale und koloniale Macht, Herrschaft und Gewalt sind älter als der Kapitalismus
Matriarchalische Strukturen sind auch nicht besser. Aus maskulinistischer Sicht.
Ich finde auch, dass eine andere Wirtschaft nötig ist. Und auch andere Machtstrukturen.
In dem Moment, wo man diese Frage aber auf die Frage Feminismus vs. Maskulinismus reduziert, geht man der Strategie "Spalte und Herrsche" auf den Leim.
Ich frage mich angesichts solcher Statements immer, wieso manche Frauen glauben, "die" Männer würden allesamt von den herrschenden Strukturen profitieren, während sie sich selbst stets als Opfer sehen.
Ist Ihnen schon mal die Idee gekommen, dass die Männer, die sich für wenig Gehalt in einem Job mit wenig Gestaltungsspielraum und Freiräumen für Kreativität vorzeitig ins Grab arbeiten, genau so Opfer dieses Systems sind? Und zwar mehrheitlich sogar eher noch als Frauen, die ihre Männer lt. amtlicher Statistik oft um Jahre überleben und deren Rente kassieren?