Aus chinesischer Sicht habe sich die Rollen dabei vertauscht: China pocht auf freien Welthandel und friedlichen Wettbewerb der Systeme während der Westen zunehmend populistisch, nationalistisch und protektionistisch agiere.
Ich denke, was China da unter freiem Welthandel versteht, ist ein wenig einseitig. Da will man einerseits chinesischen Protektionismus beibehalten, indem man die Regeln für die Nutzung geistigen Eigentums nach eigenem Gusto auslegt, und ausländische Investitionen in China streng reglementiert. Auf der anderen Seite beklagt man sich dann aber über westlichen Protektionismus, wenn man China etwas kritischer beim unkontrollierten Erwerb westlichen Know Hows begegnet.
China wird sich schon eintscheiden müssen, ob es tatsächlich freien Welthandel will, dann muss es sich auch an die Regeln des freien Welthandels halten. Wenn nicht, dann kann es sich nicht darüber beklagen, dass für China im Westen dieselben Regeln gelten wie für den Westen in China.