foobar schrieb am 17.05.2022 11:25:
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Wer die aktuelle Strategie kritisiert, muß auch die Alternativen benennen, wie man die Probleme lösen soll, denn Kritik alleine ist billig, führt aber nirgendwo hin.
Die Probleme des Klima- und Umweltschutz sind seit Jahrzehnten bekannt und was man dafür unternehmen müsste und welche Alternativen es gibt auch.
Seit der deutschen Zuwendung in den 70er und 80er Jahren (gelernt aus der Ölkrise besonders der Abhängigkeit gegenüber der OPEC) zur Sowjetunion mit billigen Rohstoffen versorgt zu werden und wie sich rausstellte auch mit einer Versorgungssicherheit, hat sich niemand ernsthaft um Alternativen gekümmert. Die meisten alternativen Technologien sind in Forschungsprojekten, Versuchsanlagen, Prototypen und anderem Pillepalle stecken geblieben.
Übrig blieben nette politische Floskeln.
Kannst du z.B. seit den Koalitionsverträgen ab 1990 nachlesen, was man alles so für Luftschlösser gebaut haut und die in der Realität bis heute gleich wieder verpufft sind.
Selbst seit 2014 als man die Sanktionen gegen Russland gefahren hat, konnte sich scheinbar niemand vorstellen, dass es noch schlimmer mit Russland kommen könnte und schon gar nicht, dass die EU der Initiator für Rohstoffsanktionen wird. Selbst als die Gedanken aufkamen, Russland könnte uns von den Öl- und Gaslieferungen abschneiden, hat niemand an Alternativen gedacht. Man hat mit NS2 sogar noch auf die Liefersicherheit von Russland gebaut.
Nun hat (wird) die EU/D sich selbst von Russland abnabeln ohne auch nur im Ansatz die fehlenden Energie- und Rohstofflieferungen auffangen zu können.
Wir wollen uns von der Abhängigkeit gegenüber Russland befreien und mal sehen, wenn uns Russland von ihren Rohstoff- und (Semi-)Produkten befreit.