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  • Avatar von KarierterHut
    • KarierterHut

    mehr als 1000 Beiträge seit 15.07.2009

    Beweise statt Polemik bitte

    Antwort auf Re: Die Antwort auf meine Frage fehlt von solar observation.

    solar observation schrieb am 07.06.2024 12:18:

    Ich habe dir die Antwort gegeben.

    Nein, haben Sie nicht. Sie haben nur Behauptungen aufgestellt.

    Und ich bin sicherlich nicht der Einzige, der Akkus für überlegen hält.

    Das kommt immer auf den konkreten Einsatzzweck an. Als Massen- und saisonaler Speicher für die "Energiewende" sind sie aus vielerlei Gründen nicht geeignet.

    Sicherlich, muss man erstmal aufbauen. Aber am Ende ist die ganze Technologie effizienter, sicherer, dezentraler, günstiger und umweltfreundlicher, weil wir eben nicht so dermaßen viel Energie aus EE verschwenden würden, was wir mit H2 einfach dann tun würden.

    Es geht nun mal nicht anders. Die Kosten für eine 100%-Akku-Lösung liegen nach aktuellen Rechnungen je nach Szenario zwischen 100k€ und 500k€ je Kopf der Bevölkerung.
    Außerdem hätte der Akku die Größe eines mittleren Kleiderschrankes. Ebenfalls wieder p.P.
    Das verträgt sich schlecht mit dem Anspruch, Wohnfläche zu sparen.

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  • Avatar von KarierterHut
    • KarierterHut

    mehr als 1000 Beiträge seit 15.07.2009

    Antwort auf Re: Gigantische Energieverschwendung! von mann-oh-mann.

    mann-oh-mann schrieb am 06.06.2024 19:03:

    warte mal die redox flow akkus ab.
    und ein bisschen Platz wird's auch kosten.

    Ja, etwa soviel wie das Eigenheim groß ist.

    wer das für sagen wir mal 10 bis 20k€ anbieten kann, braucht sich um den Absatz erstmal keine Sorgen mehr zu machen.

    Nur für die, die genug Platz haben.

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  • Avatar von Grober_Unfug
    • Grober_Unfug

    mehr als 1000 Beiträge seit 03.12.2003

    Antwort auf Re: Gigantische Energieverschwendung! von solar observation.

    Ja nett, aber es bleibt H2. Geht man damit unsauber um, ist es und bleibt es supergefährlich.

    Ich bin vom Fach - und ich hatte beides - H2 Explosionen und Li Metallbrände - alles im Labor, alles in kleinem bis mittleren Maßstab. Inklusive Verletzungen und inkompetenter med. Versorgung....

    Menschliche Dummheit und Versagen gibt es immer wieder.

    Ja! Und ich rede aus praktischer Erfahrung.

    Du willst doch nicht wirklich unter jedes Dach einen H2-Speicher bauen?

    Das muss man nicht überall dezentral machen... In Bad Lauchstädt wollen sie einen Erdgaskavernenspeicher umrüsten. Zudem lassen sich unter Drittelung der Energietransportmengen (H2 ~ 1/3 des Heizwerts von CH4 pro m³) auch ein großer Teil des Gasnetzes umbauen.
    H2 GuD. Anlagen können im Winter dezentral in Stadtteilen Strom und (Fern)wärme spenden.
    Die Gasnetze wurden 60 Jahre mit H2 betrieben ("Stadtgas" ~ 33% H2) - das ist alter Stand der Technik. (Im Wesentlichen Messing und Bronze raus - und das war es.)

    Ein nichtbrennbarer Akku dagegen tut dagegen gar nichts und mit Stromkabeln und sogar brennbaren Akkus rumhantieren machen wir dagegen bereits seit Jahrzehnten im Alltag.

    Dein "nichtbrennbarer" Akku wird bei einem Keller-Hochwasser, wenn er geladen ist auch deine Hütte früher oder später mit H2 anreichern... (Wenn ich nicht über Li + H2O, dann über Elektrolyse...)
    Zudem sind die Dinger einfach viel viel viel viel zu teuer - um damit viele kWh lange Zeit zu speichern. H2 Technik ist beherrschbar, dank moderner Warnsensorik sehr sehr sicher und solange man das vor das Haus stellt m.E. sogar inhärent sicherer als die Akkus.
    (Li2O in der Lunge nach einem Akkubrand überlebt niemand lange...)
    Mit kleinen Rohrdurchmessern und den damit verursachten geringen Stoffflüssen schafft man es gar nicht, bei unsachgemäßem Umgang mit diesen Anlagen - Knallgasmengen zu erzeugen die mehr als ein paar Fenster kaputt kriegen könnten...
    Ich habe schon Industrieanlagen mit H2 Bränden (das H2 kam aus einer Reaktion heraus und wurde auf das Dach ausgeleitet) gesehen, wo nur nachts dem Nachtwächter aufgefallen war, dass es am Dach "so komisch" leuchtete... Der Schrecken war groß - der Schaden war Null.
    Sowohl Li als auch H2 sind nicht ohne - aber sachgemäß gehandhabt durchaus sicher verwendbar.

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  • Avatar von Stimmy
    • Stimmy

    mehr als 1000 Beiträge seit 22.01.2018

    Antwort auf Re: Die Effizienz sinkt beträchtlich von schlamutzelnase.

    schlamutzelnase schrieb am 07.06.2024 00:20:

    Auch in einem Hochofen sind Akkus eher ungünstig.😉

    Ich muss mir das gerade mal größenordnungsmäßig vorstellen - die Powerbank für den Lichtbogenofen ;)
    Angenommen, ein Lichtbogenofen schluckt 80 MW und ist 20h am Tag im Betrieb. Damit schluckt er 1,6 GWh am Tag.
    Will man den Ofen als Reserve für Dunkelflauten 5 Tage per Akku betreiben können, bräuchte man 8 GWh Kapazität. Das sind grob 100.000 E-Auto-Akkus, und bei optimistischen 100€/kWh kostet so ein Akku "nur" 800 Mio. €.

    Genau darum schreibe ich oft von Kavernenspeichern mit Gas - Methan oder Wasserstoff, beides lässt sich per Elektrolyse aus EE-Strom erzeugen. Die deutschen Erdgasspeicher können ca. 260 TWh (260000 GWh) an Methan speichern, ein Speicher in der nötigen Größenordnung ist also schon vorhanden.

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