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Avatar von solar observation
  • solar observation

483 Beiträge seit 06.06.2024

Gigantische Energieverschwendung!

Den Strom in Akkus zu speichern ist wesentlich effizienter. Strom in H2 umzuwandeln und dann später wieder zurück in Strom hat zu viele Wandlungsverluste, die höher sind als die langfristigen Ladungsverluste von Akkus. Den Strom aus den ertragreichen Sommern für den Winter zu speichern erfordert zudem auch keine super langfristige Speicherung, weshalb die Ladungsverluste von Akkus nicht so stark zu tragen kommen.

Auch hat man mit Akkus wesentlich besseres Dezentralisierungspotential, weil man Akkus ziemlich überall hinbauen kann, nennenswerte H2-Speicher allerdings nicht. Das bedeutet auch, dass H2 nur von Großkonzernen abhängen wird (Oligopolbildung), ein echter Wettbewerb mit vielen Marktteilnehmern dagegen ensteht nur mit Dezentralisierung. Und das Stzromnetz ist heute schon wesentlich besser ausgebaut als das Gasnetz.

Und am Ende ist H2 auch gefährlicher, da leicht entzündlich. Akkus dagegen kann man brandsicher bauen und daher auch in sensibleren Gegenden aufstellen, Wohngebiete beispielsweise, direkt da, wo der Strom durch Solar auf den Dächern auch gewonnen wird.

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  • Avatar von Dr. Phibes
    • Dr. Phibes

    mehr als 1000 Beiträge seit 31.01.2009

    Antwort auf Gigantische Energieverschwendung! von solar observation.

    Laut Copilot
    "etwa 82,2 Millionen Elektroauto-Akkus mit einer Kapazität von 80 kWh benötigen würde, um eine Leistung von 0.274 Terawatt kontinuierlich für 24 Stunden aufrechtzuerhalten."
    Sagen wir Wind und Sonne funktionieren, da hat jede Familie ein E-Auto Akku im Keller.

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  • Avatar von Grober_Unfug
    • Grober_Unfug

    mehr als 1000 Beiträge seit 03.12.2003

    Antwort auf Gigantische Energieverschwendung! von solar observation.

    Alles richtig was Du schreibst...
    Dann kauf doch mal einen Akku - um deinen privaten Sommersonnenstrom - im Winter von deiner WP zu nutzen?
    Dreisatz kannst Du?
    Na - fällt der Groschen?
    (Es gibt seit 100 Jahren H2 Piplines in D. und H2 wurde in Form von Stadtgas mehrere Jahrzehnte in Haushalten mit vertretbaren Schäden gehandelt...)
    H2 ist kein Effizienzwunder - aber viel, viel billiger in Investitionen und Abschreibungen als Großbatterien.
    Ich habe das 2015 für mich mal durchgerechnet - damals hätte mich eine Batterie für meine PV Anlage, die meinen Sommerstrom in den Winter getragen hätte ~ 1.5 Mio. Euro gekostet. Heute kriegst Du das für die Hälfte (750000 Euro) - die H2 Lösung ist vergleichsweise ein Schnäppchen mit nur ~ 100000 Euro...

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  • Avatar von Stasi
    • Stasi

    mehr als 1000 Beiträge seit 01.10.2003

    Antwort auf Gigantische Energieverschwendung! von solar observation.

    Herr, wirf Akkus vom Himmel!

    (denn anders dürfte die Idee kaum was werden)

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  • Avatar von KarierterHut
    • KarierterHut

    mehr als 1000 Beiträge seit 15.07.2009

    Antwort auf Gigantische Energieverschwendung! von solar observation.

    solar observation schrieb am 06.06.2024 15:46:

    Den Strom in Akkus zu speichern ist wesentlich effizienter.

    Und wesentlich teurer.

    Strom in H2 umzuwandeln und dann später wieder zurück in Strom hat zu viele Wandlungsverluste, die höher sind als die langfristigen Ladungsverluste von Akkus.

    Dafür ist die mögliche Speicherkapazität im Größenordnungen höher.

    Den Strom aus den ertragreichen Sommern für den Winter zu speichern erfordert zudem auch keine super langfristige Speicherung,

    Was wäre denn "langfristig"?

    Auch hat man mit Akkus wesentlich besseres Dezentralisierungspotential, weil man Akkus ziemlich überall hinbauen kann, nennenswerte H2-Speicher allerdings nicht.

    Stimmt schon. Aber rechnen Sie mal aus, wie groß und teuer ein Akkuspeicher für 10 TWh wäre. So viel wird man mindestens benötigen.
    Sie können das ja auch mal auf Haushalte umlegen, da Sie ja so sehr auf Dezentralisierung stehen.
    Wir können gern weiter diskutieren, wenn Sie die Zahlen geliefert haben.

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    Antwort auf Re: Gigantische Energieverschwendung! von Grober_Unfug.

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    • solar observation

    483 Beiträge seit 06.06.2024

    Antwort auf Re: Gigantische Energieverschwendung! von Grober_Unfug.

    Das nennt sich Proportionalität.

    Du kannst nicht nur die Anschaffungskosten der aktuellen Technologie hernehmen, sondern musst die Energieeinsparung, die die nicht vorhandenen Energieverluste in der Kette bringen, dagegen rechnen. Wenn man Akkus in der Massenfertigung herstellt, werden die auch merkbar günstiger, auch im Zusammenhang mit recycling.

    Auf die anderen Aspekte gehst du gar nicht ein. Ich hätte beispielsweise gar kein Problem mit sagen 10 containern nichtbrennbarer Akkus neben oder unter meinem Haus, allerdings schon ein großes bei einem ähnlichen H2-Speicher. Du nicht?

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    • solar observation

    483 Beiträge seit 06.06.2024

    Antwort auf Re: Gigantische Energieverschwendung! von KarierterHut.

    KarierterHut schrieb am 06.06.2024 17:06:

    Und wesentlich teurer.

    Nicht langfristig. Die Akkus kauft man einmal und dann machen die ihr Werk viele Jahre lang, danach recycling. H2 muss man dagegen stetig erstellen, transportieren, lagern, wieder umwandeln, ist dabei jede einzelne Sekunde vom H2-Hersteller abhängig, die garantiert nur Großkonzerne sein werden und die Preise festlegen.

    Dafür ist die mögliche Speicherkapazität im Größenordnungen höher.

    Und gefährlicher und abhängiger und energiefressender und das auf Dauer. Bei genug Zubau kann man auch den Speicherbedarf (nicht mit Energiebedarf verwechseln, weil viel Energie sowieso benötigt wird, wenn es hell ist) mit Akkus decken.

    Was wäre denn "langfristig"?

    Maximal braucht man das bis zu dem Punkt im Winter, wo dann so langsam der Ertrag aus EE wieder zur Deckung reicht. Das ist maximal ein halbes Jahr und die Ladungsverluste von Akkus in einem halben Jahr sind immernoch besser als die normalen Wandlungsverluste bei H2.

    Stimmt schon. Aber rechnen Sie mal aus, wie groß und teuer ein Akkuspeicher für 10 TWh wäre. So viel wird man mindestens benötigen.
    Sie können das ja auch mal auf Haushalte umlegen, da Sie ja so sehr auf Dezentralisierung stehen.
    Wir können gern weiter diskutieren, wenn Sie die Zahlen geliefert haben.

    Also mit Wh rechne ich schonmal gar nicht … Und sicherlich wird es Geld kosten, sich Akkus anzuschaffen. Aber es kostet auch Geld, sich stets und ständig H2 anzuschaffen. Geld ist sowieso genug da, wenn man es beispielsweise nicht für fremde Länder und die Bundeswehr und anderen Käse verwenden würde. Und es geht halt auch nicht nur um Geld, sondern um halt einfach bessere, sicherere Technologie und weniger Abhängigkeit durch Dezentralisierung.

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  • Avatar von Stimmy
    • Stimmy

    mehr als 1000 Beiträge seit 22.01.2018

    Ja, aber...

    Antwort auf Gigantische Energieverschwendung! von solar observation.

    solar observation schrieb am 06.06.2024 15:46:

    Den Strom in Akkus zu speichern ist wesentlich effizienter. Strom in H2 umzuwandeln und dann später wieder zurück in Strom hat zu viele Wandlungsverluste, die höher sind als die langfristigen Ladungsverluste von Akkus. Den Strom aus den ertragreichen Sommern für den Winter zu speichern erfordert zudem auch keine super langfristige Speicherung, weshalb die Ladungsverluste von Akkus nicht so stark zu tragen kommen.

    Es gibt nur ein kleines Problem:
    Wenn man mich fragt, wie man mit Wasserstoff 1 TWh Strom speichern soll, kann ich das direkt beantworten: Wasserstoff per Elektrolyse erzeugen, wie Erdgas in unterirdische Kavernenspeicher pumpen, und bei Bedarf in Brennstoffzellen oder Gaskraftwerken wieder verstromen. Ginge auch mit 100 TWh, die passen sogar noch fast in die vorhandenen deutschen Erdgasspeicher.

    EIn 1 TWh Akkuspeicher würde bei optimistischen 100€/kWh 100 Milliarden Euro kosten. Da die Akkus nicht ewig halten, kostet der Unterhalt des Speichers viele Milliarden € im Jahr.
    Ich bin klar für kleine Akkuspeicher, ein paar 100 GWh auf Deutschland verteilt sollten schon gut helfen, um Tag-/Nacht-Unterschiede auszugleichen und zu vermeiden, dass Solar- und Windstrom wegen Netzüberlastung abgeregelt werden müssen.
    Aber für längere "Dunkelflauten" halte ich Wasserstoff - oder auch elektrolytisch erzeugtes Methan - für deutlich geeigneter, als zig TWh Akkuspeicher vorzuhalten.

    Zumal man das Gas für die Industrie vermutlich eh brauchen wird.

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