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  • rheinmoses

191 Beiträge seit 19.11.2012

Eine Wasserstoffindustrie ist vollkommen von Subventionen abhängig

Herstellung und Transport von Wasserstoff sind extrem teuer, aufwändig und auch unsicher. Eine solche Industrie kann in einer Marktwirtschaft nicht bestehen. International ist keine Industrie konkurrenzfähig, die auf Wasserstoff als Energie- und Rohstoffquelle basiert. Und sie kann auch nicht dauerhaft am Tropf des Staates hängen, wenn die Einnahmen durch den nahen Zusammenbruch der Wirtschaft ohnehin nicht mehr zur Verfügung stehen.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (07.06.2024 11:40).

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  • Avatar von Ammerländer
    • Ammerländer

    mehr als 1000 Beiträge seit 24.01.2021

    Antwort auf Eine Wasserstoffindustrie ist vollkommen von Subventionen abhängig von rheinmoses.

    rheinmoses schrieb am 07.06.2024 11:39:

    Herstellung und Transport von Wasserstoff sind extrem teuer, aufwändig und auch unsicher. Eine solche Industrie kann in einer Marktwirtschaft nicht bestehen. International ist keine Industrie konkurrenzfähig, die auf Wasserstoff als Energie- und Rohstoffquelle basiert. Und sie kann auch nicht dauerhaft am Tropf des Staates hängen, wenn die Einnahmen durch den nahen Zusammenbruch der Wirtschaft ohnehin nicht mehr zur Verfügung stehen.

    Subvention gilt so negativ. Förderung oder besser noch Anschubförderung klingt viel besser. Man muss ja nicht gleich erwähnen, dass das Anschieben die gesamte Lebensdauer betrifft.

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  • Avatar von void2void
    • void2void

    429 Beiträge seit 06.12.2008

    Antwort auf Eine Wasserstoffindustrie ist vollkommen von Subventionen abhängig von rheinmoses.

    Die H2 Technologie habe wir schon Mitte der 1980er ad acta gelegt. Damals wurde viel geforscht und probiert. Ergebnis: Zu ineffizient, zu gefährlich, zu teuer.

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  • Avatar von SATFVT
    • SATFVT

    mehr als 1000 Beiträge seit 20.12.2011

    Antwort auf Re: Eine Wasserstoffindustrie ist vollkommen von Subventionen abhängig von void2void.

    Und weshalb wird dann aktuell Wasserstoff mit dem Einsatz von Erdgas Hergestellt wenn es schon Mitte der 1980er ad acta gelegt wurde.

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  • Avatar von K_R_
    • K_R_

    55 Beiträge seit 13.05.2024

    Antwort auf Eine Wasserstoffindustrie ist vollkommen von Subventionen abhängig von rheinmoses.

    rheinmoses schrieb am 07.06.2024 11:39:

    Herstellung und Transport von Wasserstoff sind extrem teuer, aufwändig und auch unsicher. Eine solche Industrie kann in einer Marktwirtschaft nicht bestehen.

    Darum geht es ja, Subventionen um Subventionen!

    Der Energiekonzern Leag, der in der Region mehrere Tagebaue und Kohlekraftwerke betreibt, hat kürzlich einen Förderbescheid über 58 Millionen Euro aus EU-Mitteln erhalten. ... Auch die öffentliche Forschungsförderung in Deutschland stieg stark an und erreichte im Jahr 2023 fast 800 Millionen Euro.

    There's No Business Like Show Klima-Business

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  • Avatar von void2void
    • void2void

    429 Beiträge seit 06.12.2008

    Antwort auf Re: Eine Wasserstoffindustrie ist vollkommen von Subventionen abhängig von SATFVT.

    Wasserstoff wird aus Erdgas im Steam Reforming Verfahren mit einem Wirkungsgrad von 60-70 Prozent hergestellt. Die Energie für diese endotherme Reaktion stammt dabei aus der Oxidation des Erdgases. Dabei entsteht CO2. Der Wasserstoff wird für diverse chemische Reaktionen benötigt, Hydrierungen und andere Reduktionen.

    Der Denkfehler liegt darin, dass der Wasserstoff das Erdgas (hauptsächlich Methan) ersetzen soll, denn es steht ja nicht mehr preiswert zur Verfügung. Eine andere Möglichkeit wäre H2 mit ähnlichem Wirkungsgrad durch Elektrolyse zu erzeugen, z.B. aus Solarstrom. Der Wasserstoff müsste dann als Gas (gefährlich, aufwendig) gespeichert werden oder in einer Legierung gelöst werden.

    Eine Deutschlandweites Wasserstoffverbundnetz wäre sehr immens teuer, weil gasförmiger Wasserstoff ein sehr kleines Molekül ist und auch durch Metalle, Dichtungen austreten kann. Explosionsgefahr. Das Verbundnetz müsste daher sehr aufwendig gewartet und überwacht werden. Es wäre auch ein leichtes Ziel für Sabotageakte aller Art, die sogar von Amateuren ausgeführt werden können.

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  • Avatar von Sperrnix
    • Sperrnix

    666 Beiträge seit 30.05.2024

    Antwort auf Re: Eine Wasserstoffindustrie ist vollkommen von Subventionen abhängig von void2void.

    void2void schrieb am 09.06.2024 13:05:

    Wasserstoff wird aus Erdgas im Steam Reforming Verfahren mit einem Wirkungsgrad von 60-70 Prozent hergestellt. Die Energie für diese endotherme Reaktion stammt dabei aus der Oxidation des Erdgases. Dabei entsteht CO2. Der Wasserstoff wird für diverse chemische Reaktionen benötigt, Hydrierungen und andere Reduktionen.

    Der Denkfehler liegt darin, dass der Wasserstoff das Erdgas (hauptsächlich Methan) ersetzen soll

    Nein. Das Erdgas wird durch erneuerbare ersetzt und nur durch Wasserstoff ergänzt, wenn die erneuerbaren nicht ausreichen.

    , denn es steht ja nicht mehr preiswert zur Verfügung.

    Wie teuer ist es denn, Wasserstoff per Elektrolyse aus Erneuerbaren herzustellen?

    Eine andere Möglichkeit wäre H2 mit ähnlichem Wirkungsgrad durch Elektrolyse zu erzeugen, z.B. aus Solarstrom

    Nah dran. Der Plan ist eher Windstrom aus der Nordsee.

    . Der Wasserstoff müsste dann als Gas (gefährlich, aufwendig) gespeichert werden

    Nein.

    oder in einer Legierung gelöst werden.

    Ja. Amoniak.

    Eine Deutschlandweites Wasserstoffverbundnetz wäre sehr immens teuer, weil gasförmiger Wasserstoff ein sehr kleines Molekül ist und auch durch Metalle, Dichtungen austreten kann. Explosionsgefahr. Das Verbundnetz müsste daher sehr aufwendig gewartet und überwacht werden. Es wäre auch ein leichtes Ziel für Sabotageakte aller Art, die sogar von Amateuren ausgeführt werden können.

    Siehe oben: Amoniak.

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  • Avatar von Otto OHM
    • Otto OHM

    mehr als 1000 Beiträge seit 17.09.2016

    So lange geforscht wird ,und das betrifft auch Pilotprojekte ...

    Antwort auf Eine Wasserstoffindustrie ist vollkommen von Subventionen abhängig von rheinmoses.

    ... im industriellen Masstab , wird es ohne Subventionen nicht gehen.
    Erst wenn die ersten Anlagen zu 100 % laufen kann man sich ein Bild über die Kosten machen.
    Leider würde ein sinkender Preis auf grünem Wasserstoff auch Preisdruck auf konventionellen bewirken .
    Das muß überall da bedacht werden wo unsere Industrie in Konkurrenz steht.

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