Die kapitalistische Produktionsweise hat die Kapitalisten reich gemacht und mit diesem Reichtum übten die Kapitalisten eine politische Dominanz über die Bevölkerung aus. Wo die Dominanz gefährdet war, musste der Kapitalist mittels politischer Eingriffe auf Kosten der Gesamtbevölkerung als systemrelevant gerettet werden.
Die Entscheidungen der Herrschenden prägten die Produktionsweise des Massenkonsums. Das Ergebnis kennen wir: Der Preis des Reichtums ist die ökologische Katastrophe.
Was man also ökologische Transformation des Kapitalismus nennt, ist dasselbe Spiel wie immer, der Kapitalist, der abgewirtschaftet hat, soll auf Kosten der Gesamtbevölkerung wieder gerettet werden.
Was die Bevölkerung für diese Rettungsaktion bekommt, ist zunächst mal das Versprechen, es beim nächsten Mal besser zu machen mit Sonne, Wind und Wasserkraft, also mit all dem, was man vor der industriellen Revolution so genutzt hatte, nur diesmal mit kapitalistischer Wundertechnologie.
Das zweite Versprechen ist Weltrettung durch Verzicht. So wie man früher Massenwohlstand generierte, will man jetzt im Verzicht eine höhere Moral verkaufen. Man kauft das gute Gewissen in einer Art Ablasshandel.
Welche der beiden Versprechungen realistisch sind, dürfte leicht zu erraten sein: Wenig Wunder und viel Verzicht.
Nur wozu braucht man die Kapitalakkumulation, wenn man statt Wohlstand den Leuten eine Verzichtsmoral verkaufen will? Ja wohl doch nur, damit die Bevölkerung zu Gunsten der Reichen ein armseliges Leben führt, damit diese weiterprassen können.
Die linke Option kann also nur sein, auf den Widerspruch zu verweisen, während die Christdemokraten, die Grünen und ihre Konsorten den Bock zum Gärtner machen und das als ökologische Transformation beschönigen.
Das Nein zum schweizer CO2-Gesetz in der Volksabstimmung zeigt, dass nicht jede Bevölkerung sich so leicht neppen lässt.