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Avatar von logiko
  • logiko

mehr als 1000 Beiträge seit 20.11.2020

Was soll wirklich gerettet werden?

Die kapitalistische Produktionsweise hat die Kapitalisten reich gemacht und mit diesem Reichtum übten die Kapitalisten eine politische Dominanz über die Bevölkerung aus. Wo die Dominanz gefährdet war, musste der Kapitalist mittels politischer Eingriffe auf Kosten der Gesamtbevölkerung als systemrelevant gerettet werden.
Die Entscheidungen der Herrschenden prägten die Produktionsweise des Massenkonsums. Das Ergebnis kennen wir: Der Preis des Reichtums ist die ökologische Katastrophe.
Was man also ökologische Transformation des Kapitalismus nennt, ist dasselbe Spiel wie immer, der Kapitalist, der abgewirtschaftet hat, soll auf Kosten der Gesamtbevölkerung wieder gerettet werden.
Was die Bevölkerung für diese Rettungsaktion bekommt, ist zunächst mal das Versprechen, es beim nächsten Mal besser zu machen mit Sonne, Wind und Wasserkraft, also mit all dem, was man vor der industriellen Revolution so genutzt hatte, nur diesmal mit kapitalistischer Wundertechnologie.
Das zweite Versprechen ist Weltrettung durch Verzicht. So wie man früher Massenwohlstand generierte, will man jetzt im Verzicht eine höhere Moral verkaufen. Man kauft das gute Gewissen in einer Art Ablasshandel.
Welche der beiden Versprechungen realistisch sind, dürfte leicht zu erraten sein: Wenig Wunder und viel Verzicht.
Nur wozu braucht man die Kapitalakkumulation, wenn man statt Wohlstand den Leuten eine Verzichtsmoral verkaufen will? Ja wohl doch nur, damit die Bevölkerung zu Gunsten der Reichen ein armseliges Leben führt, damit diese weiterprassen können.

Die linke Option kann also nur sein, auf den Widerspruch zu verweisen, während die Christdemokraten, die Grünen und ihre Konsorten den Bock zum Gärtner machen und das als ökologische Transformation beschönigen.

Das Nein zum schweizer CO2-Gesetz in der Volksabstimmung zeigt, dass nicht jede Bevölkerung sich so leicht neppen lässt.

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  • Avatar von KarierterHut
    • KarierterHut

    mehr als 1000 Beiträge seit 15.07.2009

    Antwort auf Was soll wirklich gerettet werden? von logiko.

    logiko schrieb am 15.06.2021 09:01:

    der Kapitalist, der abgewirtschaftet hat, soll auf Kosten der Gesamtbevölkerung wieder gerettet werden.

    Das ist nicht ganz korrekt. Gerettet werden soll das System Kapitalismus, von dem nicht nur, aber natürlich in erheblichem Maße, die Kapitalisten profitieren.
    Die Kapitalisten halten den Kapitalismus am laufen, deshalb müssen sie (als Gruppe, nicht als Person) natürlich ebenfalls gerettet werden.
    Es könnte durchais sein dass bei dieser Rettung die konkreten Personen ausgetauscht werden.

    Nur wozu braucht man die Kapitalakkumulation, wenn man statt Wohlstand den Leuten eine Verzichtsmoral verkaufen will? Ja wohl doch nur, damit die Bevölkerung zu Gunsten der Reichen ein armseliges Leben führt, damit diese weiterprassen können.

    Das ist richtig. Es reicht nicht für alle und die grünen Jünger möchten ihrern Lebensstandard erhalten. Also muss jemand anderes verzichten.

    Die linke Option kann also nur sein, auf den Widerspruch zu verweisen,

    Sie kann die Verteilungsprobleme aber auch nur durch Verzicht lösen denn sie müsste für eine Verteilung in Richtung der ärmeren Staaten der Welt sorgen. Der europäische Arbeiter ist also so uns so gekniffen.

    Das Nein zum schweizer CO2-Gesetz in der Volksabstimmung zeigt, dass nicht jede Bevölkerung sich so leicht neppen lässt.

    Ja, in grinse heute noch. Es besteht noch Hoffnung.

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  • Avatar von linksblockde
    • linksblockde

    625 Beiträge seit 18.01.2021

    Antwort auf Was soll wirklich gerettet werden? von logiko.

    Das Ziel heißt Feudalismus 2.0.

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  • Avatar von cyclist01
    • cyclist01

    mehr als 1000 Beiträge seit 22.07.2011

    Re: sags doch offen

    Antwort auf Was soll wirklich gerettet werden? von logiko.

    Es gibt kein Richtiges im Falschen, es gibt keinen guten Kapitalismus.

    Die Zwänge zum immer Mehr und Mehr sind systemimmanent, da hilft weder eine Sarah und schon gar nicht eine Annalena im Kanzleramt.

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