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Avatar von user128249812
  • user128249812

344 Beiträge seit 16.08.2019

Uboote oder Karrieristen?

Mir stellt sich bei den vielen Fällen von Parteiverwandlungen immer die Frage, sind das Uboote oder einfach nur Karrieregeile Leute ohne eigene Meinung? Oder beides? Es ist schon interessant, das alles was das momentane weiter so auch nur im entferntesten gefährdet sich selbst zerlegt, bzw solange verbogen wird bis es wieder passt.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (09.10.2024 10:12).

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  • Avatar von Johann Beck
    • Johann Beck

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.09.2021

    Antwort auf Uboote oder Karrieristen? von user128249812.

    Ich denke in den Fällen sind die Parteien einfach zu heterogen. Die Grünen sind ein Zusammenschluß von Leuten, die den Umweltschutz bzw. heute eher den CO2 Ausstoß als gemeinsames Thema haben.

    In vielen anderen Fällen haben sie aber unterschiedliche Ansichten. Das kann in Regierungsverantwortung, wo man dann Entscheidungen treffen muss einfach nicht funktionieren.

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  • Avatar von Turas
    • Turas

    143 Beiträge seit 07.03.2023

    Antwort auf Uboote oder Karrieristen? von user128249812.

    Wer die Historie kennt, wird sich nicht wundern. Die Grünen sind als Friendens- Klima- und Graswurzelbewegung gestartet. Davon ist nicht mehr viel übrig geblieben.

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  • Avatar von effess (1)
    • effess (1)

    82 Beiträge seit 20.02.2018

    Antwort auf Uboote oder Karrieristen? von user128249812.

    > Karrieregeile Leute ohne eigene Meinung?

    Genau das. Die innerparteilichen Konkurrenzkämpfe sorgen für eine Negativauswahl. Das habe ich schon vor 25 Jahren entdeckt. Mit jugendlichen Idealismus habe ich Personal- und Sachentscheidungen gesehen, die mein politisches Herz gebrochen haben.

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  • Avatar von DasWoelfchen
    • DasWoelfchen

    mehr als 1000 Beiträge seit 21.01.2003

    Antwort auf Uboote oder Karrieristen? von user128249812.

    user128249812 schrieb am 09.10.2024 10:11:

    Mir stellt sich bei den vielen Fällen von Parteiverwandlungen immer die Frage, sind das Uboote oder einfach nur Karrieregeile Leute ohne eigene Meinung? Oder beides? Es ist schon interessant, das alles was das momentane weiter so auch nur im entferntesten gefährdet sich selbst zerlegt, bzw solange verbogen wird bis es wieder passt.

    Am Interessantesten ist aber, dass es solche "Zerfallserscheinungen" anscheinend nur bei Parteien gibt, die vormals politisch eher "links" zu verorten waren:
    - Die Piraten
    - Die Linke
    - Die Grünen (Ok, die sind seit Joschka Fischer als Außenminister nicht mehr links...)

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  • Avatar von Rumbalotte
    • Rumbalotte

    766 Beiträge seit 06.01.2024

    Re: Spalter

    Antwort auf Re: Uboote oder Karrieristen? von DasWoelfchen.

    DasWoelfchen schrieb am 09.10.2024 12:34:

    user128249812 schrieb am 09.10.2024 10:11:

    Mir stellt sich bei den vielen Fällen von Parteiverwandlungen immer die Frage, sind das Uboote oder einfach nur Karrieregeile Leute ohne eigene Meinung? Oder beides? Es ist schon interessant, das alles was das momentane weiter so auch nur im entferntesten gefährdet sich selbst zerlegt, bzw solange verbogen wird bis es wieder passt.

    Am Interessantesten ist aber, dass es solche "Zerfallserscheinungen" anscheinend nur bei Parteien gibt, die vormals politisch eher "links" zu verorten waren:
    - Die Piraten
    - Die Linke
    - Die Grünen (Ok, die sind seit Joschka Fischer als Außenminister nicht mehr links...)

    Was machen zwei Linke zuerst, wenn sie sich treffen?
    - Sie spalten sich

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (09.10.2024 12:53).

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  • Avatar von Samtiger
    • Samtiger

    mehr als 1000 Beiträge seit 13.01.2004

    Das ist so nicht ganz richtig. Auch alle anderen Parteien haben das Problem,

    Antwort auf Re: Uboote oder Karrieristen? von DasWoelfchen.

    dass je weiter oben in der Hierarchie ein Parteimitglied verortet ist, desto wichtiger ist ihm die Karriere (ließ, das Bankkonto) und unwichtiger irgendwelche Ideale.

    Der Unterschied ist nur, dass die 'linken' Parteien noch so viel Idealismusfragmente in der Basis haben, dass sie daran zerbrechen können.
    Bei den 'rechten' ist das eingepreist und quasi Bedingung für den Parteieintritt; da zerbricht nix mehr.

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  • Avatar von Zeitkind
    • Zeitkind

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.01.2000

    Antwort auf Re: Uboote oder Karrieristen? von DasWoelfchen.

    DasWoelfchen schrieb am 09.10.2024 12:34:

    Am Interessantesten ist aber, dass es solche "Zerfallserscheinungen" anscheinend nur bei Parteien gibt, die vormals politisch eher "links" zu verorten waren:

    Stimmt so nicht. Schaut man ins europäische Ausland, dann gilt das sehr wohl auch für die "rechten" oder "konservativen" Parteien, sei es die DC in Italien oder die Gaulisten etc. in Frankreich - wo es inzwischen schwer fällt noch mitzukommen, RDP, UDP, ..
    In Deutschland gab es mal die Republikaner, die Schill-Partei, die DVU, ... Aber halt auch eine sehr einnehmende rechte Abteilung der CDU, die frei nach FJS rechts die Mauer stabil hielten. Das hat sich geändert, die AfD ist für die CDU eine Bedrohung von rechts geworden. Was mal aus der AfD wird? Wird man sehen, ich rechne nicht damit, daß diese Partei mehr als 10 Jahre überleben wird.

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  • Avatar von Bill Hicks
    • Bill Hicks

    mehr als 1000 Beiträge seit 18.10.2016

    Antwort auf Re: Uboote oder Karrieristen? von Zeitkind.

    Auch die AfD hat ja mehrere Abspaltungen hinter sich...Frauke Petry, Bernd Lucke, Jörg Meuten...

    Bei linken Parteien gab es auch schon diverse Zusammenschlüsse. Die West-Grünen mit Bündnis 90, die Ost-SPD mit der KPD, die PDS mit der WASG, Podemos in Spanien, Syriza in Griechenland, Melonchons Partei in Frankreich.

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  • Avatar von Bill Hicks
    • Bill Hicks

    mehr als 1000 Beiträge seit 18.10.2016

    Antwort auf Re: Uboote oder Karrieristen? von DasWoelfchen.

    Ich halte das für das Werk von U-Booten und dem Zusammenspiel von Medien und Selbstdarstellern.

    Das kann man auch in den USA gut beobachten. Als der ausgesprochen linke Sanders drohte tatsächlich an die Macht zu kommen wurde parteiintern gegen ihn gearbeitet, bis er als linker Jude als frauenfeindlicher, antisemitischer, weißer, alter Mann gebrandmarkt gescheitert war.

    Genau dasselbe bei Jeremy Corbyn in England.

    Bei den Piraten fokussierten die Medien vor allem auf krasse Außenseiter wie die antideutschen mit ihren leicht angreifbaren Auftritten (Bomber Harris- https://m.focus.de/politik/deutschland/bomber-harris-do-it-again-dieser-nackt-protest-gegen-pegida-schockt-dresden_id_4420184.html)
    An der Kombination aus Titten und Bombenwetter kann kein seriöses Schmierenblatt vorbei.

    Bei der Linkspartei ist von woken Themen auch keine Rede mehr, seitdem Wagenknecht die Linke zerlegt hat. Ich vermute hinter vielen Aktionen auch U-Boote um medienwirksam immer wieder Streit in den Vordergrund zu stellen.

    Streit innerhalb einer Partei herbeizuschreiben ist fast das beste Mittel, um eine Partei klein zu machen.

    Als es von den Grünen nichts zu berichten gab, lagen sie bei 25%. Nach einer Biographie, die wissenschaftlichen Ansprüchen nicht genügte(!), einem Bildungsweg den viele nicht einordnen konnten und einigen verbalen Ausrutschern und einer Hetzkampagne von Compact Magazin bis Springer und der CDUCSUAfDPFW später, sind die Grünen nicht mal mehr zweistellig.

    Leute die nicht bis drei Zählen können schwadronieren über die Inkompetenz linker Politik, linker Politiker und Parteien.

    Es ist regelrechte Unbildung, die von Medien auch noch befeuert wird. Statt gegen Dummheit anzuschreiben wird den krankehlenden Vollpfosten auch noch ein Anschein von Recht gegeben.
    Selbst ehemalige Kabarettisten von Gruber über Nuhr und Welke bis Eckert machen mit bei der gegen-Aufklärung.

    Kaum ein Medium beschäftigt sich mit linken Themen oder überhaupt Inhalten oder mal Zahlen, Fakten geschweige denn relevanten Kontexten.

    Höchstens so Randsendungen wie die Anstalt oder Mai Think X arbeiten sich mal an den ganzen Lügengebäuden der letzten Jahre ab und geben den linken Parteien inhaltlich recht.

    Politiker werden zu Memes gemacht. Ricarda Lang als Fett, Özdemir als Kiffer, Habeck als Kinderbuchautor, Hofreiter als Rumpelstilzchen und neuerdings alle als Kriegstreiber.

    Ich habe die Grünen seit Joschka Fischer auch nicht mehr gewählt, aber ich danke ihnen für den Atomausstieg, die Energiewende, die Förderung von Batterie- und Energietechnik-Forschung, die Einführung der Ehe für alle, das Klimaschutzgesetz, die europaweite Gentechnikfreiheit im Essen, das Bio-Label, die Recyclingsysteme, den Kampf gegen Rechts, für Gleichberechtigung und ihr Engagement für Familien, Kinder und Arbeitslose.

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