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  • logiko

mehr als 1000 Beiträge seit 20.11.2020

Verzicht und Büßerpolitik der Selbstkastraten

Der Übergang von der Überflussgesellschaft mit seiner Wohlstandvermehrung, die den Kapitalismus legitimiert, in eine Verzichtsgesellschaft, die natürlich eine Verbotsgesellschaft mit entsprechenden Verteuerungs- und Überwachungsmaßnahmen ist, mündet in eine Spaltung der gesellschaftlichen Gruppen, die die Demokratie zerreißt und die Diktatur legitimiert.

Tatsächlich fordert die Verzichtsgesellschaft immer den Verzicht des anderen bei gleichzeitiger Privilegierung des eigenen Lebensstandards, weil man ja um so viel nützlicher ist, als die wertlosen anderen. Wer Gesellschaft kennt, weiß, dass der wertlose andere immer der wehrlose andere ist, also der Klassenfeind.
Wie soll denn eine Verzichtsgesellschaft funktionieren, wo für den Reichen Verzicht bedeutet, dass neben den üblichen zwei Autos im Jahr, die man sich leistet, nun noch ein wasserstoffbetriebenes Fahrzeug und ein Elektroauto hinzukommt und der Arme dafür den Katalog seiner Minderwertigkeit in der Bestrafungsliste genießen darf, Sommerurlaub weg, Auto weg, Häuschen weg, Bankkonto weg und dafür Bohneneintopf statt Schnitzel? Und wer nun sagt, das haben die ohnehin nicht, die faulen Säcke: Stimmt, für die Hälfte davon gilt lebenslang, dass nun auch der Traum weg ist, es mal zu einem annehmbaren Leben mit ein paar Konsumartikeln, die nicht bloß Plunder sind, zu bringen – vom Tellerwäscher zum Millionär.

Und wozu das Ganze? Die Welt wird nicht durch Westeuropa zu retten sein, wenn der eigene Verzicht nicht rigoros an den Verzicht der anderen gekoppelt wird, die Weltbevölkerungszahl um die Hälfte zu reduzieren.
Dabei ist jetzt schon klar, die Restwelt diskutiert die Weltrettung nur auf die eine Art: Die Westler allein sind für die Weltrettung mit Vorleistung und Verzicht zuständig, man selbst dreht seine Taschen um und stellt fest, man hat nichts, worauf zu verzichten sei, also erstmal her mit dem Entwicklingsgeld und auf das schweizer Bankkonto der Gewaltherrscher, die überall das Sagen haben, damit ökologischer Fortschritt möglich wird.
Aus der Weltrettung wird ganz gewiss nichts werden mit der Büßerpolitik der Selbstkastraten aus dem Westen., deren Land mit Massenmigration abgefüllt wird bis zur Selbstaufgabe.

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