Wenn sich grundsätzlich nichts ändert, dann weil das zugrundeliegende Wirtschaftssystem nicht in Frage gestellt wird. Heutige Bauern sind weitgehend eingemeindet in die neoliberale Verwertungsmaschine. Leute wie Ruckwied locken sie auf den Verschuldungsleim und anschliessend werden sie von Konzernen ausgekauft, die dann landwirtschaftliche Angestellte beschäftigen... Glyphosat gehört da ins Bild. Vielleicht ist es wichtig, drauf hinzuweisen, dass das Zeug woanders, etwa im südamerikanischen Cono Sur in gigantischen Mengen in der Soja-no till-Landwirtschaft eingesetzt werden und mittlerweile riesige Aquifer zu kontaminieren beginnen.
Zu den Bienen. Niemand behauptet, Glyphosat sei der Haupt- oder gar der Alleingrund für die hohen Völkerverluste. Selbstverständlich gibts dafür einen ganzen Strauss an Gründen, von denen die Landwirtschaftsgiftbelastung - wie immer man diese Substanzen gern nennen möchte -, nur ein Aspekt ist.
Es stimmt gewiss, dass die Honigbiene nicht ausstirbt. Die Völker werden fleissig ersetzt. Vom Aussterben bedroht sind dagegen tendenziell alle anderen Insektenarten, auch diejenigen, die ebenfalls zur Bestäubung menschlicher Nahrungspflanzen beitragen. Ihre übrigen ökosystemischen Leistungen werden spätestens dann ins menschliche Bewusstsein rücken, wenn sie nicht mehr erbracht werden.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (19.02.2021 20:58).