Ein Planet, der ungastlicher wird, fordert uns dazu heraus, unsere Wirtschaftsweise und die Formen unseres Zusammenlebens vollkommen neu zu erfinden und neue Formen der Solidarität zu entwickeln.
Solidarität war das Hohelied in der DDR und den anderen „sozialistischen“ Staaten. „Vom Ich zum Wir“ war damals die Losung. Eigeninteressen hinter die gesellschaftlichen stellen. Das waren die ethischen Ansprüche damals in der DDR. Nach der „Wende“ erklärte man uns, wie schlimm, verwerflich und menschenverachtend diese Positionen wären, dass durch sie das System in den Untergang getrieben worden sei. Nur die „Freie Marktwirtschaft“ würde der Menschheit Wohlstand und Glück bringen! Hört! Heute, nach dem voraussehbaren Schiffbruch dieser kapitalistischen Marktwirtschaft wird wieder der Ruf, der Hilfeschrei, nach Solidarität laut, nach einer zwischenmenschlichen Beziehung, die dem kapitalistischen Wirtschaftssystem zutiefst zuwider ist. Sie soll uns vor dem Weltuntergang retten. Ja, sie wird bitter nötig sein. Aber sie wird erst wieder entstehen, wenn das verbliebene Resthäuflein der Menschheit in der allertiefsten Sch... sitzt, und versucht, sich aus diesem Jammertal, in das die Menschheit sich selbst durch ihre ungebremste kapitalistische Gier hineinmanövriert hat, herauszukommen. Ob nach erfolgter Rettung nicht wieder die Gier das Sagen bekommt, ist ungewiss. Sie ist womöglich eine inhärente Eigenschaft unseres Menschseins. Dann gute Nacht!