Man sollte nicht vergessen, dass inzwischen einem Großteil der Bevölkerung praktisch ein ganzes Lebensjahr verloren gegangen ist. Es gibt sicher manche, die nicht viel gelitten haben, aber man sollte nicht vergessen:
- Die Kinder, denen ein ganzes Schuljahr geschrottet wurde, so dass sie die Wahl haben zwischen Lücken in der Bildung, Wiederholung eines Schuljahres und Hinterherhecheln hinter einem Lehrplan, der während ihrer Restschulzeit bestimmt nicht mehr an die Folgen des Lernausfalls angepasst wird. Hinzu kommt ein wichtiges Jahr in der persönlichen Entwicklung (bei Kindern ist jedes Jahr wichtig) ohne Sport, Aktivitäten mit Freunden, Besuche von Großeltern, Discobesuche, usw.
- Die Berufstätigen und Selbstständigen, die ihren Job verloren haben oder verlieren werden, denen die Existenz genommen wurde und die den Rest des Lebens die Schulden abarbeiten müssen, die sie jetzt angehäuft haben.
- Die Arbeitnehmer, die flexibel vom Couchtisch weiter arbeiten müssen und trotzdem um ihren Job bangen müssen, da die ganze Wirtschaft langsam im Chaos versinkt. Und denen zum Abbau des ganzen Stresses als einzige Freizeitaktivität nur Spazieren gehen geblieben ist.
- Die Familien, die jetzt seit einem Jahr im Ausnahmezustand sind, die kurz vor der Scheidung stehen und wo der ganze Druck sich jetzt in der Wohnung anstaut. Die sich unter erschwerten Bedingungen um Kranke und Alte kümmern müssen, die man nicht besuchen darf. Die nicht einmal die Schuhe und Klamotten für ihre weiter wachsenden Kinder normal kaufen können. Und die sich eine ganze IT nebst Support und ausreichend Räumlichkeit aus den Rippen schneiden müssen.
- Und nicht zuletzt die Alten, denen man diese Maßnahmen auch aufgezwungen hat. Sie verbrachten ihr vielleicht letztes Lebensjahr in Isolation, durften nicht besucht werden, haben sich aus Angst selber eingeschlossen und Lebensqualität und -Erwartung durch soziale Isolation und Lockdown eingebüßt. Sie dürfen keinen Sport machen, Kneipen oder Cafes besuchen, zum Schwimmen oder in die Sauna gehen, oder Reisen machen. Dementen schwindet das Hirn und Schwerkranken das Leben ohne dass sie ihre Lieben sehen dürfen.
Die Corona-Maßnahmen dürften Deutschland im Schnitt mehr als 50 Millionen Lebensjahre gekostet haben. Und da unsere Regierung lieber eine ganze Nacht tagt, um Wortkreationen wie "Ruhetag" zu erfinden, statt zu überlegen, wie Impfstoff ins Land kommt, Schulen Lüftungen bekommen und Hilfen die wirklich Bedürftigen Kleinbetriebe und Selbstständigen erreichen, gilt weiterhin:
"Noch drei Lockdowns, dann ist wieder Weihnachten!"