Schon die erste Strategie "Flatten the curve" hätte eigentlich den meisten zeigen können, dass die Sterbenden keine Rolle spielen, solange sie über einen Zeitraum verteilt sind, der zwar die Überlastung der Intensivstationen verhindern könnte, aber vor allem erlauben sollte unter dem Radar von Corona mit Masken, Homeoffice, Homeschooling und Hygienekonzepten möglichst weiterzumachen, wie bisher, um der Wirtschaft so wenig, wie möglich zu schaden (Und mit den Hilfen auch wieder Steuergelder in die Wirtschaft umzuverteilen).
Jegliche Forderung nach "intelligenten Lösungen" sind Derivate dieser wirtschaftsfreundlichen Kaugummi-Strategien und werden deshalb auch so unermüdlich von FDP und CDU-Länderchefs eingefordert, auch wenn längst evident ist, dass diese wirtschaftsfreundlichen Lösungen keine Situation wie im Winter verhindern.
Das hat einerseits zu massiver Unzufriedenheit mit den Maßnahmen geführt, weil man damit die Leute mit Homeoffice und Homeschooling doppelt belastet hat und die Hilfen nicht rechtzeitig ankamen und nicht zur Entlastung und Entspannung der Situation geführt haben und man hat letztlich auch die Pandemie damit wie einen Kaugummi in die Länge gezogen.
Die Menschen haben das alles gerne mit dem Prinzip Hoffnung geglaubt, anstatt zu begreifen, wie dünn die Decke der Zivilisation ist und dass man außer Kontaktbeschränkungen selbst bei einer relativ milden Pandemie, wie dieser, nichts ins Spiel bringen kann, bis ein Impfstoff da ist.
Und nicht vergessen: Ein wirklich harter Lockdown hätte vor allem am Anfang der Pandemie bei sehr niedrigen Inzidenzen alles entscheiden können. Der hätte aber mindestens Europaweit sein müssen.
Vielleicht lernen es die Kinder wenigstens im Geschichtsunterricht, später mal in 20 Jahren. :(