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  • SoShy

mehr als 1000 Beiträge seit 01.09.2018

Putin ist doch kein Zufall. Er ist das gewünschte Produkt seines

sozialististischen und kommunistischen Staates. Und in der langen Tradition russischer Präsidenten darf man ihn wohl als ein relativ gemässigten und vernünftigen Staatsmann einstufen. Mit dem Leid, mit dem die Gründungsmitglieder Lenin und Stalin aufwarten konnten, kann Putin bis heute im Faktor 100 nicht mithalten, obwohl er bei seinem Start vor einem ähnlichen Scherbenhaufen stand.

Ich frage mich, wie kommt es, dass plötzlich ein einzelner Mann an der ganzen Misere in die sich der russische Staat aktuell begeben hat, die Schuld trägt? Wieso greift man die kommunistische Ideologie oder den toxischen Teil seiner sozialistischen Ideologie nicht an?

Wieso können die deutsche und amerikanischen Professoren, die auf dieser Schiene arbeiten, Ihre Agenda ungestört weiter betreiben? Wieso können linke Journalisten weiter Ihre Narrative spinnen und wieso wird die Europäische Zentrale der nächsten EUDSSR nicht ins Feuer genommen?

Immer wenn ein Bolsonara eine Entscheidung trifft, werden in Deutschland alle rechte Politiker und die Kapitalisten angegriffen und verunglimpft. Trump braucht nur den Mund aufzumachen und schon geht die Rundumkritik an allem und jedem Rechten wieder los.

Nur die Linken, die als Präsidenten eines nun 100 Jahre alten und nach sozialistischen oder kommunistischen Regeln betriebenen Staates tätig sind, haben auf mystische Weise nichts mit den installierten Ergebnissen Ihrer linken Ideologien zu tun. Der deutsche Professor oder Journalist, der sich als Marxist oder Postmodernist sieht, will mit dem Endresultat der von ihm propagierten Politik nicht das Geringste zu tun haben? Wieso soll ein solcher Professor mit dieser Aussage davonkommen?

Während sich sein rechter Kollege dauernd anhören muss er sei Nazi und seine Ideologie würde zu rechten Diktaturen führen. (Das zweite Beispiel ist natürlich in Deutschland hypothetisch, da man den rechten Prof. an den meisten Uni's schon lange entlassen oder raus geekelt hätte.)

Also warum die auf Putin zugeschnittene Debatte? Nun, wenn der irrationale Diktator selbst als Problem identifiziert werden kann, können unser marxistischer Professor und seine postmodernistische Kollegin weiterhin Ihrer Demokratie und Kapitalismus zersetzenden Politik nachgehen. Und das ist es, was sich die immer weiter entwickelnde feudalistische EUDSSR in Brüssel und Ihre Chefin in Washington wünschen. Sozialismus auf Billigniveau für das Volk und eine feudalistische Elite, die den Laden steuert und von ihm profitiert.

Deshalb:
Das Kasperletheater spielt heute für Sie:
"Putin, das böse Krokodil".

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  • Avatar von Destao
    • Destao

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.01.2004

    Antwort auf Putin ist doch kein Zufall. Er ist das gewünschte Produkt seines von SoShy.

    SoShy schrieb am 09.03.2022 15:47:

    Ich frage mich, wie kommt es, dass plötzlich ein einzelner Mann an der ganzen Misere in die sich der russische Staat aktuell begeben hat, die Schuld trägt? Wieso greift man die kommunistische Ideologie oder den toxischen Teil seiner sozialistischen Ideologie nicht an?

    Das Witzige daran ist, dass Putin (oder allgemeiner: den Russen) im Westen die ganze Bandbreite vorgeworfen wird: Neoliberaler, Kommunist, Faschist - man darf sich das politische Scheixhaus quasi aussuchen, in dem er angeblich sitzt.

    Meine Sicht darauf: Die eigentliche Problematik liegt für den Westen woanders. Die Wirtschaftspolitik der Russen, und nochmehr der Chinesen, imitiert momentan eine der erfolgreichsten Phasen westlicher Wirtschaftsentwicklung - nämlich den Keynesianismus. Das allerdings mit stärkerer Einflussname des Staates auf lang- und mittelfristige Planung und saubererer Trennung von Wirtschaft und Staat, als wir es jemals hatten. Darin liegen Gefahren, aber auch ein hohes Potential.

    In China lassen sich die Früchte dieser Politik schon lange nicht mehr verheimlichen, und auch in Russland hat sich die durchschnittliche Kaufkraft seit Jelzin versechsfacht.

    Jetzt wird das Lebensniveau erst einmal wieder fallen. Aber halt für alle, nicht nur für die "Kommunisten"...

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  • Avatar von shandar
    • shandar

    mehr als 1000 Beiträge seit 25.06.2009

    Putin hat dafür gesorgt, dass es nur noch Putin gibt

    Antwort auf Putin ist doch kein Zufall. Er ist das gewünschte Produkt seines von SoShy.

    SoShy schrieb am 09.03.2022 15:47:

    Ich frage mich, wie kommt es, dass plötzlich ein einzelner Mann an der ganzen Misere in die sich der russische Staat aktuell begeben hat, die Schuld trägt?

    Putin ist für den Kurs des aktuellen Russlands verantwortlich. Man schaue sich nur an, wie er öffentlich seine Führungselite abkanzelt. Da stammelt die zweite Ebene nur noch Zustimmung.

    Er hat ja auch vieles richtig gemacht. Das Chaos und Elend nach dem Zusammenbruch der SU hat er relativ gut in den Griff bekommen. Viele Russen sind ihm zu Recht dafür dankbar.

    Jetzt stürzt er das Land in das nächste Chaos. Auch dafür ist er verantwortlich.

    Die Züge aus dem Land sind überfüllt mit Russen. Es müssen Zusatzzüge Petersburg - Finnland eingerichtet werden.

    Putin wird die freie Ausreise beenden müssen. Andernfalls wird Russland auch noch der Brain-Drain schwer zu schaffen machen.

    Wieso greift man die kommunistische Ideologie oder den toxischen Teil seiner sozialistischen Ideologie nicht an?

    Putin hat den Kommunismus und die SU offen verurteilt. Er bewundert Kant, Goethe und andere Freidenker.

    Seine Ideale liegen ganz offensichtlich weiter zurück:
    https://orf.at/static/images/site/news/20140312/ukraine_krim_putin_rede_body_tuer_a.4547338.jpg

    So will er gesehen werden. Solche Bilder gibt es jedes Jahr.
    Dazu hofiert er die Orthodoxie.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (10.03.2022 10:59).

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