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  • kaept'n finn

mehr als 1000 Beiträge seit 05.02.2003

Sind die Klimaproteste überhaupt noch notwendig?

Deutschland hat sich gerade strategisch derart positioniert, dass wir uns wahrscheinlich auf eine kommende Deindustrialisierung einstellen können, die sich gewaschen hat. Für die Forderungen der FFF-Bewegung begüglich Klimazielen dürften damit alle Weichen nicht nur gestellt, sondern auch festgeschweißt sein.

Die Frage sollte jetzt eher sein, wie wir aus dieser äußerst ungünstigen Ausgangslage das beste machen können. Ich sehe uns mittelfristig als eine Puffer-Region* zwischen einem Eurasischen-Block aus Russland und China sowie den USA+Kanada. Beide dieser Blöcke verfügen über genügend Rohstoffe, um letztendlich nicht auf den Rest der Welt angewiesen zu sein - auch wenn die Übergangsphase kein Zuckerschlecken wird - die haben zumindest das Potential.

Europa hingegen ist im Gegensatz zu den USA und Russland extrem rohstoffarm. Unsere Wirtschaft kann, so wie sie ausgerichtet ist, nicht in ein autonomes System umgebaut werden. Was ist hier der langfristige Plan? Mich gruselt, dass unsere europäischen Staatenlenker könnten tatsächlich so naive Amateure sein, dass sie überhaupt keinen Plan haben, der über die nächste Legislaturperiode hinausreicht :(

* Dieser Status als Puffer-Region macht es in meinen Augen übrigens wichtig, dass wir auf eine neutrale Ausrichtung Europas hinarbeiten. Eine gut ausgestattete reine Verteidigungsarmee halte ich für wichtig, allerdings sollten wir uns nicht bedignungslos an einen Block binden und alle konfrontativen Schritte mitmachen, die uns befohlen werden. Sonst finden wir uns in ein paar Jahrzehnten in einer ähnlichen Situation wieder, wie derzeit die Ukraine. Inklusive Korruption und Extremismus-Problem - das kommt mit dem Niedergang der Wirtschaft fast von ganz alleine.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (25.03.2022 18:01).

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