FFF glauben, mit der Forderung an Russland nach einer sofortigen Beendigung des Ukrainekrieges und der Forderung an Deutschland, nach einer sofortigen Beendigung der Öl- und Gasimporte aus Russland, dem Klimaschutz zu dienen. Sie tun und bewirken damit das Gegenteil:
Dem Überfall auf die Ukraine ging eine monatelange Ignoranz des Westens gegenüber den u.a. in den KSZE-Verträgen verbrieften Rechten Russlands voraus, im Falle einer Nato-Osterweiterung auf Sicherheitsgarantien bestehen zu können – z.B. den Verzicht auf einen Natobeitritt der Ukraine und die Stationierung Erstschlag-fähiger Raketenabschußrampen. Auch junge Leute wie die FFF sollten die Geltung internationaler Verträge auf anderen Gebieten ebenso anerkennen, wie sie dies im Falle der Klimaabkommen tun. Gleichfalls die nationalen Sicherheitsinteressen anderer Länder, so wie sie dies gerne für den Westen in Anspruch nehmen. Aber sie scheinen bereits das gespaltene Rechtsverständnis der Grünen Partei zu haben, dem im Falle eines Angriffskrieges der Nato, jedes Mittel, ja sogar das Flächenbombardement von Städten, wie in Belgrad damals beim ersten Angriffskrieg nach dem 2. Weltkrieg geschehen, Recht war, um Sicherheitsbedürfnisse von Minderheiten - damals im Kosovo - zu schützen, währendem den Russen in der Ostukraine heute, für die Putin in den Krieg zog, offenbar nur geringeres Recht zugebilligt wird. Wer so einseitig Partei nimmt für die westlichen Interessen wird mit seinen Klimaschutzforderungen künftig wohl nur mehr schwer Anklang finden im Rest der Welt.
Und wer dann auch noch akzeptiert, dass der Westen alle Brücken nach Osten abreißt, indem er das russische Gas durch das absolute umweltschmutzige US-amerikanische Fracking-Gas ersetzt, dem fehlen alle gesunden Instinkte für Abkommen überhaupt, vor allem auch die Klimaschutzabkommen: FFF verlassen damit den stillschweigenden Konsens der Weltgesellschaft, dass der Klimawandel nur durch gemeinsame Anstrengungen der Länder in einer, nicht in Blöcke geteilten, Welt bekämpft werden kann! Genau dieser Blockteilung leistet die Forderung von FFF Vorschub, weil sie Russland zur Blockbildung mit China, Indien, Iran u.a. förmlich zwingen – wenn nicht gar zu einer nuklearen Lösung.
Am Beispiel der FFF sieht man die Schädlichkeit des Einflusses der Parteipolitik auf Volksbewegungen: Parteien sind, wie Staaten und wie profitorientierte Unternehmen absolut kaltschnäuzige neurasthenische Organisationen, denen die menschlichen Bedürfnisse und Gefühle völlig egal sind und nur wert "richtig", d.h. manipulativ eingesetzt zu werden. Je schneller FFF dies erkennen, desto schneller werden sie zu einer menschendienlichen Klimaschutzpolitik zurückkehren können. Ansonsten trifft das Sprichwort: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
Ihre mutigen Forderungen müßten lauten:
-Stopp der Waffenlieferungen an die Ukraine und Angebot des Westens an Russland zu Verhandlungen über eine Neutralität der Ukraine.
-Aufrechterhaltung des Öl- und Gas-Bezugs aus Russland und dessen Bezahlung in Rubel.
-Verhinderung einer Aufteilung der Welt in zwei Blöcke, die alle Klimaschutzabkommen zur Makulatur machen werden!!