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    mehr als 1000 Beiträge seit 24.06.2004

    Antwort auf Re: Schlechtes Geschäftsmodell von Walter V..

    Walter V. schrieb am 29.08.2022 10:54:

    murdock01 schrieb am 29.08.2022 10:48:

    Wie wäre es mit einem "Sondervermögen"? Hat im Fall der Bundeswehr für die knapp dreifache Menge an Kohle (100Mrd.) doch auch nahezu geräuschlos geklappt?

    Das wäre die Steuerlösung wie bei der Lufthansa, egal wie man das tauft. Aber anscheinend wollte sich die Bundesregierung darauf nicht einlassen. Möglicherweise ändert sich das gerade, weil Habeck seinen Hals retten will.

    Hmm, das muss nicht unbedingt eine Steuerlösung sein. Der deutsche Staat kann sich derzeit fast zum Nulltarif Geld beschaffen und dieses Geld dann aus den Gewinnen, die die Importeure in Zukunft erzielen, wieder zurückführen. Erzielen die Importeure allerdings auch in Zukunft keine Gewinne, ist die Rettungsnummer sowieso zwecklos.
    Und was ist im Übrigen mit Finnland? Uniper gehört zu 78 Prozent dem finnischen Konzern Fortum, an dem wiederum der Staat Finnland mit knapp 51 Prozent beteiligt ist.
    In welcher Höhe trägt eigentlich Finnland zur Rettung von Uniper bei?

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  • Avatar von Patriotischer Souverän
    • Patriotischer Souverän

    mehr als 1000 Beiträge seit 05.06.2007

    Antwort auf Re: Schlechtes Geschäftsmodell von Walter V..

    Der Sinn und Zweck von Antimonopolgesetzen war und ist es solche Situationen zu verhindern!
    In einem funktionierenden kapitalistischen System gibt es kein 'too big to fail'. Wer Mist baut geht Pleite und die Konkurrenzunternehmen freuen sich über mehr Kunden.

    Uniper retten? Wozu? Wenn überhaupt,dann kommt nur die 100% Verstaatlichung für einen symbolischen 1€ in Frage. Und das gilt nicht nur für Uniper, sondern für alle Monopolkonzerne die Pleite gehen.

    Beste Grüße!
    PS

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  • Avatar von Crownsilver
    • Crownsilver

    187 Beiträge seit 09.01.2003

    Antwort auf Re: Schlechtes Geschäftsmodell von Walter V..

    Warum will man jemanden retten der Missmanagement betrieben hat? Wenn die Stadtwerke das nicht getan haben, dann sollte man doch bitte die zu anderen Versorgern umschichten und die Differenz die das dann die Stadtwerke mehr kostet "retten".

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  • Avatar von Karolis
    • Karolis

    mehr als 1000 Beiträge seit 25.01.2021

    Antwort auf Re: Schlechtes Geschäftsmodell von 6527.

    Eine Existenzgefahr für Banken besteht auch bei unzureichender Liquidität. Hintergrund ist die erlaubte Fristentransformation, das heißt die Praxis der Banken, auch langfristige Kredite (z. B. Baudarlehen) teilweise mit kurzfristigen Einlagen (z. B. Sichteinlagen) zu refinanzieren. Wenn viele Anleger innerhalb kurzer Zeit ihr Geld bei einer Bank abheben, dann kann die Bank ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen, weil sie die Gelder langfristig verliehen hat.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Bankenkrise

    Als die Kunden nervös wurden wegen der schlechten Risiken wurde den Banken die Fristentransformation zum Verhängnis. Die maroden Kredite selbst waren gar nicht so das Problem, sondern der Liquiditätsengpass.

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  • Avatar von 6527
    • 6527

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    Antwort auf Re: Schlechtes Geschäftsmodell von Karolis.

    Karolis schrieb am 29.08.2022 11:54:

    Eine Existenzgefahr für Banken besteht auch bei unzureichender Liquidität. Hintergrund ist die erlaubte Fristentransformation, das heißt die Praxis der Banken, auch langfristige Kredite (z. B. Baudarlehen) teilweise mit kurzfristigen Einlagen (z. B. Sichteinlagen) zu refinanzieren. Wenn viele Anleger innerhalb kurzer Zeit ihr Geld bei einer Bank abheben, dann kann die Bank ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen, weil sie die Gelder langfristig verliehen hat.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Bankenkrise

    Als die Kunden nervös wurden wegen der schlechten Risiken wurde den Banken die Fristentransformation zum Verhängnis. Die maroden Kredite selbst waren gar nicht so das Problem, sondern der Liquiditätsengpass.

    Das kann eine Bank Krise auslösen, in 2008 waren jedoch Finanzmarktprodukte (z.B. Kreditverbriefungen) aus den USA die Ursache, und wenn eine Bank bei Finanzmarkprodukten, die vorher einen Wert darstellten den Wert auf Null stellen muss, dann gibt es natürlich ein Problem.

    Die Bundesregierung war dann aber so nett und hat den Banken und den Reichen ihre wertlosen Finanzmarktprodukte zum ursprünlichen Wert abgekauft und in Schattenbanken ausgelagert, wo sie dann im Laufe der Zeit abgeschrieben wurden.

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  • Avatar von Karolis
    • Karolis

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    Antwort auf Re: Schlechtes Geschäftsmodell von 6527.

    Das Geld mit dem die Papiere gekauft wurden, stammte direkt aus der Notenpresse der EZB. Mit ein Grund warum schon vor dem Wirtschaftskrieg die Inflation anstieg.

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  • Avatar von fette henne
    • fette henne

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.10.2015

    Antwort auf Re: Schlechtes Geschäftsmodell von Walter V..

    Die Frage ist allerdings, wieso etwa im Gegensatz zur Lufthansa-Rettung nur die Gaskunden dafür aufkommen sollen und nicht die Steuerzahler allgemein und wieso Unternehmen davon profitieren sollen, die sich nicht in einer Notlage befinden.

    Genau diese Frage treibt mich als Gaskunde auch um.
    Wenn die Allgemeinheit angeblich diese Sanktionen will, was ich nicht glaube, so sollen doch auch alle daran beteiligt werden, nicht nur die Gaskunden, oder?
    Im Übrigen: Zu Zahlen aus ominösen Umfragen und breit kommuniziert von unseren Medien habe ich kein Vertrauen und glaube so etwas erstmal nicht.

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  • Avatar von 6527
    • 6527

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    Antwort auf Re: Schlechtes Geschäftsmodell von Karolis.

    Karolis schrieb am 29.08.2022 12:20:

    Das Geld mit dem die Papiere gekauft wurden, stammte direkt aus der Notenpresse der EZB. Mit ein Grund warum schon vor dem Wirtschaftskrieg die Inflation anstieg.

    hm, wie auch immer, die "Rettungsgelder" nicht nur Deutschlands, kann man danach am Schuldenstand der betroffenen Länder ablesen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Staatsverschuldung_Deutschlands#/media/Datei:Eurostat.png

    Wenn du darauf hinauswillst, das seinerzeit leistungslos Gelder (oder nenn es Betrug) in die USA fließen, und das es im Schatten der Gaskrise ein mal mehr so ist, dann muss ich Dir wohl doch zustimmen.

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