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    Antwort auf Re: Ist eigentlich klar, was genau das Problem bei Uniper ist? von Obatztefixer.

    Obatztefixer schrieb am 29.08.2022 11:58:

    Gazprom liefert genau das, was vertraglich vereinbart ist.

    Nein, Russland liefert nicht die vertraglich vereinbarte Menge.

    Dazu hast du sicherlich eine Quelle?

    Putin hat mehrfach gedroht die Lieferungen zu drosseln und dies auch umgesetzt

    Ja, habe ich etwas anderes behauptet?
    Nur, dass Gazprom vorher weitaus mehr geliefert hat, als vertraglich vereinbart war. Genau um diese Mehrmenge wurde gekürzt.

    da über NS1 genau das noch geliefert wird, was auch bestellt wurde.

    Russland liefert nur noch einen Bruchteil der vereinbarten Menge. Etwas anderes zu behaupten ist schlichtweg Unsinn

    Ok, dann kannst du das sicher belegen?

    Russland läßt gar nichts leerlaufen, das übernehmen die Gasimporteure.

    Auch das ist Unsinn, bis zum Beginn des Krieges gehörte ein Teil der Speicher Gazprom, unter anderem der größte Gasspeicher in Rehden, und damit faktisch dem russischen Staat. Und der hat diese Speicher schon im letzten Jahr leer laufen lassen

    Ja, der in Rehden gehörte zuerst Astora, später Gazprom Germany. Den hat Gazprom tatsächlich leerlaufen lassen. Da nuss ich dir Recht geben. Allerdings stellt der Speicher 1/5 der in Deutschland vorhandenen Erdgasspeicher dar, was ist mit den anderen 4/5? Die gehören nicht Gazprom.

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    Geschäftsbericht offenbart Zockerei

    Antwort auf Ist eigentlich klar, was genau das Problem bei Uniper ist? von M.O.I Abt. Wiederbeschaffung.

    M.O.I Abt. Wiederbeschaffung schrieb am 29.08.2022 08:58:

    Die grundsätzliche Frage ist doch schon, was ist bei Uniper eigentlich so schief gelaufen, dass Uniper sich um 23 Milliarden (!!) verspekuliert hat?

    Und warum soll die Allgemeinheit ein Unternehmen retten, das sich um 23 Milliarden verzockt hat? Und dann noch quasi "bedingungslos" ?!?

    Wie konnte das überhaupt passieren bei Uniper? Hat Uniper Gasmengen vertickt, für die Uniper noch gar keine Einkaufsverträge hatte?

    Die Sache mit den angeblichen Lieferkürzungen Russlands, was derzeit als Ursache für die Schieflage bei Uniper angegeben ist, ist so nicht wirklich nachvollziehbar. Zumindest bis April hat Russland noch maximal geliefert, d.h. die Pipelines waren voll ausgelastet. Alle Piplines. Erst im Mai mit dem Lieferstopp durch die Jamal-.Pipeline und mit der Wartung von Nordstream-I im Juli wurden die "Durchflussmengen" reduziert.

    Da muss es also noch andere Ursachen geben, wenn Uniper für das erste Halbjahr 2022 einen Verlust von fast 13 Milliarden angibt. Denn der Zeitraum war von einer Kürzung der Liefermengen - zumindest was Deutschland angeht - nicht betroffen.

    Und wie soll das weitergehen? Nächstes Jahr nächste "Rettungsaktion" ? Noch mehr Umlagen, wie die Speicherumlage?

    Geschäftsbericht S.32...
    https://www.uniper.energy/sites/default/files/2022-05/2022-02-23_Uniper_Gesch%C3%A4ftsbericht_2021.pdf

    ~2,26 Mrd KWh Absatz
    ~0,36 Mrd kWh langfristige Einkaufsverträge.
    Und das übliche Sommerpreisloch fiel dieses Jahr aus, weil Russland derzeit nur noch Langfristmengen (zu den Langfristkondidtionen) liefert und keine Neuaufträge am Spotmarkt annimmt mit Verweis auf laut Scholz doch gar nicht fehlende Turbinen, von denen Kanada nun aber plötzlich fünf weitere zurückzugebende bei sich entdeckt haben will...
    Hätte Uniper aber nicht überraschen dürfen, denn die zusätzlich geringen Speicherfüllstände nach dem kurzfristigen Verkloppen der Vorräte im letzten Jahr haben eine Rangelei um's billige Sommergas eigentlich bereits absehen lassen.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (29.08.2022 14:09).

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    Antwort auf Re: Ist eigentlich klar, was genau das Problem bei Uniper ist? von Obatztefixer.

    Obatztefixer schrieb am 29.08.2022 11:58:

    Gazprom liefert genau das, was vertraglich vereinbart ist.

    Nein, Russland liefert nicht die vertraglich vereinbarte Menge. Putin hat mehrfach gedroht die Lieferungen zu drosseln und dies auch umgesetzt

    selbst WENN russland nicht wie vertraglich vereinbart geliefert hätte - unser baerblökchen hat ja gefordert russland wirtschlaftlich ruinieren zu wollen, warum sollte sich russland jetzt überhaupt noch an verträge halten?

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    Antwort auf Re: Ist eigentlich klar, was genau das Problem bei Uniper ist? von .

    murdock01 schrieb am 29.08.2022 13:26:

    Obatztefixer schrieb am 29.08.2022 11:58:

    Gazprom liefert genau das, was vertraglich vereinbart ist.

    Nein, Russland liefert nicht die vertraglich vereinbarte Menge.

    Dazu hast du sicherlich eine Quelle?

    Putin hat mehrfach gedroht die Lieferungen zu drosseln und dies auch umgesetzt

    Ja, habe ich etwas anderes behauptet?
    Nur, dass Gazprom vorher weitaus mehr geliefert hat, als vertraglich vereinbart war. Genau um diese Mehrmenge wurde gekürzt.

    da über NS1 genau das noch geliefert wird, was auch bestellt wurde.

    Russland liefert nur noch einen Bruchteil der vereinbarten Menge. Etwas anderes zu behaupten ist schlichtweg Unsinn

    Ok, dann kannst du das sicher belegen?

    Russland läßt gar nichts leerlaufen, das übernehmen die Gasimporteure.

    Auch das ist Unsinn, bis zum Beginn des Krieges gehörte ein Teil der Speicher Gazprom, unter anderem der größte Gasspeicher in Rehden, und damit faktisch dem russischen Staat. Und der hat diese Speicher schon im letzten Jahr leer laufen lassen

    Ja, der in Rehden gehörte zuerst Astora, später Gazprom Germany. Den hat Gazprom tatsächlich leerlaufen lassen. Da nuss ich dir Recht geben. Allerdings stellt der Speicher 1/5 der in Deutschland vorhandenen Erdgasspeicher dar, was ist mit den anderen 4/5? Die gehören nicht Gazprom.

    ...zudem betreibt Astora lediglich technisch die Speicherinfrastruktur. Die Nicht(wieder)befüllung bzw. das kurzfristige Verkloppen der Vorräte zur Preisexplosion im Herbst 2020 haben die Pächter der Speichervolumina zu verantworten, wenn sie diese brachliegen lassen bzw. das Gas vor dem Winter zu Rekordpreisen verhökern konnten.

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    Du bezichtigst Uniper der Lüge im Geschäftsbericht?

    Antwort auf Re: Ist eigentlich klar, was genau das Problem bei Uniper ist? von Obatztefixer.

    Das wäre dann wohl noch ein Grund weniger, den Saftladen zu retten.

    Obatztefixer schrieb am 29.08.2022 09:28:

    Uniper hat langfristige Lieferverträge mit Russland abgeschlossen und Russland hält sich aktuell nicht an die vereinbarten Liefermengen. Deshalb muss Uniper das Gas am freien Markt einkaufen und dort ist der Preis explodiert.
    Hat also alles nichts mit "verzocken" zu tun

    Uniper Geschäftsbericht 2021 S.32:
    Gasgeschäft
    Die im Geschäftsjahr 2021 insgesamt veräußerte Menge betrug 2.258,5 Mrd kWh Erdgas (2020: 2.205,9 Mrd kWh).

    [....]
    Im Geschäftsjahr 2021 bestanden Langfristverträge über eine Vertragsmenge von 368 Mrd kWh (2020: 368 Mrd kWh)

    oder wie selbst ihr Wirken beschreiben:

    Der ganz überwiegende Teil der umgeschlagenen Mengen resultiert aus Transaktionen an in- und ausländischen Handelsmärkten[...], zur Optimierung von gebuchten Erdgasspeicher- oder Transportkapazitäten sowie zum kommerziellen Ausnutzen regionaler Preisunterschiede getätigt werden.

    Zockerei vom Feinsten.

    Die Sache mit den angeblichen Lieferkürzungen Russlands, was derzeit als Ursache für die Schieflage bei Uniper angegeben ist, ist so nicht wirklich nachvollziehbar. Zumindest bis April hat Russland noch maximal geliefert,

    Das stimmt so nicht, im Hintergrund hat Russland schon vor 2 Jahren begonnen, die Lieferungen zu kürzen und die Gasspeicher leerlaufen zu lassen.

    Wo sind die Meldungen aus 2021, dass man nicht beliefert würde? Da wären EON & Co doch ihren Aktionären wohl eine Erklärung drüber schuldig.

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    Märchenstunde aus Langley?

    Antwort auf Re: Ist eigentlich klar, was genau das Problem bei Uniper ist? von wafi (5b67d0e8).

    wafi (5b67d0e8) schrieb am 29.08.2022 09:27:

    ist sehr wohl nachvollziehbar, denn es gab ja das GEsetz Füllstände von Gasspeichern zu erreichen und Uniper betreibt alleine 3 Speicher. Konsequenz, mit Drosselung der Lieferungen fingen die Preise an zu explodieren. Nächstes Problem, die Lieferverträge z.B. mit Stadtwerken sind mit langen Laufzeiten und die sind natürlich extra so gewählt, dass eine Planungssicherheit besteht.

    Muhahah, das gibt's jetzt seit ein paar Wochen...

    Klappt ja auch in der Regel, nur Russland verhält sich nicht regelkonform.

    Beweis durch Behauptung?

    Konsequenz wäre Uniper geht Pleite, danach die Stadtwerke, dann müßten Endverbraucher sich neue Lieferanten mit extrem höheren Preisen suchen .... Jetzt werden mit Gasumlage usw die Preisbindungen aufgeweicht um eben ein Desaster für alle zu verhindern.

    Nee, die zahlen ja jetzt die höheren Einkaufspreise ZUSÄTZLICH.
    Welche im übrigen durch Zwangsbespeicherung sogar noch künstlich hochgetrieben werden, wenn Trading Hub Europe zu jedem beliebigen Preis aufkaufen und einalgern muss.

    Das einzige was ich zu kritisieren habe ist, dass das beschlagnahmte Kapital diverser Oligarchen und des Staates Russland nicht erstmal zur Begleichung von Gasrechnungen basierend auf der Nichtlieferung von Gazprom genutzt wird. Sollen die Oligarchen doch in Russland klagen ....

    Was ein Waschmittelgroßproduzent in Wladiwostok mit Gasverkäufen der Gazprom oder Putins Militär zu tun?!

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    Antwort auf Re: Ist eigentlich klar, was genau das Problem bei Uniper ist? von .

    murdock01 schrieb am 29.08.2022 09:24:

    M.O.I Abt. Wiederbeschaffung schrieb am 29.08.2022 08:58:

    Die grundsätzliche Frage ist doch schon, was ist bei Uniper eigentlich so schief gelaufen, dass Uniper sich um 23 Milliarden (!!) verspekuliert hat?

    Und warum soll die Allgemeinheit ein Unternehmen retten, das sich um 23 Milliarden verzockt hat? Und dann noch quasi "bedingungslos" ?!?

    Wie konnte das überhaupt passieren bei Uniper? Hat Uniper Gasmengen vertickt, für die Uniper noch gar keine Einkaufsverträge hatte?

    Kurze Antwort: Anscheinend ja.
    Lange Antwort: Die Gasimporteure haben sich nur relativ geringe Mengen vertraglich gesichert (und die werden anscheinend auch von Gazprom geliefert). Die haben darauf gesetzt, sich die dann noch benötigten Mengen am Spotmarkt zuzukaufen, wenn sie liefern müssen. Bis zu den Sanktionen gegen Rußland hat das auch funktioniert, da Gazprom die Leitungen (speziell NS1) ausgelastet hat und sie sich dort die optional benötigten Mengen im Zweifelsfall (wenn der freie Markt gerade ungünstige Preise erlaubt) zu niedrigen Preisen nachkaufen konnten. Und haben dann Lieferverträge mit anderen Ländern abgeschlossen, in der Hoffnung, billig gekauftes Gas teuer weiterzuverkaufen und damit Gewinn zu machen.
    Durch die Sanktionen geht das aber nun völlig in die Hose, Gazprom liefert nur noch die vertraglich vereinbarten Mengen und die Option, an NS1 Gas billig einzukaufen und dann teuer zu verkaufen funktioniert nicht mehr.

    Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass die Sanktionen grade bei Uniper der wahre Quell des Übels sind. Und der Spotmarkt war schon letztes Jahr um diese Zeit relativ teuer.

    Wie gesagt, bei Uniper passt das zeitlich alles nicht ins Bild.

    Nun müssen die Importeure aber liefern und zahlen die Differenz aus Einkaufspreis (Spotmarkt-Preis) und vertraglich vereinbartem Verkaufspreis. Tja, bei Leerverkäufen kann schonmal was schiefgehen. Und die Zeche sollen jetzt die Deutschen per Umlage zahlen.

    Da hätte sich Uniper dann aber doch sowas von verzockt, dass sie allein schon deswegen vom Markt bereinigt werden müssten.

    Ich denke wenn man sich die Sache im Konzern mal genauer anschaut, könnten sich da durchaus Abgründe auftun. Zumal sich gerüchteweise der Vorstand von Uniper ja auch schon einen ordentlichen Millionenschluck aus der Pulle gegönnt haben soll.

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    Antwort auf Re: Ist eigentlich klar, was genau das Problem bei Uniper ist? von M.O.I Abt. Wiederbeschaffung.

    M.O.I Abt. Wiederbeschaffung schrieb am 29.08.2022 14:09:

    murdock01 schrieb am 29.08.2022 09:24:

    M.O.I Abt. Wiederbeschaffung schrieb am 29.08.2022 08:58:

    Die grundsätzliche Frage ist doch schon, was ist bei Uniper eigentlich so schief gelaufen, dass Uniper sich um 23 Milliarden (!!) verspekuliert hat?

    Und warum soll die Allgemeinheit ein Unternehmen retten, das sich um 23 Milliarden verzockt hat? Und dann noch quasi "bedingungslos" ?!?

    Wie konnte das überhaupt passieren bei Uniper? Hat Uniper Gasmengen vertickt, für die Uniper noch gar keine Einkaufsverträge hatte?

    Kurze Antwort: Anscheinend ja.
    Lange Antwort: Die Gasimporteure haben sich nur relativ geringe Mengen vertraglich gesichert (und die werden anscheinend auch von Gazprom geliefert). Die haben darauf gesetzt, sich die dann noch benötigten Mengen am Spotmarkt zuzukaufen, wenn sie liefern müssen. Bis zu den Sanktionen gegen Rußland hat das auch funktioniert, da Gazprom die Leitungen (speziell NS1) ausgelastet hat und sie sich dort die optional benötigten Mengen im Zweifelsfall (wenn der freie Markt gerade ungünstige Preise erlaubt) zu niedrigen Preisen nachkaufen konnten. Und haben dann Lieferverträge mit anderen Ländern abgeschlossen, in der Hoffnung, billig gekauftes Gas teuer weiterzuverkaufen und damit Gewinn zu machen.
    Durch die Sanktionen geht das aber nun völlig in die Hose, Gazprom liefert nur noch die vertraglich vereinbarten Mengen und die Option, an NS1 Gas billig einzukaufen und dann teuer zu verkaufen funktioniert nicht mehr.

    Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass die Sanktionen grade bei Uniper der wahre Quell des Übels sind. Und der Spotmarkt war schon letztes Jahr um diese Zeit relativ teuer.

    Wie gesagt, bei Uniper passt das zeitlich alles nicht ins Bild.

    Naja, die Sanktionen waren letztendlich nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Bestand doch bis zu dem Zeitpunkt noch die Möglichkeit, über NS1 Gas deutlich unter Spotmarktpreisen tagesaktuell zu bekommen, was durch die Beschränkung der Russen auf die tatsächlich vertraglich gebundenen Gasmengen plötzlich weggefallen ist.
    Die tiefere Ursache ist die Gasmarkt-Liberalisierung der EU, d.h., dass alle Gaslieferungen über Leitungen, die unter diese Regelung fallen, zum aktuellen Spotmarktpreis verrechnet werden müssen. Deshalb ist auch NS2 keine Lösung, die würde unter diese neuen Preisregelungen fallen (und Gazprom könnte NS2 auch nur zu max. 50% ausnutzen - auch eine Folge der Gasmarkliberalisierung der EU).

    Nun müssen die Importeure aber liefern und zahlen die Differenz aus Einkaufspreis (Spotmarkt-Preis) und vertraglich vereinbartem Verkaufspreis. Tja, bei Leerverkäufen kann schonmal was schiefgehen. Und die Zeche sollen jetzt die Deutschen per Umlage zahlen.

    Da hätte sich Uniper dann aber doch sowas von verzockt, dass sie allein schon deswegen vom Markt bereinigt werden müssten.

    Ich denke wenn man sich die Sache im Konzern mal genauer anschaut, könnten sich da durchaus Abgründe auftun. Zumal sich gerüchteweise der Vorstand von Uniper ja auch schon einen ordentlichen Millionenschluck aus der Pulle gegönnt haben soll.

    Ja, und genau das passiert ja aktuell nicht in der deutschen Politik. Da ist immer nur schwammig von "erhöhten Preisen aufgrund des Ukraine-Konflikts" die Rede, nie von Vertragsverletzungen Russlands. Und wenn man sich den Geschäftsbericht von Uniper ansieht, dann stell man fest, dass Uniper nur einen Bruchteil seiner Gasmenge vertraglich vereinbart hat, der weitaus überwiegende Teil sind Käufe zu volatilen Preisen. Wenn man dann aber Kunden zu Festpreisen beliefern soll, selbst aber nicht zu Festpreisen eingekauft hat, kann das schonmal ins Auge gehen.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (29.08.2022 14:20).

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    Antwort auf Re: Ist eigentlich klar, was genau das Problem bei Uniper ist? von M.O.I Abt. Wiederbeschaffung.

    M.O.I Abt. Wiederbeschaffung schrieb am 29.08.2022 14:09:

    Da hätte sich Uniper dann aber doch sowas von verzockt, dass sie allein schon deswegen vom Markt bereinigt werden müssten.

    Genau deswegen versucht man es mit der Umlage, weil eine fairere Finanzierung aus Steuermitteln nicht mit dem EU.-Beihilferecht vereinbar ist, was Zuwendungen an "Unternehmen in Schwierigkeiten" nunmal verbietet.

    Das kann übrigens noch sehr lustig werden, mit der nun im EEG festgeschriebenen Abschaffung der EEG-Umlage und Ablösung durch Steuermittel. Da gilt nämlich auch ein Auszahlverbot an UiS. Und jetzt überlegen wir mal, wieviele Unternehmen in der Energieversorgung einerseits durch die Gaspreise in Bedrängnis kommen, andererseits aber auch Beteiligungen an EEG-Anlagen halten und nun Gefahr laufen, auch deren Erträge noch obendrauf zu verlieren.

    Ich denke wenn man sich die Sache im Konzern mal genauer anschaut, könnten sich da durchaus Abgründe auftun. Zumal sich gerüchteweise der Vorstand von Uniper ja auch schon einen ordentlichen Millionenschluck aus der Pulle gegönnt haben soll.

    Du übersiehst, dass beim Hauptaktionär ein gewisser ehemaliger FDP-Minister namens Rösler im Aufsichtsrat sitzt. Und Fortum zugleich eh schon ein Staatskonzern ist. Die jetzt abschmieren zu lassen gefährdet das Prestige-Projekt der Aktienrente, auf dass die FDP scharf ist...

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (29.08.2022 14:24).

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    Antwort auf Re: Ist eigentlich klar, was genau das Problem bei Uniper ist? von wafi (5b67d0e8).

    Klappt ja auch in der Regel, nur Russland verhält sich nicht regelkonform.

    Wenn das real tatsächlich so wäre, würde das in den Medien hoch und runter laufen.
    Tut es das?

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