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    Antwort auf Re: Die Probleme möchte ich haben! von Orca30.

    Orca30 schrieb am 29.08.2022 09:38:

    Mascha (fdb44fd3) schrieb am 29.08.2022 08:35:

    GrenSo schrieb am 29.08.2022 08:07:

    Weitergebildeter schrieb am 29.08.2022 08:01:

    Also beerdigt die Gasumlage und öffnet NS2 und beendet den Wirtschaftskrieg, der uns nur auf die Füße fallen wird.

    20 % einer möglichen Gasliefermenge durch 2 macht noch immer nur 20 % möglichen Gasliefermenge.

    Kapier ich nicht.

    Nach welcher Rechnung ergibt 20% ÷ 2 = 20% ?

    Wieso könnte NS2 nur mit 20% laufen?
    Wieso ergibt NS1+NS2=NS1?

    Wie könnten Sanktionen gegen in Russland hergestellte und dort auch gewartete und reparierte Turbinen (NS2) genauso durchschlagen wie Sanktionen gegen in England hergestellte und in Kanada gewartete Turbinen (NS1)?

    Wieso nimmt der Westen nicht einfach die technische Infrastruktur von NS1 von Sanktionen ausdrücklich und offiziell aus, wenn doch angeblich von unserer Seite ein Weiterbetrieb gewünscht ist?

    NS1 und NS2 liefert genauso viel wie Russland einspeist, Punkt. Den Nonsens mit den angeblichen "technischen Problemen" glauben sie doch nicht wirklich, oder?

    Doch, doch! Ich gehöre tatsächlich zu den Leuten, in deren Vorstellung die Lieferung von Gasen an technische Infrastruktur gebunden ist.
    Außerdem habe ich auf prinzipielle Unterschiede zwischen NS1 und NS2 verwiesen.

    Die Turbine liegt zur Lieferung bereit, das Einzige was fehlt sind die Zolldokumente. Und die müsste Gazprom liefern.

    Dazu gab es eine sehr interessante Diskussion:

    https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Realpolitik-im-Kampf-gegen-die-Energiekrise/Unterscheidung-Rohstoff-Embargo-Sanktionen-gg-rusischen-Energiesektor-NS1/posting-41504532/show/

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (29.08.2022 10:05).

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    Antwort auf Re: Die Probleme möchte ich haben! von Orca30.

    Orca30 schrieb am 29.08.2022 09:38:

    Die Turbine liegt zur Lieferung bereit, das Einzige was fehlt sind die Zolldokumente. Und die müsste Gazprom liefern.

    Da fehlen nicht nur Dokumente, da fehlen auch Plomben.
    Die Turbine muss zurück nach Kanada.
    Zudem geht es nicht nur um diese eine Turbine sondern fast alle.

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    *gelöscht, weil doppelt*

    Antwort auf Re: Die Probleme möchte ich haben! von Mascha (fdb44fd3).

    nix

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (29.08.2022 10:20).

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    Antwort auf Re: Die Probleme möchte ich haben! von Domino_.

    Domino_ schrieb am 29.08.2022 10:17:

    Orca30 schrieb am 29.08.2022 09:38:

    Die Turbine liegt zur Lieferung bereit, das Einzige was fehlt sind die Zolldokumente. Und die müsste Gazprom liefern.

    Da fehlen nicht nur Dokumente, da fehlen auch Plomben.
    Die Turbine muss zurück nach Kanada.

    Warum genau?

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    Antwort auf Re: Die Probleme möchte ich haben! von GrenSo.

    20 % einer möglichen Gasliefermenge durch 2 macht noch immer nur 20 % möglichen Gasliefermenge.

    Wie kommen Sie auf diese Überlegung?
    Nordstream 2 ist befüllt und könnte zu 100% liefern. Russland wäre auch bereit, uns weiter Öl zu liefern.

    Und was du "Wirtschaftskrieg" nennst, ich denke mal du meinst damit die Sanktionen gegen Russland, hört genau dann auf, wenn Putin seine Truppen zurückzieht und den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine beendet.

    Das mag die Wunschoption der Nato-Transatlantiker sein, doch das ist recht unwahrscheinlich.
    Während Russland wirtschaftlich kaum getroffen ist und seine Gewinne im Energiesektor sogar steigen, ist die Ukraine pleite. In Russland sind die Produktionsanlagen intakt, in der Ukraine sind sie weitgehend lahmgelegt oder zerstört. Die militärische Manpower in Russland ist der ukrainischen haushoch überlegen und wird demnächst noch durch 100000 Nordkoreanische Soldaten unterstützt. In der Ukraine gehen die Soldaten aus und Nachschub an Söldnern oder gar Nato-Truppen ist nicht zu erwarten.

    Von daher wird der Konflikt in der Ukraine wohl dann enden, wenn die USA - so wie in Afghanistan - beschließen, ihren Kurs in der Ukraine zu ändern oder aber Russland die Ukraine im Süden bis nach Odessa eingenommen hat und Kiew nichts als die Kapitulation mehr bleibt.

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    Antwort auf Re: Die Probleme möchte ich haben! von Orca30.

    Orca30 schrieb am 29.08.2022 09:38:

    das Einzige was fehlt sind die Zolldokumente. Und die müsste Gazprom liefern.

    Welche (ominösen) Zolldokumente sollen das denn sein? Frage als jemand, der im Im-/Export ausgebildet ist und das im täglichen Geschäft anwendet... Als Importeur bekomme ich Dokumente zur Verfügung gestellt. Als Exporteur muss ich Dokumente zur Verfügung stellen. Simple as that.

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    Antwort auf Re: Die Probleme möchte ich haben! von Sag_ich_doch.

    Sag_ich_doch schrieb am 29.08.2022 11:16:

    20 % einer möglichen Gasliefermenge durch 2 macht noch immer nur 20 % möglichen Gasliefermenge.

    Wie kommen Sie auf diese Überlegung?
    Nordstream 2 ist befüllt und könnte zu 100% liefern.

    Das ist aus mehreren Gründen falsch. Zum einen darf laut dem Gesetzespaket der EU (Drittes Energiepaket der EU) Gazprom NS2 maximal zu 50% nutzen. Zum anderen ist der Preis des Gases, der über NS2 geliefert wird, der Preis am Spotmarkt, hilft also überhaupt nicht bei dem Problem.

    Russland wäre auch bereit, uns weiter Öl zu liefern.

    Haben wir auch ein Ölproblem? Das Problem der hohen Kraftstoffpreise sind doch eher die hohen Steuern und Umlagen, nicht der zu hohe Einkaufspreis oder fehlendes Erdöl.

    Und was du "Wirtschaftskrieg" nennst, ich denke mal du meinst damit die Sanktionen gegen Russland, hört genau dann auf, wenn Putin seine Truppen zurückzieht und den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine beendet.

    Das mag die Wunschoption der Nato-Transatlantiker sein, doch das ist recht unwahrscheinlich.
    Während Russland wirtschaftlich kaum getroffen ist und seine Gewinne im Energiesektor sogar steigen, ist die Ukraine pleite. In Russland sind die Produktionsanlagen intakt, in der Ukraine sind sie weitgehend lahmgelegt oder zerstört. Die militärische Manpower in Russland ist der ukrainischen haushoch überlegen und wird demnächst noch durch 100000 Nordkoreanische Soldaten unterstützt. In der Ukraine gehen die Soldaten aus und Nachschub an Söldnern oder gar Nato-Truppen ist nicht zu erwarten.

    Von daher wird der Konflikt in der Ukraine wohl dann enden, wenn die USA - so wie in Afghanistan - beschließen, ihren Kurs in der Ukraine zu ändern oder aber Russland die Ukraine im Süden bis nach Odessa eingenommen hat und Kiew nichts als die Kapitulation mehr bleibt.

    Oder wenn die Ukraine ihre Bestrebungen, in die NATO aufgenommen zu werden, einstellt. Mit einer bündnisneutralen Ukraine könnten die Russen leben (vermute ich mal), mit stationiertem NATO-Militär direkt an ihrer Grenze eher nicht. Aber die Amis waren auch nicht gerade "amused", als die Russen 1962 versuchten, Mittelstreckenraketen auf Kuba (also direkt vor ihrer Haustür) zu stationieren. Da stand die Welt kurz vor einem 3. Weltkrieg, die Russen haben schließlich eingelenkt, sie zogen ihre Raketen aus Kuba wieder ab (und die Amis die ihrigen aus der Türkei).

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    Antwort auf Re: Die Probleme möchte ich haben! von .

    murdock01 schrieb am 29.08.2022 11:49:

    Sag_ich_doch schrieb am 29.08.2022 11:16:

    20 % einer möglichen Gasliefermenge durch 2 macht noch immer nur 20 % möglichen Gasliefermenge.

    Wie kommen Sie auf diese Überlegung?
    Nordstream 2 ist befüllt und könnte zu 100% liefern.

    Das ist aus mehreren Gründen falsch. Zum einen darf laut dem Gesetzespaket der EU (Drittes Energiepaket der EU) Gazprom NS2 maximal zu 50% nutzen. Zum anderen ist der Preis des Gases, der über NS2 geliefert wird, der Preis am Spotmarkt, hilft also überhaupt nicht bei dem Problem.

    Vielleicht doch: der Preis am Spotmarkt orientiert sich u.a. an der Knappheit, und wenn NS2 in Betrieb genommen wird, reduziert sich der Druck der europäischen Nachfrage auf dem Gasmarkt.

    Sollte das aber nicht helfen, gilt wohl, dass mittels Spotmarket und Merit Order von Brüssel ganz bewusst der Gaspreis in die Höhe getrieben wird, ganz unabhängig von Ukraine-Krieg und russischer Pipeline.

    Russland wäre auch bereit, uns weiter Öl zu liefern.

    Haben wir auch ein Ölproblem?

    Ja, klar. Nicht alles läuft mit Gas.
    Großraffinerie Schwedt: von dort werden Brandenburg, Meck-Pom und Berlin versorgt, außerdem Industrieunternehmen vor Ort. In der regionalen Wertschöpfungskette des Petrochemischen Kombinats sind mindestens 3.000 Arbeitsplätze betroffen, letztlich der ganze Ort mit ca. 35.000 Einwohnern.

    Das Problem der hohen Kraftstoffpreise sind doch eher die hohen Steuern und Umlagen, nicht der zu hohe Einkaufspreis oder fehlendes Erdöl.

    Die Steuern, die Umlagen und das Brüsseler Konstrukt der "Merit Order".
    Sieht man ja an den bedeutend niedrigeren Energiepreisen in USA.

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    Antwort auf Re: Die Probleme möchte ich haben! von Orca30.

    Orca30 schrieb am 29.08.2022 11:07:

    Domino_ schrieb am 29.08.2022 10:17:

    Orca30 schrieb am 29.08.2022 09:38:

    Die Turbine liegt zur Lieferung bereit, das Einzige was fehlt sind die Zolldokumente. Und die müsste Gazprom liefern.

    Da fehlen nicht nur Dokumente, da fehlen auch Plomben.
    Die Turbine muss zurück nach Kanada.

    Warum genau?

    Weil die zwischenzeitlich ausgepackt wurde.
    Es kann keiner garantieren das sie noch im Originalzustand ist.
    Soll Kanada das garantieren ? Können sie doch gar nicht.

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    • Orca30

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    Antwort auf Re: Die Probleme möchte ich haben! von Domino_.

    Domino_ schrieb am 29.08.2022 14:27:

    Orca30 schrieb am 29.08.2022 11:07:

    Domino_ schrieb am 29.08.2022 10:17:

    Orca30 schrieb am 29.08.2022 09:38:

    Die Turbine liegt zur Lieferung bereit, das Einzige was fehlt sind die Zolldokumente. Und die müsste Gazprom liefern.

    Da fehlen nicht nur Dokumente, da fehlen auch Plomben.
    Die Turbine muss zurück nach Kanada.

    Warum genau?

    Weil die zwischenzeitlich ausgepackt wurde.
    Es kann keiner garantieren das sie noch im Originalzustand ist.

    Siemens Energy kann das sicher.

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