Umweltfreund82 schrieb am 12.12.2023 11:44:
Das, was wir so erfolgreich verdrängen, ist die vermurkste Energiewende.
Dieser eines Satz beschreibt die Situation bereits vollständig.
Was auf dem Papier sinnvoll erscheint, ist in der Praxis aber einfach unrealistisch: es gibt wind- und sonnenarme Tage, dann ist die Erzeugung regenerativer Energie aus diesen Quellen halt gering. Nachts ist der Solarertrag immer Null.
Windräder liefern lediglich während etwa 20 bis 25 % der Zeit die Nennleistung und PV, über das Jahr gemittelt nur während 11 % der Zeit.
Im Winter, zwischen etwa November und Anfang März, liefert PV nur 3 % der Nennleistung. Zudem gibt es selbst im Sommerhalbjahr Dunkelflauten.
Bedeutet: wenn eine Lastspitze erkannt wird, werden die Pumpspeicherwerke aktiviert. Die können 15 bis 30 Minuten abfangen.
Selbst das ist bei einem vollständigen Umstieg auf EE viel zu optimistisch gedacht. Es reicht nicht, wenn man einfach Wasser durch die Turbinen strömen lässt. Der produzierte Strom muss instantan zu den Verbrauchern transportiert werden und dazu ist das heute vorhandene Stromnetz nicht fähig. Da auch der dringend notwenige Netzausbau, selbst diese offensichtliche Tatsache wurde von den Grünen noch vor wenigen Jahren bestritten, im Deutschlandtempo erfolgt, d.h. es ist damit zu rechnen, dass der Ausbau erst nach dem Jahr 2070 abgeschlossen werden wird.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (12.12.2023 19:10).