Entweder man ist Pazifist, und dann ist man nicht für Waffenlieferungen, oder man ist es nicht. Man kann genauso wenig ein bisschen Pazifist sein wie ein bisschen schwanger. Und man muss auch kein Pazifist sein, um diesen oder andere Kriege abzulehnen. Man kann auch für das Recht auf militärische Verteidigung sein, das macht einen auch nicht zum Bellizisten, es schließt nur aus, dass derjenige Pazifist ist. Ich gehöre selbst zu dieser Gruppe. Wer auch zu dieser Gruppe gehört, aber trotzdem behauptet, Pazifist zu sein, ist entweder zu feige, sich selbst einzugestehen, dass er kein Anhänger des Pazifismus ist oder er ist ganz banal ein dreckiger Heuchler.
Man kann auch nicht gegen die Todesstrafe sein, aber für manche Leute doch die Todesstrafe fordern, wer Letzteres macht, ist einfach nicht Gegner der Todesstrafe sondern nur für eine Beschränkung der Anwendung, alles andere ist verlogen.
Es gibt keinen Teilzeitpazifismus.
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Antwort auf Es gibt keinen Teilzeitpazifismus. von M&Ms.
Warum sind Deiner Meinung nach eigentlich Waffenlieferungen verboten aber der Einsatz von Waffen zur Selbstverteidigung erlaubt? Weil das Deine persönliche Meinung ist?
Siehst Du wahrscheinlich selbst. Letztendlich ist der reine Pazifismus die völlige Gewaltlosigkeit. Und mit der Einschränkung "Selbstverteidigung" gibst Du auch gleich das beste Beispiel warum reiner Pazifismus keinen Sinn macht in der realen Welt.
Letztendlich kann es also sehr wohl verschiedene Abstufungen von Pazifismus geben. Und verschiedene Gruppen von Menschen, die diese Abstufungen anders einordnen.
Also doch ein bisschen schwanger ... und dass ist gut so, weil unsere Welt halt nicht schwarz/weiß ist.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (07.10.2022 23:30).
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Antwort auf Re: Es gibt keinen Teilzeitpazifismus. von ShootThemLater.
ShootThemLater schrieb am 07.10.2022 23:29:
Warum sind Deiner Meinung nach eigentlich Waffenlieferungen verboten aber der Einsatz von Waffen zur Selbstverteidigung erlaubt? Weil das Deine persönliche Meinung ist?
Siehst Du wahrscheinlich selbst. Letztendlich ist der reine Pazifismus die völlige Gewaltlosigkeit. Und mit der Einschränkung "Selbstverteidigung" gibst Du auch gleich das beste Beispiel warum reiner Pazifismus keinen Sinn macht in der realen Welt.
Letztendlich kann es also sehr wohl verschiedene Abstufungen von Pazifismus geben. Und verschiedene Gruppen von Menschen, die diese Abstufungen anders einordnen.
Also doch ein bisschen schwanger ... und dass ist gut so, weil unsere Welt halt nicht schwarz/weiß ist.
Er sagt ja, dass er kein Pazifist ist (aber auch kein Bellizist). Insofern sieht er ja die Abstufungen.
"Pazifismus ja aber" ergibt halt keinen Sinn. Das ist wie "Ich bin Vegetarier, aber Sonntags Fleisch ist ok". Das macht mich dann zu jemandem, der nur einmal pro Woche Fleisch ist, aber eben nicht zu einem Vegetarier. -
Aber es gibt egoistischen Pazifismus
Antwort auf Es gibt keinen Teilzeitpazifismus. von M&Ms.
Das ist der, der von der Ukraine fordert, sich vergewaltigen zu lassen, damit WIR endlich Frieden haben. Also deiner.
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Antwort auf Aber es gibt egoistischen Pazifismus von .
ADie schrieb am 08.10.2022 08:46:
Das ist der, der von der Ukraine fordert, sich vergewaltigen zu lassen, damit WIR endlich Frieden haben. Also deiner.
Als Pazifist sollte man nicht so tun, als hätten Konflikte keine Historie, als hätte der Ukraine-Krieg im Februar 2022 angefangen. Es war eben auch die Ukraine, die an einer nicht militärischen Konfliktlösung kein Interesse hatte, bestärkt von den Hardlinern in Washington und London, deren Sockenpuppe ein Selenski ja ist.
Als Selenski nach seiner Wahl, entsprechend seines Wahlversprechens eine friedliche Konfliktlösung anstrebte, hatte die USA ihm mit seiner Ermordung gedroht. Selenski hat verstanden und weiß seitdem wem er zu folgen hat. Die Menschen in der Ukraine und in Russland haben dafür zu bezahlen.
Es ist nicht alles so Schwarz-Weiß, wie die hiesige Kriegspropaganda allen glauben machen will. Und Frieden ist nur durch Verhandlungen möglich.
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Antwort auf Re: Aber es gibt egoistischen Pazifismus von .
Wer einen kriegerischen Überfall mit derartigen Lügen schönredet ist erst Recht kein Pazifist.
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Pazifismus ist nie egoistisch!
Antwort auf Re: Aber es gibt egoistischen Pazifismus von .
ADie schrieb am 08.10.2022 10:48:
Wer einen kriegerischen Überfall mit derartigen Lügen schönredet ist erst Recht kein Pazifist.
Ich wollte nur daran erinnern, dass dieser Konflikt bereits seit 2014 blutig und mit Waffen ausgetragen wurde. Ohne Rücksicht auf die dort lebenden Menschen.
Und auch, dass dem ein Putsch voranging, der mutmaßlich und mit aller größter Wahrscheinlichkeit in Washington konzipiert wurde. Die Leaks über Nuland sprechen da Bände.
https://www.heise.de/tp/features/Die-Dimension-der-Luege-3363789.htmlIch finde es immer wieder erschreckend, mit welcher Oberflächlichkeit Fakten, die nicht ins eigene Weltbild vom bösen Russen passen, als angebliche Lügen denunziert werden. Womit mal wieder gezeigt ist, dass man mit Kriegspropagandisten nicht über Frieden reden kann. Denn sie wollen den Krieg und keinen Frieden. Pazifismus ist für sei ein nie verstandenes Fremdwort.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (08.10.2022 13:12).
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Antwort auf Re: Es gibt keinen Teilzeitpazifismus. von ShootThemLater.
ShootThemLater schrieb am 07.10.2022 23:29:
Warum sind Deiner Meinung nach eigentlich Waffenlieferungen verboten aber der Einsatz von Waffen zur Selbstverteidigung erlaubt? Weil das Deine persönliche Meinung ist?
Das habe ich nicht geschrieben und für Deine Probleme, geschriebenen Text zu verstehen, bin ich nicht zuständig.
Siehst Du wahrscheinlich selbst. Letztendlich ist der reine Pazifismus die völlige Gewaltlosigkeit. Und mit der Einschränkung "Selbstverteidigung" gibst Du auch gleich das beste Beispiel warum reiner Pazifismus keinen Sinn macht in der realen Welt.
Letztendlich kann es also sehr wohl verschiedene Abstufungen von Pazifismus geben. Und verschiedene Gruppen von Menschen, die diese Abstufungen anders einordnen.
Also doch ein bisschen schwanger ... und dass ist gut so, weil unsere Welt halt nicht schwarz/weiß ist.
Meiner Meinung nach funktioniert Pazifismus nicht, deshalb bin ich ja auch kein Pazifist. Das gibt aber niemandem das Recht, Pazifismus so umzudefinieren, dass man je nach politischer Lage und Meinung gerade für Gewaltfreiheit sein kann oder nicht. Ich bin ja auch nicht Katholik, wenn ich in einer Sache mal dieselbe Meinung habe wie die katholische Kirche, in anderen aber nicht. Und wenn mir die Meinung der katholischen Kirche nicht passt, gibt es mir nicht das Recht, den Katholizismus umzudefnieren.
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Antwort auf Aber es gibt egoistischen Pazifismus von .
ADie schrieb am 08.10.2022 08:46:
Das ist der, der von der Ukraine fordert, sich vergewaltigen zu lassen, damit WIR endlich Frieden haben. Also deiner.
Was Du beschreibst ist Eigennutz und nicht Pazifismus. Du demonstrierst hier eine andere schändliche Form des Missbrauchs des Begriffs des Pazifismus: Die Verunglimpfung von Gegnern des Wirtschaftskriegs gegen Russland als "Lumpenpazifisten" durch dauerheuchelnde NATO-Propagandisten mittels der US-konformen Erklärung der eigenen Doppelmoral zur alternativlosen Moral im "demokratischen" Befehlston.