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Avatar von Naturzucker
  • Naturzucker

mehr als 1000 Beiträge seit 06.03.2012

die Meinungsmache in den Medien läuft immer nach dem selben Schema

Immer, wenn ich Deutschland gestreikt wird, sehen wir

- den empörten Passanten, der sich beklagt, dass er nicht zur Arbeit kommt, der Müll nicht geleert oder seine Kita bestreikt wird und sich fragt, warum die nicht nachts streiken, am besten zwischen 24:00 und Mitternacht

- das Gespenst von einer Lohn-Preisspirale

- der Hinweis, die Arbeinehmer mögen doch aufgrund der sicheren Arbeitsplätze sich in Zurückhaltung üben, um nicht die Grundage unseres Wohlstands zu gefährden

Wieso kommt nicht mal einer dieser Mietschreiber mal auf die Idee, bei einem Streik die Reallohnentwicklung der letzten 30 Jahre darzustellen?

Warum hinterfragt niemand, dass für bestimmte Projekte wie Krieg, Bankenrettung oder ungesteuerte Einwanderung immer genügend Geld im Haushalt ist, aber nie für die Menschen, die diesen Staat am Leben halten?

Wieso wird trotz der geringen Streiktage in Deutschland bei jedem größeren Streik das Streikrecht in Frage gestellt? Während Italiener oder Franzosen viel häufiger streiken.

Warum sind die Leitmedien nicht zu einer obektiven Berichterstattung fähig? Warum muss alles immer eine bestimmte Tendenz haben? Und vor allem unisono durch die gesamte Presse- und Rundfunklandschaft? Gibt es in den Redaktionen ernsthaft niemanden, der dies einmal anders sieht? Oder wäre der noch am gleichen Tag seinen Job los, wenn er seine Meinung sagen würde? (das ist eher eine rhetorische Frage)

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    • unbekannter Benutzer

    474 Beiträge seit 15.11.2022

    "Wieso kommt nicht mal einer dieser Mietschreiber mal auf die Idee"

    Antwort auf die Meinungsmache in den Medien läuft immer nach dem selben Schema von Naturzucker.

    Weil sie nicht dafür gemietet wurden, selber Ideen zu haben.
    Du weißt doch:

    »Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten. Frei ist, wer reich ist. Das Verhängnis besteht darin, daß die Besitzer der Zeitungen den Redakteuren immer weniger Freiheit lassen, daß sie ihnen immer mehr ihren Willen aufzwingen.«
    Paul Sethe, 1965

    https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Sethe

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  • Avatar von Olle Knolle
    • Olle Knolle

    mehr als 1000 Beiträge seit 15.08.2012

    Antwort auf die Meinungsmache in den Medien läuft immer nach dem selben Schema von Naturzucker.

    Schon mal in Erwägung gezogen, dass das was Sie beschreiben, Ihre subjektive Wahrnehmung ist, die nicht mit dem identisch ist, was die Mehrheit der Menschen wahrnimmt?

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  • Avatar von alterpinguin
    • alterpinguin

    mehr als 1000 Beiträge seit 05.12.2002

    Da ist er? verbiete gleich solche rhetorischen Fragen oder bleib bei

    Antwort auf Re: die Meinungsmache in den Medien läuft immer nach dem selben Schema von Olle Knolle.

    Da ist er? verbiete gleich solche rhetorischen Fragen oder bleib bei Deinen einschläfernden Leidmedien.
    Unerhört, dass solche Fragen gestellt werden, weil die richtige Umschreibung solcher Demagogen ihre Ehre verletzen könnte....

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  • Avatar von MarkusH
    • MarkusH

    846 Beiträge seit 30.12.2022

    Polemik

    Antwort auf die Meinungsmache in den Medien läuft immer nach dem selben Schema von Naturzucker.

    Die "Meinungsmache" hat in Bezug auf den Streik sehr differenziert berichtet. - Es mag an Ihrer selektiven Wahrnehmung liegen, dass Sie nur "neoliberales" dazu wahrnehmen.

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  • Avatar von HundK
    • HundK

    47 Beiträge seit 23.02.2019

    Antwort auf "Wieso kommt nicht mal einer dieser Mietschreiber mal auf die Idee" von .

    butenundbinnen schrieb am 28.03.2023 17:06:

    Weil sie nicht dafür gemietet wurden, selber Ideen zu haben.
    Du weißt doch:

    »Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten. Frei ist, wer reich ist. Das Verhängnis besteht darin, daß die Besitzer der Zeitungen den Redakteuren immer weniger Freiheit lassen, daß sie ihnen immer mehr ihren Willen aufzwingen.«
    Paul Sethe, 1965

    https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Sethe

    Diese Schreiberlinge im Staatsdienst werden nicht dafür bezahlt, selber Ideen zu haben.

    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/journalismus-der-fall-linda-zervakis-ueppige-verguetungen-fuer-reporter-von-ard-und-zdf-regierungszahlungen-an-oeffentlich-rechtliche-journalisten-das-ist-die-liste-der-honorare-li.325671
    Ob das aus "Staatswohlgründen" dem Finanzamt verheimlicht wird?

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    • unbekannter Benutzer

    138 Beiträge seit 17.02.2023

    Antwort auf die Meinungsmache in den Medien läuft immer nach dem selben Schema von Naturzucker.

    Ja, das sehe ich leider ähnlich.

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    • unbekannter Benutzer

    138 Beiträge seit 17.02.2023

    Antwort auf Polemik von MarkusH.

    Nee.
    Die "Leitmedien" haben sehr differenziert über die Unnötigkeit, die Unverhältnismäßigkeit das Warnstreiks, die Frage nach Möglichkeiten zur Einschränkung des Streikrechts, die sowieso schon hohe Belastung der Kommunen, sämtliche Aspekte der Arbeitgeberseite berichtet.

    Allerdings eben nicht über die Anliegen der Gewerkschaften, die monatelange Blockadehaltung der Arbeitgeberseite im Vorfeld des Warnstreiks.
    Das war tendenziös, tendenziöser geht es kaum:

    https://www.zdf.de/nachrichten/politik/megastreik-montag-verdi-gewerkschaft-bahn-flughafen-schiffsverkehr-100.html#xtor=CS5-282

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