Immer, wenn ich Deutschland gestreikt wird, sehen wir
- den empörten Passanten, der sich beklagt, dass er nicht zur Arbeit kommt, der Müll nicht geleert oder seine Kita bestreikt wird und sich fragt, warum die nicht nachts streiken, am besten zwischen 24:00 und Mitternacht
- das Gespenst von einer Lohn-Preisspirale
- der Hinweis, die Arbeinehmer mögen doch aufgrund der sicheren Arbeitsplätze sich in Zurückhaltung üben, um nicht die Grundage unseres Wohlstands zu gefährden
Wieso kommt nicht mal einer dieser Mietschreiber mal auf die Idee, bei einem Streik die Reallohnentwicklung der letzten 30 Jahre darzustellen?
Warum hinterfragt niemand, dass für bestimmte Projekte wie Krieg, Bankenrettung oder ungesteuerte Einwanderung immer genügend Geld im Haushalt ist, aber nie für die Menschen, die diesen Staat am Leben halten?
Wieso wird trotz der geringen Streiktage in Deutschland bei jedem größeren Streik das Streikrecht in Frage gestellt? Während Italiener oder Franzosen viel häufiger streiken.
Warum sind die Leitmedien nicht zu einer obektiven Berichterstattung fähig? Warum muss alles immer eine bestimmte Tendenz haben? Und vor allem unisono durch die gesamte Presse- und Rundfunklandschaft? Gibt es in den Redaktionen ernsthaft niemanden, der dies einmal anders sieht? Oder wäre der noch am gleichen Tag seinen Job los, wenn er seine Meinung sagen würde? (das ist eher eine rhetorische Frage)