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Avatar von Herbert Bader
  • Herbert Bader

992 Beiträge seit 03.09.2008

"Wir können durchaus noch etwas tun."

Klar koennen "wir" "etwas" tun. Jederzeit und "noch" sowieso.

Aber die Frage ist doch, was das Ziel ist. Wenn es das vordringliche Ziel ist, den Klimawandel zu begrenzen, wird die Wahl der Strategie eine andere sein, als wenn man sein Hauptaugenmerk auf Menschenrechte von Rentierzuechtern legt.

Aber auch, wenn das Ziel klar ist, naemlich die Erderwaermung moeglichst zu begrenzen, dann gibt es eine Vielzahl von Einflussparametern, die wir kaum ueberschauen, geschweige korrekt gewichten koennen.

Die im Artikel, bzw. in der beschriebenen Forschungsarbeit vorgestellte Erkenntnis ist nicht konstruktiv, denn sie waelzt die Handlungsverantwortung auf den Rest der Welt ab (Permafrostgebiete sollen unveraendert weiterexistieren und das 2-Grad-Klimaziel soll im Rest der Welt erreicht werden!).
Dabei gibt es etliche Ideen und auch durchdachte Ausarbeitungen, wie auch Permafrostgegenden effizienter in den Klimaschutz eingebungen werden koennen:
1. Methan- und CO2-Blasen durch den Permafrost anbohren und absaugen. Konzentriertes CO2 laesst sich relativ leicht binden und endlagern, waehrend das Auffangen und Verbrennen von Methan als weit effizienteres Treibhausgas als CO2 ebenfalls zu einer Entlastung fuehrt.
2. Noch mehr Rentierherden ausbringen, die in ihrer Vielzahl und Masse den Permafrostboden festtrampeln und damit den Gasaustritt verringern. (Angeblich aus einem rennomierten Wissenschaftsmagazin. Kann mir aber nicht vorstellen, dass das ernst gemeint war. Vielleicht ein Artikel zum 1.4. *g*)
Gegenteilig dazu:
3. Den auftauenden Permafrostboden fruehzeitig zur Waldwirtschaft nutzen, da er zur CO2-Speicherung effizientere Gewaechse mit groesseren Wurzeltiefen ermoeglicht.
Und andere.

In diesem Geflecht von naturwissenschaftlichen Unbestimmten ein wenig Klarheit zu bekommen stelle ich mir als eine genuegend komplexe Aufgabe vor, um sie nicht auch noch durch imaginaere Zwangsbedingungen zu verkomplizieren.

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  • Avatar von hakre
    • hakre

    556 Beiträge seit 27.01.2002

    Antwort auf "Wir können durchaus noch etwas tun." von Herbert Bader.

    Ja bitte weniger Verkomplizieren:

    Menscheitsprobleme sind einfacher mit Menschenrechten zu lösen als ohne.

    Sei Teil der Lösung, nicht des Problems.

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  • Avatar von Herbert Bader
    • Herbert Bader

    992 Beiträge seit 03.09.2008

    Antwort auf Re: "Wir können durchaus noch etwas tun." von hakre.

    Menscheitsprobleme sind einfacher mit Menschenrechten zu lösen als ohne.

    Wie kommst Du darauf?
    (Der Artikel und meine Antwort belegen doch das Gegenteil.)

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    • unbekannter Benutzer

    mehr als 1000 Beiträge seit 16.08.2008

    Antwort auf "Wir können durchaus noch etwas tun." von Herbert Bader.

    Herbert Bader schrieb am 07.08.2022 14:00:

    Klar koennen "wir" "etwas" tun. Jederzeit und "noch" sowieso.

    Aber die Frage ist doch, was das Ziel ist. Wenn es das vordringliche Ziel ist, den Klimawandel zu begrenzen, wird die Wahl der Strategie eine andere sein, als wenn man sein Hauptaugenmerk auf Menschenrechte von Rentierzuechtern legt.

    Aber auch, wenn das Ziel klar ist, naemlich die Erderwaermung moeglichst zu begrenzen, dann gibt es eine Vielzahl von Einflussparametern, die wir kaum ueberschauen, geschweige korrekt gewichten koennen.

    Die im Artikel, bzw. in der beschriebenen Forschungsarbeit vorgestellte Erkenntnis ist nicht konstruktiv, denn sie waelzt die Handlungsverantwortung auf den Rest der Welt ab (Permafrostgebiete sollen unveraendert weiterexistieren und das 2-Grad-Klimaziel soll im Rest der Welt erreicht werden!).
    Dabei gibt es etliche Ideen und auch durchdachte Ausarbeitungen, wie auch Permafrostgegenden effizienter in den Klimaschutz eingebungen werden koennen:
    1. Methan- und CO2-Blasen durch den Permafrost anbohren und absaugen. Konzentriertes CO2 laesst sich relativ leicht binden und endlagern, waehrend das Auffangen und Verbrennen von Methan als weit effizienteres Treibhausgas als CO2 ebenfalls zu einer Entlastung fuehrt.
    2. Noch mehr Rentierherden ausbringen, die in ihrer Vielzahl und Masse den Permafrostboden festtrampeln und damit den Gasaustritt verringern. (Angeblich aus einem rennomierten Wissenschaftsmagazin. Kann mir aber nicht vorstellen, dass das ernst gemeint war. Vielleicht ein Artikel zum 1.4. *g*)
    Gegenteilig dazu:
    3. Den auftauenden Permafrostboden fruehzeitig zur Waldwirtschaft nutzen, da er zur CO2-Speicherung effizientere Gewaechse mit groesseren Wurzeltiefen ermoeglicht.
    Und andere.

    In diesem Geflecht von naturwissenschaftlichen Unbestimmten ein wenig Klarheit zu bekommen stelle ich mir als eine genuegend komplexe Aufgabe vor, um sie nicht auch noch durch imaginaere Zwangsbedingungen zu verkomplizieren.

    Methan ist unverbrannt klimaschädlicher. Sobald es verbrannt wird, ist es einfach CO2.
    Das meiste bei uns genutzte Gas besteht aus Methan, egal ob aus Russland oder Norwegen.

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  • Avatar von ludmillaZ
    • ludmillaZ

    mehr als 1000 Beiträge seit 12.12.2009

    Antwort auf "Wir können durchaus noch etwas tun." von Herbert Bader.

    Üblicherweise erkennt man ein Problem.
    Dann sucht man nach Lösungen.
    Im Falle der Enrgieerzeugung würde ich wie folgt vorgehen:
    Was macht am meisten Dreck?
    Was richtet den größten Schaden an?
    Und damit meine ich nicht nur das CO2.
    Aus unseren Braunkohlekraftwerken kommen ja noch ganz andere Stoffe in die Atmosphäre. Sehen kann man allerdings nur den Wasserdampf.
    Blei, Arsen, Cadmium...

    Leider werden hier Entscheidungen nicht nach Sinnhaftigkeit sondern nach Quartalszahlen oder Legislaturperioden getroffen.

    Und dann gibt es ja noch diverse Landräte, die einem kleinen Nebenjob bei RWE
    nachgehen. Für 20 Wochenstunden gibt es p.a. nochmal mehr als 100000€!
    Als ganz normaler Landrat kriegt man ja nur ca. 100000€.
    Da muss man ja noch einen kleinen Nebenjob...

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    mehr als 1000 Beiträge seit 16.08.2008

    Antwort auf Re: "Wir können durchaus noch etwas tun." von ludmillaZ.

    ludmillaZ schrieb am 07.08.2022 20:38:

    Üblicherweise erkennt man ein Problem.
    Dann sucht man nach Lösungen.
    Im Falle der Enrgieerzeugung würde ich wie folgt vorgehen:
    Was macht am meisten Dreck?
    Was richtet den größten Schaden an?
    Und damit meine ich nicht nur das CO2.
    Aus unseren Braunkohlekraftwerken kommen ja noch ganz andere Stoffe in die Atmosphäre. Sehen kann man allerdings nur den Wasserdampf.
    Blei, Arsen, Cadmium...

    Leider werden hier Entscheidungen nicht nach Sinnhaftigkeit sondern nach Quartalszahlen oder Legislaturperioden getroffen.

    Und dann gibt es ja noch diverse Landräte, die einem kleinen Nebenjob bei RWE
    nachgehen. Für 20 Wochenstunden gibt es p.a. nochmal mehr als 100000€!
    Als ganz normaler Landrat kriegt man ja nur ca. 100000€.
    Da muss man ja noch einen kleinen Nebenjob...

    Ich glaube nicht an eine Kehrtwende, dazu sind wir (Menschen) viel zu selbstbesoffen und kurzsichtig. Das einzig Gute ist, dass auch die hauptsächlichen Verursacher dem nicht entgehen können, selbst, wenn sie sich nach Neuseeland aufmachen. Deren Leben wird halt ein wenig später beschissen.

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  • Avatar von ludmillaZ
    • ludmillaZ

    mehr als 1000 Beiträge seit 12.12.2009

    Antwort auf Re: "Wir können durchaus noch etwas tun." von .

    Ich sehe das ähnlich.
    Die breite Masse ist einfach dumm.
    Schönes Beispiel, der Streik des Bodenpersonals an den Flughäfen.
    Da wird bemängelt, dass niemand an die "Hotline" geht oder die Schalter geschlossen sind.
    Hey, das ist das Bodenpersonal, welches gerade streikt!
    Bzw. gerade gestreikt hat.
    Wenn ich für eine Woche Urlaub nach xy Fliegen muss, dann habe ich doch einige grundlegende Dinge nicht verstanden!

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  • Avatar von hakre
    • hakre

    556 Beiträge seit 27.01.2002

    Antwort auf Re: "Wir können durchaus noch etwas tun." von Herbert Bader.

    Naja, dann nehmen sie sie zumindest schon mal in Anspruch. Vielleicht klickts ja mal.

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  • Avatar von Emrymer
    • Emrymer

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.08.2020

    Die hauptsächlichen Verursacher leben in Luxus und sterben in Luxus

    Antwort auf Re: "Wir können durchaus noch etwas tun." von .

    Das einzig Gute ist, dass auch die hauptsächlichen Verursacher dem nicht entgehen können, selbst, wenn sie sich nach Neuseeland aufmachen. Deren Leben wird halt ein wenig später beschissen.

    Nö. Wenn es richtig zur Sache geht, sind die "hauptsächlichen Verursacher" längst ganz behaglich, wohlversorgt und ohne Kümmernisse in demselben Luxus gestorben, in dem sie gelebt haben. Ihre Nachfahren (falls sie welche haben) werden es abbekommen...

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