Klar koennen "wir" "etwas" tun. Jederzeit und "noch" sowieso.
Aber die Frage ist doch, was das Ziel ist. Wenn es das vordringliche Ziel ist, den Klimawandel zu begrenzen, wird die Wahl der Strategie eine andere sein, als wenn man sein Hauptaugenmerk auf Menschenrechte von Rentierzuechtern legt.
Aber auch, wenn das Ziel klar ist, naemlich die Erderwaermung moeglichst zu begrenzen, dann gibt es eine Vielzahl von Einflussparametern, die wir kaum ueberschauen, geschweige korrekt gewichten koennen.
Die im Artikel, bzw. in der beschriebenen Forschungsarbeit vorgestellte Erkenntnis ist nicht konstruktiv, denn sie waelzt die Handlungsverantwortung auf den Rest der Welt ab (Permafrostgebiete sollen unveraendert weiterexistieren und das 2-Grad-Klimaziel soll im Rest der Welt erreicht werden!).
Dabei gibt es etliche Ideen und auch durchdachte Ausarbeitungen, wie auch Permafrostgegenden effizienter in den Klimaschutz eingebungen werden koennen:
1. Methan- und CO2-Blasen durch den Permafrost anbohren und absaugen. Konzentriertes CO2 laesst sich relativ leicht binden und endlagern, waehrend das Auffangen und Verbrennen von Methan als weit effizienteres Treibhausgas als CO2 ebenfalls zu einer Entlastung fuehrt.
2. Noch mehr Rentierherden ausbringen, die in ihrer Vielzahl und Masse den Permafrostboden festtrampeln und damit den Gasaustritt verringern. (Angeblich aus einem rennomierten Wissenschaftsmagazin. Kann mir aber nicht vorstellen, dass das ernst gemeint war. Vielleicht ein Artikel zum 1.4. *g*)
Gegenteilig dazu:
3. Den auftauenden Permafrostboden fruehzeitig zur Waldwirtschaft nutzen, da er zur CO2-Speicherung effizientere Gewaechse mit groesseren Wurzeltiefen ermoeglicht.
Und andere.
In diesem Geflecht von naturwissenschaftlichen Unbestimmten ein wenig Klarheit zu bekommen stelle ich mir als eine genuegend komplexe Aufgabe vor, um sie nicht auch noch durch imaginaere Zwangsbedingungen zu verkomplizieren.