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mehr als 1000 Beiträge seit 21.03.2023

Re: Der Autoren beweisen das grundsätzliche Ukrainedilemma

Man darf die moralisierende Propaganda nicht mit den tatsächlichen Interessen der Staaten verwechseln. Kriege entstehen aus Interessenkonflikten und nicht aus einem Kampf "Gut gegen Böse". Das mag einem amerikanischen Western so sein, der mündige Zuschauer weiß allerdings, dass das nur Märchen für Erwachsene sind. Um Kriege zu beenden, gibt es nur drei Möglichkeiten: Die totale Niederlage einer Seite, z.B. wie im 2. Weltkrieg gegenüber Japan und Deutschland. Den Krieg so lange weiterführen bis beide Seiten vollständig erschöpft sind, was beispielsweise im 1.Weltkrieg und im 30jährigen Krieg überwiegend der Fall war. Oder eben einen Interessenausgleich zwischen den Kontrahenten. Die USA werden ihre bisherige Hegemonie über die Welt in der alten Form nicht mehr aufrechterhalten können. Sollten sie dies dennoch versuchen, kommt es zum atomaren Showdown.

Bis dahin gehe ich mit..! Treffende Analyse.

Im Ukrainekonflikt geht es ganz sicher nicht um Demokratie und Freiheit, beides ist dort nicht vorhanden. Es geht auch sicher nicht um das Völkerrecht, das die letzten Jahrzehnte viele Male gebrochen wurde. Es geht einzig und allein um die Vormachtstellung der Blöcke USA, China und der aufstrebenden BRICS Staaten.

Hier übergehst Du schlicht und einfach die Menschen in der Ukraine, für die geht dieser Krieg sehr wohl um Demokratie und Freiheit. Die wollen kein Marionettenstaat Russlands werden und geben ihr Leben dafür. Und wie kommst Du darauf, dass es in der Ukraine keine Demokratie und Freiheit gegeben hat? Akutell befindet sich das Land im Krieg und muss sich gegen Russland verteidigen, das es da mit der Freiheit und der Demokratie schwer ist sollte keine Überraschung sein.
Und die BRICS Staaten sind nicht aufstrebend, das ist aktuell nur China und das auch nur wenn man die Probleme die auf das Land zurollen ausklammert.

Das ist Deutschland mittlerweile auch nicht mehr, die Außenministerin hat dies nur noch nicht bemerkt, wobei sie zu der Transformation vom Subjekt zum Objekt einiges beigetragen hat. Dies gilt übrigens für die gesamte Ampelkoalition. Macron, den ich als Innenpolitiker gar nicht schätze, ist zu einer solchen Analyse durchaus fähig und versucht für sein Land einen Rest von Handlungsfähigkeit zu bewahren. Deutsche Politiker haben dies schon längst aufgegeben.

Deutschland ist wie alle anderen Länder in eine gemeinsame Politik eingebunden und damit natürlich in diesem Rahmen eingeschränkt. Auch das ist keine Überraschung. Natürlich arbeitet man mit seinen Partnern so gut es geht zusammen und stimmt die Politik ab.

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