Splash42 schrieb am 23.09.2022 11:02:
Assange hat nicht seine Meinung gesagt, sondern geheime Informationen mitgehen lassen und verbreitet. Fand ich zwar eine gute Aktion, ist aber nicht wirklich von der Meinungsfreiheit gedeckt.
In den USA heißt es aber nicht "Freedom of opinion", sondern "Freedom of speech", also Redefreiheit und die schließt Pressefreiheit ein.
Deshalb mussten sie auch einen uralten und nie zuvor angewandten Paragraphen aus dem ersten Weltkrieg aus der Kiste kramen, um daraus einen "Spionageakt" zu konstruieren.
Nach internationalem Recht unterliegt Assanges Aufdeckung von US-Kriegsverbrechen aber gar nicht der US-Justiz, denn er ist weder US-Staatsbürger noch hat er das auf US-Territorium gemacht.
Wenn die USA das Durchziehen, ist das faktisch das Ende der Pressefreiheit in der westlichen Hemisphäre, denn dann könnten die USA sich jeden Reporter in der westlichen Welt, der ihnen nicht genehme Informationen über die USA veröffentlicht, ausliefern lassen und für immer weg sperren.