Es ist doch viel schlimmer als der Artikel suggeriert, Tatsache ist, wir stehen unmittelbar vor einem in Europa ausgetragenen Atomkrieg. In den USA ist in der Zeitung The Gardian zu lesen, dass ein hochrangiger Berater [Edit: im ursprünglichen Text war nur von Präsident Zelensky die Rede] von Präsident Zelensky von den USA bereits den Einsatz von US-Atomwaffen gegen Russland fordert - wohlgemerkt, präventiv, ohne dass Russland Atomwaffen einsetzt oder eingesetzt hat [1]. Ich glaube kaum, dass die Veröffentlichung einer derartig brisanten Forderung möglich wäre, wenn sie in den USA nicht von einflussreichen politischen Gruppierungen gestützt würde.
Und in dieser sehr sehr schlimmen Situation versteigen sich führende (deutsche) Politiker sinngemäß zu Aussagen, wonach sich der Bürger durch den drohenden Atomkrieg nicht verunsichern lassen dürfe und dass man einen Atomkrieg nicht fürchten müsse, die MSM wollen den Russen eine vernichtende Niederlage bereiten und Pazifisten, die sich gegen einen (Atom-) Krieg aussprechen werden als Putin-Trolle und Nazis diffamiert, obwohl sie mit ihrem Anliegen einzig unsere ureigensten Interessen vertreten. Diese Entwicklung lässt böses ahnen.
Wir erleben leider eine Situation, die sehr viele Parallelen zur Zeit kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs hat. Es mag richtig sein, dass sich Putin verschätzt hat, aber man darf getrost davon ausgehen, dass sich auch der Westen verschätzt, wenn er meint, dass man eine weitere Eskalation und damit verbunden einen Atomkrieg riskieren könne. Hat nicht John F. Kennedy nach der Kuba-Krise gesagt, dass man eine Atommacht niemals in die Ecke drängen darf und dass man ihr immer einen gesichtswahrenden Ausweg lassen muss, da ist viel wahres dran. Stattdessen hält der Westen siegessicher an einem Regime change fest, in der Hoffnung, dass es danach "irgendwie" besser sei als heute. Man halte sich vor Augen, der Westen möchte eine Großmacht mit über 6'000 Atomsprengköpfen politisch destabilisieren und zerstückeln. Eine derartige Strategie halte ich für brandgefährlich, aber wenn man nicht einmal einen gescheiten Plan hat, wie es nach dem Regime change weitergehen soll, dann muss man schon von Wahnsinn sprechen. Schlimmstenfalls ernten wir eine Situation wie in Libyen, allerdings auf einer sehr viel grösseren Fläche und mit tausenden von Atomsprengköpfen in der Hand von "Warlords". Das kann doch niemand ernsthaft wollen?
Die Am Ende wird es ein weiteres Mal so sein, dass die verantwortlichen Entscheidungsträger behaupten, dass niemand etwas habe wissen können und dass man nicht damit habe rechnen müssen, aber Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Als Literaturtipp sei das Buch "Die Schlafwandler" des australischen Historikers Christopher Clark empfohlen, der darin mit der Vorgeschichte und den Hintergründen des Ersten Weltkriegs beschäftigt.
Im Rest der Welt, in Russland und in China, läuft sicherlich auch nicht alles rund, aber nach meinen Beobachtungen werden werden wir ganz offensichtlich von wahnsinnig gewordenen Schwerverbrechern regiert, die zugunsten ihrer zu tiefst intoleranten, faschistoiden, kompromissunfähigen Woke-Ideologie das Leben mehrerer Milliarden Menschen auf unserem Planeten, ja die Schöpfung selbst gefährden. Es ist einfach fürchterlich, diese Idioten haben es innerhalb von nur 7 Monaten geschafft, dass wir nicht nur ernsthaft Gefahr laufen, dass Europa seine industrielle Basis verliert, nein, wir stehen auch einen letzten Schritt entfernt vor dem nuklearen Armageddon. Aber in dem MSM scheint das Wichtigste zu sein, dass man "auf der richtigen Seite steht" und "Haltung zeigt". Die Frage, wer denn definiert, was die richtige Seite und was Haltung ist, wird beflissentlich ausgelassen. Ansonsten würde man schnell feststellen, dass diese Fragen zwischen 1938 und 1945 anders beantwortet wurde als zwischen 1970 und 1990.
Die Verhältnisse in Russland werden wir allenfalls indirekt, langfristig und ein wenig verändern können. Hier halte ich es mit dem Bundeskanzler Willy Brandt, der nach dem Motto "Wandel durch Annäherung" handelte und eine ehrliche und aufrichtige Friedenspolitik umsetzte. Ich brauche keinen großen Krieg, um in diesen Gedanken eine tiefe Wahrheit erkennen zu können. Wir müssen uns jetzt für Veränderungen einsetzen, die Veränderungen müssen bei uns beginnen und die Veränderungen müssen rasch zu einem Abbau der Spannungen zwischen dem Westen und dem Rest der Welt führen. Ich befürchte, dass uns nur noch wenig Zeit bleibt, um eine pragmatisch handelnde sowie unsere (aber auch die europäischen) Interessen vertretende Regierung an die Macht zu bringen.
[Edit: nachträglich eingefügt]
[1] Dieser Artikel von Newsweek bezieht sich auf den originalen Artikel von The Guardian: https://www.newsweek.com/volodymyr-zelensky-ukraine-aide-says-us-needs-threaten-russia-nuclear-strike-1745099
"The other nuclear states need to say very firmly that as soon as Russia even thinks [d.H. es ist noch kein Angriff mit Atomwaffen erfolgt!] of carrying out nuclear strikes on foreign territory—in this case the territory of Ukraine—there will be swift retaliatory nuclear strikes to destroy the nuclear launch sites in Russia,"
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (23.09.2022 11:04).