Da es Völkerrechtlich überhaupt keine Grundlage gibt. Die Einwohner, welche sich als "Russisch" Identifizieren, sind nicht Staatenlos, da es Russland als Staat bereits gibt.
Es handelt sich bei Russland genauso wie bei der Ukraine nicht um Nationalstaaten, sondern um Vielvölkerstaaten.
Da ist Nationalität (Ethnie) nicht gleich der Staatsbürgerschaft.
Das wird in Deutschland gern und oft vergessen oder ignoriert.
In Deutschland sind alle Bürger Deutsche, auch wenn sie völlig andere ethnische Wurzeln haben.
Selbst "Biodeutsche" können etwas anderes sein: etwa Dänen, Sorben oder Friesen.
In Russland ist das anders, dort unterscheidet man "Russen" und "Russländer".
Letzteres sind Bürger der RF, also auch Tschetschenen, Nenzen, Tataren, Burjaten und natürlich Russen und Ukrainer.
In der Ukraine ist es doppelt etwas schwieriger:
Erstens sprachlich, es gibt die Unterscheidung nicht in einem Wort, da muss man zur Wortfolge Bürger der Ukraine greifen und das können Ukrainer, Russen, Ungarn, Polen sein. Und zweitens leben sowohl (ethnische) Russen und Ukrainer sowohl in der Ukraine als auch in Russland.
Und so können durchaus ethnische Ukrainer und Russen sich lieber als Bürger des einen oder des anderen Landes sehen wollen.
Das ist für einzelne Menschen oder Familien nicht das übergrosse Problem, sie können das mit oder ohne Umzug gestalten.
Problematisch wird das jedoch für zusammenhängende Gebiete mit einer Bevölkerung mit überwiegend gleichen Wünschen dieser Art.
Problematisch im Sinne des vorherrschenden staatlichen Rechts. Das Völkerrecht spricht vom Selbstbestimmungsrecht der Völker. Das setzt eine Anerkennung durch nationales Recht nicht voraus. In diesem Widerspruch gewinnt die Macht des Faktischen.
Es ist ein wenig wie in Deutschland: Bürger heissen "Deutsche", egal ob sie Deutsche, Sorben, Dänen, Russen oder Franzosen oder noch etwas anderes sind.
Die Staatsbürgerschaft verleiht Rechte und Pflichten: Wahlrecht, Niederlassungsfreiheit, Pflichten aus den Gesetzen, die an die Staatsbürgerschaft gebunden sind.
Die Nationalität (Ethnie) verleiht eigentlich nichts, aber sie erklärt kulturelle Unterschiede Gewohnheiten und es ist guter Stil eine Unterstützung bei der Erhaltung der Sprache zu bekommen, mindestens aber nicht wegen der Sprache diskriminiert zu werden.