Die deutsche Leitung der Siebenten-Tags-Adventisten teilte vier Tage nach Beginn des Ersten Weltkrieges dem Kriegsministerium schriftlich unaufgefordert mit, dass sie alle männlichen Mitglieder aufforderte, als Soldaten (natürlich auch samstags) zu kämpfen.
2000–3000 Gemeindemitglieder, die dies als „unnüchterne Elemente mit törichten Ideen“ und „Betrüger“ ablehnten, wurden wegen „unchristlichen Verhaltens“ und „als Bedroher des inneren und äußeren Friedens“ ausgeschlossen. Bis 1918 galten diese offiziell als „Landesverräter“, „Agitatoren“ und „Bedroher der inneren und äußeren Sicherheit“.
Die Ausschlüsse nannte man „Reinigung“. Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Missionsgesellschaft_der_Siebenten-Tags-Adventisten,_Reformationsbewegung
Interessant ist dabei auch das Thema der Würdigung Franz_Jägerstätters
( https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Jägerstätter ):
...1946 lehnte Bischof Fließer einen Artikel über ihn in der Linzer Kirchenzeitung ab:
„Ich halte jene idealen katholischen Jungen und Theologen und Priester und Väter für die größeren Helden, die in heroischer Pflichterfüllung […] gefallen sind.
Oder sind Bibelforscher und Adventisten, die ‚konsequent‘ lieber im KZ starben als zur Waffe griffen, die größeren Helden?“
Hierzu erschien das Buch:
Denn es steht geschrieben: "Du sollst nicht töten!" Die Verfolgung religiöser Kriegsdienstverweigerer unter dem NS-Regime mit besonderer Berücksichtigung der Zeugen Jehovas (1939-1945) - www.jwhistory.net/text/herrberger2005.htm