Ansicht umschalten
Avatar von jsjs
  • jsjs

mehr als 1000 Beiträge seit 25.12.2019

Mantra #4: eine technische Lösung muss her!

Bekannte hatte einen einleuchtenden Tipp beim Kochen: "Salz rein ist einfach, Salz raus ist schwierig".

Ja, es gibt technische Lösungen um CO2 zu binden und zu verstauen. Aber es gibt auch technische Lösungen um Plastikmüll aus der Umwelt zu entfernen.

Der Mangel an diesen Lösungen: die kosten nur Geld. CO2, dass mit (Energie-) Aufwand aus der Luft gefiltert wird und z.B. zu Stein umgeformt und verbuddelt wird, ist selber kein Geschäftsartikel. Derjenige, der solche Anlagen herstellt, der macht zwar ein Geschäft. derjenige, der sie kaufen und betreiben muss , für den ist es Kost. Seine Produktion verteuert sich entsprechend. Man kennt das von der vorhandenen Maßnahmen zur Filterung und Reinigung von Abgasen/Abwässern. Kapitalisten würden die nicht einbauen, wenn sie es nicht müssten.

Wer soll also solche Anlagen betreiben, und warum? In Frage kommt der Staat. Aber da höre ich schon den Einwand "Deutschland allein kann die Welt nicht retten"

Bewerten
- +
  • Avatar von bbirke
    • bbirke

    mehr als 1000 Beiträge seit 22.12.2004

    Technische Lösungen, die jetzt existieren und funktionieren, CO2-Vermeidung

    Antwort auf Mantra #4: eine technische Lösung muss her! von jsjs.

    Gerade bei der CO2-Vermeidung ist die Technik schon weit fortgeschritten und verfügar. Erschwingliche Wind- und Solarenergie sind Technologien, die in der Vergangenheit lange befördert und subventioniert wurden und uns heute nützen. Ebenso Speichertechniken für Strom. Damit kann auch das Auto endlich CO2-frei werden, statt wie bis vor wenigen Jahren nur sparsam zu sein oder eingeschränkt zu werden. Und endlich werden diese elenden, bald 5 Jahrzehnte andauernden Versuche obsolet, Autofahrer wieder auf Bus, Bahn und Fahrrad zu drängen, was meist erheblich negativ, auf dem Land eine Katastrophe ist.

    CO2 erst freisetzen und dann in die Erde verpressen oder in der Tiefsee verklappen ist in der Tat Unsinn. Vage Zukunfts- und SciFi-Technologien, wie Fusion, kann man als ungelegte Eier nicht einrechnen.

    Mit der dauernden Kapitalismuskritik: ich stimme absolut überein, dass der Kapitalismus eingehegt und kontrolliert werden muss - aber wirkliche Alternativen fehlen, die Menschen zu fortschrittlichem Handeln motiveren. Das funktioniert vielleicht auf lokaler Ebene, aber nicht als Staat oder Gesamtgesellschaft.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von jsjs
    • jsjs

    mehr als 1000 Beiträge seit 25.12.2019

    Antwort auf Technische Lösungen, die jetzt existieren und funktionieren, CO2-Vermeidung von bbirke.

    bbirke schrieb am 27.09.2021 10:09:

    Gerade bei der CO2-Vermeidung ist die Technik schon weit fortgeschritten und verfügar. Erschwingliche Wind- und Solarenergie sind Technologien, die in der Vergangenheit lange befördert und subventioniert wurden und uns heute nützen. Ebenso Speichertechniken für Strom. Damit kann auch das Auto endlich CO2-frei werden, statt wie bis vor wenigen Jahren nur sparsam zu sein oder eingeschränkt zu werden. Und endlich werden diese elenden, bald 5 Jahrzehnte andauernden Versuche obsolet, Autofahrer wieder auf Bus, Bahn und Fahrrad zu drängen, was meist erheblich negativ, auf dem Land eine Katastrophe ist.

    Auf dem Land ist der öffentliche Nahverkehr schwieriger zu organisieren. Und klar, wenn der Bus nur alle 30 Minuten fährt, und man im Regen 2 Km zur Haltestelle laufen muss, ist es unattraktiv.
    In einigen Städten gibt es Moia. Das funktioniert halbwegs gut, man braucht aber eine App, und auf dem Land lohnt sich das für den Betreiber aber vermutlich nicht.

    CO2 erst freisetzen und dann in die Erde verpressen oder in der Tiefsee verklappen ist in der Tat Unsinn. Vage Zukunfts- und SciFi-Technologien, wie Fusion, kann man als ungelegte Eier nicht einrechnen.

    Die hätten aber den "Charme", dass man alles so weiter laufen lassen kann. Niemand würde einen Arbeitsvertrag unterschreiben, wo der Lohn ungewiss ist. Aber auf technische Lösungen, die es nicht gibt, setzt man gerne.

    Mit der dauernden Kapitalismuskritik: ich stimme absolut überein, dass der Kapitalismus eingehegt und kontrolliert werden muss - aber wirkliche Alternativen fehlen, die Menschen zu fortschrittlichem Handeln motiveren. Das funktioniert vielleicht auf lokaler Ebene, aber nicht als Staat oder Gesamtgesellschaft.

    Solange die Rechnungsweise des Kapitalismus existiert, wird die Natur als Kost behandelt - genauso wie der Lohn. Man wird Umweltzerstörung und Armut nicht beseitigen, sondern als dauerhaftes Problem bestenfalls aushaltbar machen.

    Bewerten
    - +
Ansicht umschalten