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Avatar von Ce qu'a vu le vent d'ouest
  • Ce qu'a vu le vent d'ouest

mehr als 1000 Beiträge seit 04.09.2002

Das Desaster nahm seinen Lauf

.. als Hollande anno 2012 (wie von Heise vor ein paar Tagen gemeldet) auf seinen Bauch hörte und den AKW-Anteil an der Stromerzeugung - per Dartpfeilwurf-Ermittlung? - auf 50% reduzierte. Das mag immer noch stattlich aussehen, war aber nicht unbedingt ein Signal für die Industrie, grossartig zu investieren oder sich gar im grösseren Stil mit der dritten Generation zu beschäftigen.

Es mag viele Gründe geben, warum der Betrieb mittlerweile derart "schwierig" geworden ist, aber ein Mangel an Investitionen (auch beim Unterhalt) und bescheidene Planungssicherheit (weil niemand in irgend einer Form Verantwortung übernehmen wollte?) sind sicherlich Ursachen dafür.

Selbstverständlich ist es anno 2023 nicht mehr problemlos möglich ein AKW zu betreiben wie 1983. Denn es ist 2023...
Und Macron? Der hatte sich noch 2019 gegen die sogenannten, neuen "Astrid"-Meiler ausgesprochen.
Aufschlussreich ist, was EDF-Chef Lévy noch im August letzten Jahres festhielt: "Wir haben keine Leute eingestellt, um 12 Kraftwerke zu bauen, wir haben eingestellt, um 12 zu schließen“. Das mag etwas übertrieben sein, aber wer halbwegs rentabel arbeiten möchte, muss gleich eine ganze Flotte avisieren, sonst drohen horrende Kosten und mutmasslich ein Mangel an Experten.

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  • Avatar von Becmal
    • Becmal

    498 Beiträge seit 16.09.2021

    Antwort auf Das Desaster nahm seinen Lauf von Ce qu'a vu le vent d'ouest.

    Schön, dass mal jemand die wirklchen Gründe der Wartungsmisere der französischen KKW erläutert:
    Welcher angehende Ingenieur wollte sich schon auf eine angebliche Auslauftechnik spezialisieren? Und nun fehlt qualifiziertes Personal. Es wird händeringend gesucht und nur manchmal in Nordamerika gefunden.

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  • Avatar von AstroTom
    • AstroTom

    121 Beiträge seit 21.11.2013

    Antwort auf Das Desaster nahm seinen Lauf von Ce qu'a vu le vent d'ouest.

    Tja das kann man so sehen.
    Aber ein Ausstieg wurde unter Hollande ja nie in die Wege geleitet oder gar beschlossen.

    In F ist die Atomlobby das was bei uns die Autolobby ist. Es wird nichts gegen diese Intressen unternommen.

    Und in D hat man den Ausstieg beschlossen aber den Einstieg in die alternativen behindert wo es ging.

    In F hätte man sehr schnell zu den Kapazitäten Wind/Solar aufbauen können und uns dann ja teuer verkaufen können. Wollte man aber nicht, das Atomei ist Heilig...

    Man hätte vor 15 Jahren damit beginnen müssen jedes Jahr ein AKW komplett zu überholen um längere Laufzeiten sicher Garantieren zu können.

    Ist wie mit den Schulen bei uns, man spart sich erst was. Aber kommt dann nicht mehr nach mit der Sanierung.

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