Artur_B schrieb am 29.12.2021 11:39:
Zum Beispiel, dass die Polen nicht den geringsten Versuch machen, die Behauptungen Czeczkos zu widerlegen. Für die geradezu hermetische Abschirmung des gesamten Gebiets, auch für UNO-Mitarbiter, gibt es keinen einzigen Grund, außer dem, dass dort ungeheuerliche Dinge passieren. Natürlich ist das Ereignis von einer Wichtigkeit, die die Medien zu einem Bericht veranlassen müsste. Aber die NZZ berichtet als einzige. Warum? Nun, sie darf. Sie erscheint im Nicht-NATO-Land Schweiz. Die Presse in den NATO-Ländern darf nicht. Übelste Vorahnungen damit wieder mal bestätigend. Das alles zusammen lässt mich annehmen, dass die Angaben des Soldaten mit 99-prozentiger Sicherheit richtig sind.
Stattdessen wurde bei uns die These vom "hybriden Krieg" ventiliert. Das genau ist das Interesse der NATO: aus ein paar Flüchtlingen einen Kriegsgrund zu machen, ein Krieg, den sie schon immer wollte. Unterstützt von den Rechten, die es natürlich großartig finden, wenn Flüchtlinge erschossen werden. Diesmal passen sie hervorragend ins NATO-Kalkül.
Hinzu kommt: wenn da Leute erschossen werden, dann muss das auch in politischen Kreisen bekannt sein. Was die NATO dann nutzt, um diese Leute zu erpressen. Denn wenn das bekannt würde, wäre es dann auch in unseren Zeiten noch ein Skandal.
Denn die totale Preisgabe aller Grundsätze der Humanität, für die 4000 Jahre lang gekämpft wurde, ist dem Volk noch nicht ohne Weiteres zu vermitteln.
Gruß Artur
Ein paar Anmerkungen dazu:
1.) Bisher gibt es nur die Aussage von dem Deserteur, die bisher von keiner Seite aus verifiziert werden konnte.
2.) selbst Medien, die es lieben, die NATO immer in einen möglichst schlechten Licht zu zeigen, glauben dieser Story anscheinend nicht genug, um daraus eine große Story zu machen. Also z.B. Neues Deutschland hat auch nichts dazu gebracht. RT DE, die sicherlich die besten Verbindungen nach Weissrussland haben, haben bisher 2 Artikel am 18 und 21.12 zu dem Thema gebracht - schlachten dieses Thema aber seitdem nicht mehr aus. Das sie dies in der aktuellen angespannten Situation Russland / Europa nicht weiter ausschlachten ist für mich ein weiteres Indiz (kein Beweis), dass diese Story auf sehr wackligen Beinen steht.
3.) Laut Aussage des Deserteurs sollen auch zwei polnische Aktivisten erschossen worden sein - die keiner vermisst. Auch das ist seltsam.
4.) Würde ich ein solches Verhalten der aktuellen polnischen Regierung zutrauen? Der traue ich in der Zwischenzeit alles zu. Gäbe es solche Vorfälle würden sie diese vermutlich decken bzw. unter den Teppich kehren. Aber das ist trotzdem kein Beweis, dass soetwas stattgefunden hat. Die Aussagen der polnischen Regierung über den Deserteur sind zwar plausibel, aber auch nicht von unabhängiger Seite verifiziert.
5.) Auch wenn ich begründeten Zweifel an der Aussage des Deserteurs habe (siehe Punkt 2 & 3) sollte dies möglichst international untersucht werden. Die Vorwürfe sind so ungeheuerlich, dass man sie nicht im Raum stehen lassen sollte.
Und last but not least.
Die polnische Regierung ist neben der ungarischen Regierung wirklich die Letzte, die ich als positives Beispiele für die europäische Union sehe. Beide sind wirklich ein Rückfall in düstere Zeiten.
Schlussfolgerung:
Ich neige zu der Sichtweise, dass dies ein Hoax seitens des Deserteurs ist. Er macht sich interessant, um nicht gleich wieder zurückgeschickt zu werden.
Aufgeklärt werden muss es trotzdem.
@Artur_B
Wie kann man etwas widerlegen, was nicht passiert ist? Gibt es keine Toten, dann kann man auch keine Gräber finden. Im Zweifel für den Angeklagten ist ein wichtiger Rechtsgrundsatz in den westlichen Ländern.
Ich stimme Dir zu, dass die komplette Abriegelung des Grenzgebietes eines Landes der Europäischen Union nicht würdig ist. Das geht gar nicht.
Das die NATO einen Kriegsgrund sucht ist russische Propaganda. Alle NATO Länder, bis auf die USA haben ihre Streitkräfte im Rahmen der Friedensdividende reduziert. Die Bundeswehr als wichtigste europäische Landstreitmacht ist ein Schatten ehemaliger Stärke. 1989 hatte die Bundeswehr rund 4.000 Kampfpanzer - jetzt sind es noch rund 300, davon vielleicht die Hälfte einsatzfähig. Die Holländer haben gar keine Panzer mehr und deutsche Hubschrauber Piloten müssen beim ADAC üben, um die Mindestanzahl an Flugstunden zu bekommen. Nur um mal ein paar Beispiele zu nennen.
Die USA brauchen, um einen offensiven Krieg in Europa führen zu können, minimum 6 Monate Vorlauf (siehe die Truppentransporte für Desert Shield 1989 - und die russische Armee ist viel stärker als die irakische Armee), um alles notwendige Gerät dafür nach Europa zu schaffen. Es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass tausende neue Panzer und Flugzeuge in Europa stationiert werden. Und sie brauchen dafür die Zustimmung aller NATO Länder - denn die Entscheidungen müssen einstimmig sein.
Russland dagegen hat in den letzten Monaten alles vor Ort gebracht - die russischen Panzer in Rostow sind ungefähr 6 Fahrstunden (180 km) von der ukrainischen Grenze entfernt. Wenn es Krieg gibt, dann wird die Ukraine das erste halbe Jahr allein kämpfen - ausgenommen Materiallieferungen.
Auch Russland wird vermutlich eine politische Lösung vorziehen - zur Zeit zeigt Russland seine Folterwerkzeuge (Truppenaufmärsche / Gaslieferungen) in der Hoffnung, dass der Westen wie bei München 1938 einknickt und alle Forderungen akzeptiert.