Es handelt sich zum einen um nationale Medien, wie es der Name schon sagt, das ist nichts wirklich neues, dass sie halt aus nationalem Blickwinkel "informieren". Ferner ist noch ein weiteres Problem: Die hierarchische Struktur der "freien Presse". Bölls Heinrich hat mal gesagt, die Pressefreiheit ist eine Freiheit von ein paar hundert Verlegern (oder so ähnlich). Sie entscheiden, was gedruckt und gesendet wird und was nicht. Wissenschaftliche Wahrheit ist nicht das entscheidende Kriterium, im Gegenteil, die interessiert absolut überhaupt nicht, sofern sie "der Sache" nicht dienlich ist.
Bei der letzten Wahl hatten wir eine grüne Kanzlerkandidatin. Es war ihr wichtig im Wahlkampf ihre Kompetenz im "Völkerrecht" immer und immer wieder zu betonen. Was könnte sich denn da ganz genau dahinter verborgen haben? Mangelte es hier in Deutschland an Völkerrecht so sehr, dass wir unbedingt eine darin besonders kompetente Kanzlerin brauchen? Was genau beinhaltet denn dieses "Wahlversprechen" der völkerrechtlichen Kompetenzen? Die Antwort ist nicht schwer, es geht um die künftige Auseinandersetzung mit Russland und der Ukraine. Es gibt ein Protokoll von Minsk, das einfordert, dass die westliche Ukrainische Regierung in direkten Kontakt mit den Aufständischen des Donbas treten soll. Diese Forderung wird nicht nur nicht umgesetzt, sie wird torpediert und verhindert. Als Begründung dafür wird die westliche Interpretation des Völkerrechts vorgegeben, welche die Ukraine nun im Gesamtpaket an den Westen übergeben soll. Die westliche Interpretation des Völkerrechts definiert Russland als Besatzer und die Aufständischen im Donbas, die dem gewalttätigen Systemchange in Kiew kritisieren als Terroristen. Das Rekurrieren unserer Kanzlerkandidatin auf ihre Völkerrechtlichen Kompetenzen wird in der Presse nicht hinterfragt, jedenfalls habe ich davon nichts mitbekommen. Selbst wenn sie in einem bizarren Videoauftritt von ihrem Großvater erzählt, auf dessen Schultern sie nun Europa retten oder was auch immer möchte, so findet sich kein Journalist, der da mal etwas genauer nachfragt.
Es ist m. E. nicht allzu verwunderlich, wenn über den Soldaten nicht berichtet wird, denn das würde ein schlechtes Licht auf das Gut/Böse-Verhältnis dieses großen alles überschattenden Konflikts werfen. In wessen Interesse sollte das denn nun sein?
Die europäischen Aussengrenzen sind kein Spass, das sollte doch langsam wirklich mal klar werden. Die Interessen afrikanische Einwanderer in Gummibooten oder der Syrer und Iraker, die sich jetzt aktuell irgendwie nach Belarus verfranst haben, zählen einen feuchten Kehrricht!