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Avatar von OskarMaria

mehr als 1000 Beiträge seit 22.09.2000

Falsche Tatsachen zu veröffentlichen ist kein Journalismus

Spät abends hat mich ein Mann am Tresen angesprochen. Wir würden alle fremdgesteuert, manipuliert und kontrolliert. Fast jeder hätte inzwischen so ein kleines Kästchen am Ohr, das die ständige Verbindung zu den Manipulateuren herstellen würde. Und die Presse würde das auf Befehl von oben verschweigen.

Manche Artikel bei Telepolis haben ähnlichen Charakter. Man nimmt Behauptungen, die in das eigene Weltbild so passen und schneidert dazu einen Beitrag. Der fängt dann meist mit dem Fragezeichen in der Überschrift an: "Flucht in die Lukaschenko-Diktatur?" und dann geht das so weiter mit ungeprüften Behauptungen von Dritten. Beispiele gefällig?

Erinnern wir uns an die Machwerke eines Florian Rötzers zum Abschuss der Passagiermaschine MH17 über der Ostukraine. Da wurden ungeprüfte und falschen Behautungen eines "Privatermittlers" Josef Resch ausgiebigst zitiert - mit dem Ziel, die Schuld Russlands am Abschuss in Zweifel zu ziehen.

Oder jene georgischen Scharfschützen, die unter Anleitung von Micheil Saakaschwili, von einem Kiewer Hotel aus die auf dem Maidan protestierenden Bürger unter Beschuss nehmen sollten. Blöd nur, dass jener Saakaschwili zu dieser Zeit ein Einreiseverbot in die Ukraine hatte und zudem einen Lehrauftrag in den USA hatte.

Würde man bei Telepolis nur den geringsten journalistischen Grundsätzen folgen, dann hätte man zumindest ein paar eigene Recherchen angestellt. Telefonate mit polnischen Menschenrechtsorganisationen, die sich um die Flüchtlinge aus Belarus kümmern oder mit dem weißrussischen Roten Kreuz hätten für mehr Klarheit sorgen können. Aber das ist ja der Mühe zu viel. Man spekuliert besser - mit Fragezeichen: "Was, wenn an den Aussagen des polnischen Soldaten einen wahren Kern gibt? Wenn es auch nur eine Tötung gegeben hat?"

Aber ok - solch ein Machwerk dient wieder mal der ständigen Behauptung bei Telepolis, die Medien in Deutschland sind unfrei oder viel zu linientreu. Letztlich schaden solche Beiträge aber nur dem Blog Telepolis selbst - es ist niemals eine seriöse Quelle.

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  • Avatar von CalimeromitSombrero
    • CalimeromitSombrero

    mehr als 1000 Beiträge seit 19.09.2001

    Telepolis ist als Nachrichtenquelle verbrannt

    Antwort auf Falsche Tatsachen zu veröffentlichen ist kein Journalismus von OskarMaria.

    Das ist ein Nischenportal wie es sie auch für Bienenzüchter, Yogakurse am Bodensee oder „Witze“ von Mario Barth gibt.

    Gut um mal vom Schreibtisch aus in die Untiefen gewisser Subkulturen einzutauchen, aber zum Glück findet es außerhalb der Blase keine Beachtung.

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    • unbekannter Benutzer

    mehr als 1000 Beiträge seit 18.11.2014

    Diskussionsbeiträge dürfen auch schon mal mit einem Fragezeichen beginnen

    Antwort auf Falsche Tatsachen zu veröffentlichen ist kein Journalismus von OskarMaria.

    Was der Leser daraus macht, sagt mehr über den Leser als über den Autor aus.

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  • Avatar von CalimeromitSombrero
    • CalimeromitSombrero

    mehr als 1000 Beiträge seit 19.09.2001

    Antwort auf Diskussionsbeiträge dürfen auch schon mal mit einem Fragezeichen beginnen von .

    Doof nur das die Frage des Artikels ja keine ist, sondern Tatsache.
    Ein Pole ist in die Lukaschenkodiktatur geflohen.
    Das bestreitet niemand. Warum also als Frage?

    Wenn die Überschrift schon so stümperhaft ist sagt das viel über den Artikel aus.
    Zumal das das einzig belegbare in dem Geschreibsel ist…

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    • unbekannter Benutzer

    mehr als 1000 Beiträge seit 18.11.2014

    Antwort auf Re: Diskussionsbeiträge dürfen auch schon mal mit einem Fragezeichen beginnen von CalimeromitSombrero.

    Die Überschrift sagt aus, dass der Autor die Wahrheit auch nicht kennt.
    Stellt aber zur Diskussion, warum das Thema in Polen und Belarus in den Medien Wellen schlägt, aber in den Westmedien, die sonst alles über die Migranten an der Grenze berichten, nicht einen Beitrag wert ist.

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  • Avatar von CalimeromitSombrero
    • CalimeromitSombrero

    mehr als 1000 Beiträge seit 19.09.2001

    Antwort auf Re: Diskussionsbeiträge dürfen auch schon mal mit einem Fragezeichen beginnen von .

    Nein, die Überschrift stellt die Frage ob jemand in die Lukaschenkodiktatur geflohen ist.
    Das ist unstrittig, daher ist die Überschrift stilistisch komplett falsch.
    Richtig wäre z. B. „Migranten von polnischer Armee erschossen?“

    Das der Schreiber nichts zu dem Thema weiß wird erst im Artikel deutlich.
    Schaut da keiner drüber bevor sowas veröffentlicht wird?

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  • Avatar von Alex Riemenschneider
    • Alex Riemenschneider

    mehr als 1000 Beiträge seit 02.06.2019

    Antwort auf Falsche Tatsachen zu veröffentlichen ist kein Journalismus von OskarMaria.

    OskarMaria schrieb am 29.12.2021 11:13:

    Würde man bei Telepolis nur den geringsten journalistischen Grundsätzen folgen, dann hätte man zumindest ein paar eigene Recherchen angestellt. Telefonate mit polnischen Menschenrechtsorganisationen, die sich um die Flüchtlinge aus Belarus kümmern oder mit dem weißrussischen Roten Kreuz hätten für mehr Klarheit sorgen können. Aber das ist ja der Mühe zu viel. Man spekuliert besser - mit Fragezeichen: "Was, wenn an den Aussagen des polnischen Soldaten einen wahren Kern gibt? Wenn es auch nur eine Tötung gegeben hat?"

    Aber echter Journalismus kostet halt auch Geld (und vergrault die Stammkundschaft).

    Aber ok - solch ein Machwerk dient wieder mal der ständigen Behauptung bei Telepolis, die Medien in Deutschland sind unfrei oder viel zu linientreu. Letztlich schaden solche Beiträge aber nur dem Blog Telepolis selbst - es ist niemals eine seriöse Quelle.

    Das setzt voraus, dass es überhaupt Ziel von Telepolis ist, "eine seriöse Quelle" zu sein.

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  • Avatar von cc_reloaded
    • cc_reloaded

    mehr als 1000 Beiträge seit 25.01.2015

    Antwort auf Falsche Tatsachen zu veröffentlichen ist kein Journalismus von OskarMaria.

    Heute legen sich unsere Forentrolle aber mal wieder richtig ins Zeug im Kampf für die Wahrheit und gegen TP.

    Ich finde das sehr amüsant, wie bestimmte Themen eine Auswahl ganz spezieller Poster immer wieder triggert. Weiter so im Kampf für unsere Werte, denn wir sind die Guten!

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  • Avatar von CalimeromitSombrero
    • CalimeromitSombrero

    mehr als 1000 Beiträge seit 19.09.2001

    Antwort auf Re: Falsche Tatsachen zu veröffentlichen ist kein Journalismus von cc_reloaded.

    Das kommt Dir nur zu vor weil die russischen Trolle noch im Winterschlaf sind. Ferien?

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  • Avatar von GueB
    • GueB

    3 Beiträge seit 02.10.2018

    Endlich einer, der die Wahrheit über Telepolis erkannt hat

    Antwort auf Diskussionsbeiträge dürfen auch schon mal mit einem Fragezeichen beginnen von .

    Brasso schrieb am 29.12.2021 11:29:

    Re: Diskussionsbeiträge dürfen auch schon mal mit einem Fragezeichen beginnen

    Was der Leser daraus macht, sagt mehr über den Leser als über den Autor aus.

    Hehe, Telepolisartikel sind Diskussionsbeiträge. Da hast Du sicher recht - das Niveau ist entsprechend.

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