Was hindert die Journalisten daran, mal ihre feuchte Buden zu verlassen und vor Ort Recherchen durchzuführen? Stattdessen serviert man halbgare Meinungsartikel, die bestenfalls Anregung zum Fremdschämen bieten. Hat denn niemand Mitleid mit dem armen Konjunktiv so oft wie er hier vergewaltigt wird?
Also: wenn sogar die UNO 21 Tode in diesem Zusammenhang festgestellt hat, ist es doch naheliegend, erfahren zu wollen, wie diese zustande kamen. Fielen etwa die post mortem PCR Tests negativ aus, sodass es sich nicht LOHNT, darüber genauer zu berichten? Oder noch schlimmer: könnte am Ende sogar etwas Wahres an den Vorwürfen des desertierten Soldaten sein? Man könnte doch zumindest mal betroffene Menschen befragen. Wer oder was hindert die schreibende Zunft daran? Etwa die Hand, die sie füttert? Meines Wissens nach war noch bis vor kurzem das besagte Grenzgebiet von weissrussischer Seite frei zugänglich. Lediglich das demokratische, freie Polen hat es zur militärischen Sperrzone erklärt. Warum? Was frage ich überhaupt?! Bin ja kein Aktivi... äääh Schornalist, meinte ich, Schornalist.
PS. Minsk ist eine sehr schöne Stadt mit sauberen Straßen, keiner sichtbaren Kriminalität und freundlichen Einwohnern - durchaus eine Reise wert!