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  • Unvorhandener Winzling

890 Beiträge seit 31.12.2018

Glaziologie zum Haareraufen

Dieses Wasser bildet im Sommer auf dem Eis regelrechte Flüsse, die kleine Canyons graben und schließlich Trichter aushöhlen, in denen sie tief in das Innere der Gletscher abtauchen, teilweise bis zu deren Grund. Dort bilden sie dann eine Art Film, auf dem das Eis schneller Richtung Meer fließen kann. Auf dem Weg dorthin, so schreibt Hobbard in einem Beitrag für das Magazin The Conservation, bilden sie "ein komplexes Geflecht von Tunneln, das sich über viele hundert Meter ausdehnt".

Der Artikel suggeriert, dass dieses Verhalten von ausgeaperten Gletschern eine Folge des Klimawandels ist, als hätte man das erst vor ein paar Jahren entdeckt. Das ist aber nur etwas für Leute, die glauben, dass Gletscher wegen des Klimawandels ins Meer kalben!
Wer jemals auf einem Gletscher unterwegs war, der weiß, dass es dort im Hochsommer extrem heiß wird. Die Ausaperung im Hochsommer gehört dazu. Es bildet sich Gletschersumpf, und auch die mäandrierenden Flusssysteme gehören dazu, ebenfalls wie die Gletschermühlen. Die hat es schon immer gegeben, auch schon vor dem Klimawandel. Das liegt einfach daran, dass eine Gletscherzunge irgendwo endet, und dort apert sie zwangsweise aus, weil das immer der tiefste und somit auch wärmste Punkt ist, während die Nährzone des Gletschers wesentlich höher liegt, wo sich auch in kühlen Sommern neues Eis bilden kann.
Tut mir leid, aber man muss hier ja annehmen, dass Klimaforscher noch nie einen Gletscher betreten haben und ein 2D-Modell eines Gletschers verwenden. Das ist aber nicht der Fall. Ein Gletscher ist zerfurcht, hat Brüche, Spalten, Röhrensysteme, Toteiszonen am Rand, Felsauflagen, Gletschertische, Seen usw.

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  • Avatar von marenghi
    • marenghi

    mehr als 1000 Beiträge seit 03.12.2020

    Antwort auf Glaziologie zum Haareraufen von Unvorhandener Winzling.

    Du kannst sicher selbständig sehr viele Bilder googlen von Forschern, die überall auf de rWelt an Gletschern rumturnen.

    Nur weil man das in einem ARtikel für ein Nicht-Fachpublikum beschreibt, sollte dich das dann nicht zur Annahme führen, dass der Artikel oder gar die Forscher das suggerieren.

    Das Abschmelzen der Gletscher ist allerdings in der Tat beschleunigt, sodass bspw mehr Schmelzwasser diese "Rutsche" bildet. In größeren Dimensionen ist das dann quantitativ bsd in der Antarktis und Arktis gesteigert.

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  • Avatar von TroyMcLure
    • TroyMcLure

    mehr als 1000 Beiträge seit 11.09.2001

    Antwort auf Glaziologie zum Haareraufen von Unvorhandener Winzling.

    Unvorhandener Winzling schrieb am 27.07.2023 19:56:

    Dieses Wasser bildet im Sommer auf dem Eis regelrechte Flüsse, die kleine Canyons graben und schließlich Trichter aushöhlen, in denen sie tief in das Innere der Gletscher abtauchen, teilweise bis zu deren Grund. Dort bilden sie dann eine Art Film, auf dem das Eis schneller Richtung Meer fließen kann. Auf dem Weg dorthin, so schreibt Hobbard in einem Beitrag für das Magazin The Conservation, bilden sie "ein komplexes Geflecht von Tunneln, das sich über viele hundert Meter ausdehnt".

    Der Artikel suggeriert, dass dieses Verhalten von ausgeaperten Gletschern eine Folge des Klimawandels ist, als hätte man das erst vor ein paar Jahren entdeckt. Das ist aber nur etwas für Leute, die glauben, dass Gletscher wegen des Klimawandels ins Meer kalben!
    Wer jemals auf einem Gletscher unterwegs war, der weiß, dass es dort im Hochsommer extrem heiß wird. Die Ausaperung im Hochsommer gehört dazu. Es bildet sich Gletschersumpf, und auch die mäandrierenden Flusssysteme gehören dazu, ebenfalls wie die Gletschermühlen. Die hat es schon immer gegeben, auch schon vor dem Klimawandel. Das liegt einfach daran, dass eine Gletscherzunge irgendwo endet, und dort apert sie zwangsweise aus, weil das immer der tiefste und somit auch wärmste Punkt ist, während die Nährzone des Gletschers wesentlich höher liegt, wo sich auch in kühlen Sommern neues Eis bilden kann.
    Tut mir leid, aber man muss hier ja annehmen, dass Klimaforscher noch nie einen Gletscher betreten haben und ein 2D-Modell eines Gletschers verwenden. Das ist aber nicht der Fall. Ein Gletscher ist zerfurcht, hat Brüche, Spalten, Röhrensysteme, Toteiszonen am Rand, Felsauflagen, Gletschertische, Seen usw.

    Absolut richtig: bei meiner ersten Expedition auf einen Gletscher vor 20 Jahren packte unser Anführer einen Mars-Riegel aus um daran den Charakter eines Gletchers zu erklären: außen harte Schicht & innen flexibler. Dann knickte er den Mars-Riegl an zwei Stellen um uns zu erklären wie sich der Gletscher zwischen den seitlichen Felswänden ins Tal windet - es entstehen dabei zwangsläufig Risse und Furchen.
    Dass alles ist nun auch kein Spezialistenwissen, sondern etwas was ich seitdem auf vielen anderen Touren auf anderen Gletschern immer wieder erklärt bekommen habe...

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  • Avatar von mipani
    • mipani

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.12.2001

    Antwort auf Glaziologie zum Haareraufen von Unvorhandener Winzling.

    Unvorhandener Winzling schrieb am 27.07.2023 19:56:

    Tut mir leid, aber man muss hier ja annehmen, dass Klimaforscher noch nie einen Gletscher betreten haben

    Im Gegensatz zu dir? Oder woher weißt du mehr? YouTube zählt nicht.

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