Der Tod ist der ultimative Gleichmacher. Und das Leben selbst ist die pure Ungerechtigkeit. Oder ist es gerecht, dass einige wenige Milliardäre ihre Zeit damit verbringen, in Sekt zu baden, während in anderen Teilen der Welt, Menschen verhungern und/oder verdursten? Ist es gerecht, dass der alte Helmut Schmidt als Kettenraucher ein biblisches Alter erreicht hat, während gleichzeitig Kleinkinder elendig an Krebs krepieren? Ist es gerecht, dass wir in Deutschland seit Jahrzehnten einigermaßen friedlich leben dürfen, während in Gaza gerade die Hölle auf Erden ausgebrochen ist? Lebenszeit bedeutet Leidenszeit. Wer Gerechtigkeit sucht, wird nur Ungerechtigkeit finden.
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Antwort auf Gerecht ist nur der Tod von Mawki.
Lebenszeit bedeutet Leidenszeit
die Konsequenz dürfte klar sein,
wer nicht leiden will, will abtretenVom Nachteil, geboren zu sein (Emil Cioran)
Johnathan
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Woher eigentlich kommt diese seltsame Idee?
Antwort auf Gerecht ist nur der Tod von Mawki.
Und das Leben selbst ist die pure Ungerechtigkeit.
Zweifellos. Und das erlebt seit Anbeginn der Menschheit zweifellos jeder Mensch so - schon in frühester Kindheit und bis zum letzten Atemzug.
Woher also kommt eigentlich diese seltsame, doch klar ersichtlich kontrafaktische Idee der Gerechtigkeit?
Wie um alles in der Welt konnte irgendwer mal auf die Idee kommen, es könnte "Gerechtigkeit" überhaupt geben?
Und warum haben andere sich diesen Gedanken zu eigen gemacht, statt ihn als Spinner abzutun und fortan zu ignorieren?Warum gibt eine Gesellschaft die Idee nicht endlich auf, wo doch klar ist, daß es Gerechtigkeit "niemals wirklich geben kann"?
Warum wollen alle etwas, wovon sie längst wissen müssten und tagtäglich erleben, daß sie es nicht bekommen können?
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vor dem alkohol sind wir alle gleich und das zu lebzeiten
Antwort auf Gerecht ist nur der Tod von Mawki.
dass einige wenige Milliardäre ihre Zeit damit verbringen, in Sekt zu baden
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Antwort auf Re: Gerecht ist nur der Tod von .
Johnathan schrieb am 15.12.2023 10:26:
Lebenszeit bedeutet Leidenszeit
die Konsequenz dürfte klar sein,
wer nicht leiden will, will abtretenHat aber schon früher jemand festgestellt, dass das auch kein Ausweg ist:
https://de.wikipedia.org/wiki/DukkhaDer Ausweg ist mehrfaches Abtreten, aber kommt auch drauf an was man dazwischen macht.
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Antwort auf Re: Gerecht ist nur der Tod von bickerdyke.
Der Ausweg ist mehrfaches Abtreten, aber kommt auch drauf an was man dazwischen macht.
den Buddhisten trau ich nicht,
wenn ich mir den Dalai Lama anschaue, echt
der grinst immer somöglicherweise trau ich einem Zen-Buddhist über den Weg
ich hab da ein Buch von dem Byung -Chul Handa muss man aber so seltsame Verse hersagen
wenn ich einen solchenen Reim im TPForum hinschreibe folgt:wenn sie nichts zum Thema..........
Johnathan
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (15.12.2023 14:15).
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Antwort auf Woher eigentlich kommt diese seltsame Idee? von Emrymer.
Und das Leben selbst ist die pure Ungerechtigkeit
das ist zweifellos falsch, weil das Leben mit dem Recht nix am Hut hat
es gibt aber die relative Gerechtigkeit, die wird unter den lebenden Menschen
praktiziertJohnathan
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Und warum?
Antwort auf Re: Woher eigentlich kommt diese seltsame Idee? von .
es gibt aber die relative Gerechtigkeit, die wird unter den lebenden Menschen
praktiziertUnd warum?
Es gibt doch keine "natürliche" Vorlage dafür - nur lauter Beispiele, daß es "natürlich" anders ist. -
Antwort auf Und warum? von Emrymer.
Menschen können reflektieren
Johnathan
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Und das bringt genau was?
Antwort auf Re: Und warum? von .
Warum kommt via "Reflektieren" plötzlich etwas in Gedanken, wofür es doch überhaupt keinen Ansatzpunkt gibt und was so in dieser Weise allenfalls als "kontrafaktisch" festzustellen wäre?