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  • Querfrront

mehr als 1000 Beiträge seit 06.07.2016

Re: 1914

Schade, dass Sie so mangelhafte Geschichtskenntnisse haben
Antwort auf 1914 von ts-dagewe.

Denn sonst wüssten Sie vielleicht, dass das russische Zarenreich überhaupt nicht im Fokus des Deutschen Reiches stand. Rivalen, gegen die es zu rüsten galt, waren vielmehr hauptsächlich England und Frankreich.

Verbessern sie mal ihr Geschichtswissen!
Es wurde von deutscher und österreichischer-ungarischer Seite immer von der Russischen Dampfwalze geschrieben, vor der alle Angst hatten. Sie hat auch dahingehend funktioniert, dass die K&K Armee 1914 nach anfänglichen Erfolgen vernichtend geschlagen wurde.
Erst 1915 mit der Winterschlacht in den Karpaten und der Unterstützung deutscher Truppen konnte die südliche Front stabilisiert werden.

Das Frankreich vom Kaiserreich als der gefährlichere Gegner gesehen wurde, der schnellstmöglich neutralisiert werden muss, um anschließend gegen Russland zu marschieren war aufgrund des Schlieffenplanes ab 1906 die vorherrschende Doktrin.
Insbesondere da man Russland keine schnelle Mobilisierung zutraute und auf die Erfahrungen des russisch-japanischen Krieges fehlerhafte oder veraltete Schlussfolgerungen zog, ging dieser Plan einfach fehl.

Der schnelle Einmarsch von zwei russischen Armeen in Ostpreußen, die unsinnige und kopflose Verlegung von Reservekorps von der Westfront, hat trotz der gewaltigen Niederlage der beiden Armeen, den Schlieffenplan und der Angriffsoperation an der Westfront, das Genick gebrochen.

Wäre, hätte, wen:
Hätte es keine Flottenrüstung gegen Großbritannien gegeben, wäre der offene Konflikt vielleicht nicht ausgebrochen und es hätte keine Entente gegeben.
Mit weniger Flottenrüstung hätte mehr Armeerüstung stattfinden können - ein, zwei Armeen mehr an der Westfront wären vielleicht das entscheidende Zünglein an der Waage gewesen.

Die wichtigste Erkenntnis:
Politiker sollten nicht wie blinde Traumtänzer durch die Gegend rumstolpern und sinnlose Kriege vom Zaun brechen, sondern sie sollten sich in die andere Seite hineinversetzten können um deren berechtigte Sicherheitsinteressen in ihren eigenen handeln zu berücksichtigen.

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