Ansicht umschalten
Avatar von observer3
  • observer3

mehr als 1000 Beiträge seit 31.12.2005

Die Ukraine muss nun die Folgen westlicher Regime Change Politik ausbaden.

In den USA wie auch in der EU ist aber kaum ein Politiker in der Lage, die derzeitige Situation als Folge der eigenen westlichen Handlungen zu erkennen.

Es war doch von vornherein klar, dass die massive Unterstützung für einen Putsch rechtsnationalistischer Kräfte in Kiew, die sich auf Nazi-Kollaborateure im 2. Weltkrieg berufen, ein äußerst gefährliches Unterfangen war, welches das Land destabilisieren würde. Weite Teile der Bevölkerung waren und sind mit dem darauf folgenden Regime in Kiew in keiner Weise einverstanden. Ihre Großeltern hatten traumatische Erfahrungen mit den Bandera-Leuten im 2. Weltkrieg gemacht. Es war daher vorhersehbar, dass die Bevölkerung der Krim und ein Teil des Donbass sich abspalten würden. Das hätten die Putschisten in Kiew vorher bedenken können.

Statt den Putschisten in Kiew klipp und klar zu erklären, dass sich die deutsche Politik gegenüber Russland seit den 1940er Jahren geändert hat (hat sie das für einige wirklich?), hat die deutsche Politik den nationalistischen und antirussischen Wahn in Kiew auch noch bestärkt und diese Leute massiv mit EU-Geldern (also i.W. deutschen Steuergeldern) befördert.

Nachdem nun anschliessend in Weißrussland, ebenfalls mit deutscher Unterstützung, auch noch dasselbe wie in der Ukraine versucht wurde, zeigt nun die russische Politik eine klare Kante. Deren Langmut über die letzten Jahre war ohnehin erstaunlich. Über mehr als 5 Jahre hat sich die Ukraine der Umsetzung des unterzeichneten Friedensvertrags Minsk II und der zugehörigen Resolution des UN-Sicherheitsrats widersetzt. Sie ist dabei von den USA und den europäischen NATO-Staaten bestärkt worden. Gleichzeitig ging Kiews Beschuss der Gebiete der Donbassrepubliken, wenn auch relativ niederschwellig, ständig weiter. Russland hat nun realisiert, dass die NATO sich weder an frühere mündliche Versprechen hält, noch an schriftliche Verträge und UN-Resolutionen.

Es gibt keine vernünftige Alternative zu den Vorschlägen aus Russland zur Befriedung der Situation. Ein Krieg der NATO mit Russland um die Ukraine würde schnell eskalieren. Die NATO würde diesen Krieg nicht gewinnen. Und stattdessen "Sanctions from Hell" gegen Russland, wie z.B. der Ausschluss aus dem SWIFT Verfahren würde Deutschland zumindest in eine sehr schwere Wirtschaftsrezession stürzen (Merz von der CDU spricht dabei von einer "Atombombe für die Kapitalmärkte").

Dabei ist die Lösung einfach:
- Autonomie für den Donbass
- Neutralitätsstatus für die Ukraine
- Gegenseitige Sicherheitsgarantien von NATO/USA und Russland und Verzicht auf die Installation von Angriffswaffen vor den jeweiligen Grenzen (da müssten sich vor allem USA/NATO zurückziehen, Russland hat keine Angriffswaffen vor den Grenzen der USA installiert).

Das dürfte einigen kalten Kriegern, die glauben, sie hätten Russland (damals Sowjetunion) im kalten Krieg "besiegt", allerdings schwer fallen

Bewerten
- +
Ansicht umschalten