Ach ja, Melnyk auf allen Kanälen (gerade auch im DLF ab ca. 8:15). Gestern redete er von "Appeasementpoltik", forderte "Kriegsschiffe und Luftabwehr" und beklagte, man nähme im Vergleich der deutschen Mittel zur Entwicklungshilfe einen Platz hinter Kongo und Tunesien ein.
Kühnert behauptete, den Ostukrainern seien "russische Pässe aufgezwungen" worden, Ruck wußte aus Kiew zu berichten, daß "der Krieg seit 8 Jahren in der Ostukraine wütet" und es mit Weißrussland ja "den Unionsstaat zwischen beiden Staaten" gäbe und Russland es sich überhaupt mit einer "aggressiven Politik" überall verscherzt habe.
Bartsch erwähnte "die russischen Papiere" mit Bezug auf russische Sicherheitsbedürfnisse, was Will zu der Rückfrage veranlaßte "welche Papiere"?
Den Vogel schoß Applebaum ab (deren Gesichtsausdruck allein zum Abschalten genügt hätte) mit dem Vorwurf, Deutschland sei ja sogar bereit, "mit Russland und China Geschäfte zu machen".
Heute morgen konnte Melnyk uns dann erzählen, wozu er gestern nicht mehr gekommen war:
Russland eskaliere mit neuem "Kriegsgerät nach Belarus" (offenbar macht man im Westen Manöver ohne "Kriegsgerät"), man brauche Waffen, damit "diese Gebiete befreit werden können", außerdem müßten SOFORT Sanktionen erlassen werden: NSII "auf dem Grund der Ostsee begraben" (das sei ein "Denkmal von Leichtsinnigkeit der heutigen Politik") Russland von Swift abschalten, ein Exportembargo für Russlands Öl, Gas und Kohle sowie "persönliche Sanktionen gegen "Putin und sein Umfeld".
Man brauche keine Ratschläge von der Bundesregierung. Man habe ihr eine "Note geschickt,damit sie keine Ausreden findet, mit uns zu reden".
Alles wie gehabt eben. Dasselbe in der Presse:
"Setzt Russland auch nur eine Stiefelspitze in die Ukraine, dann kann und darf es eine Inbetriebnahme der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 nicht geben." TAZ.
" Das Ampel-Bündnis um Bundeskanzler Olaf Scholz wird selbst in seriösen US-Medien wie der New York Times als unsicherer Kantonist beschrieben, dem aufgrund der engen Verflechtung und Verbundenheit mit Russland nicht zu trauen ist. Auch in osteuropäischen Staaten wie der Ukraine, Polen oder Litauen ist das Misstrauen groß. "
( WIESBADENER KURIER).
Wie lange das alles wohl noch so weitergeht? Beim nächste "Normandietreffen" dürfte sich entscheiden, ob und was die Ukraine zu tun gedenkt, ihren Verpflichtungen nach MinskII nachzukommen. Wenn die Antwort wie seit 7 Jahren "Nichts" ist, kann man endlich Russland wieder sanktionieren, weil sie..........
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (07.02.2022 09:05).