Es kann nur einen geben, als Ziel einer Gesellschaft? Wo soll das, zu Ende gedacht eigentlich hinführen? The winner takes it all? Schon aus den Erfahrungen der arbeitsteilig effizient organisierten Gesellschaft, könnte man wissen, das an komplexen Produktionsprozessen nie einer der alleinige und entscheidende Faktor ist. Das Ganze ist mehr als nur die Summe seiner Teile. Wenn ich verkaufen will, benötigt der Käufer Kaufkraft. Und deswegen sind langfristige, erfolgversprechende ökonomische Beziehungen im ideal ein Win-Win. Das hatte ja die Bundesregierung mit dem Stabilitätsgesetz von 1968 versucht auszudrücken, und realisiert. Die seit den 2000ern organisierten Außenhandelsüberschüße von jährlich um die 200 Milliarden, haben eben nicht eine stabile, dauerhafte Situation geschaffen, sondern lauter Schieflagen erzeugt - ob im Euro und den Target2-Salden, ob die aggressive Außenhandelspolitik zu Afrika, die zunehmend auch zu einer aggressiveren Außenpolitik geführt hat, die sich in den zunehmenden militärischen Einsätzen der Bundeswehr ausserhalb des eigeen Hoheitsgebiet, dokumentieren. Das sind die Konsequenzen eines solchen Denkens - und aus Win-Win wird Lose-Lose.
Immer größere Teile des BIP müssen für Waffen, Rohstoffe und Energie eingesetzt werden, weil man der Ansicht ist - gegen den Rest der Welt wirtschaften zu können. Das endet natürlich in deutlichen Wohlstandsverlusten, die sich zusehend realisieren.
Deutschland wird jetzt lernen, das ein ständiges wirtschaften gegen die anderen auf Dauer nur einer Industrie nützt, der Rüstungsindustrie. Und alle anderen werden zu Verlierern. Das magische Viereck, das dem Stabilitätzgesetz zu Grunde lag, beinhaltete "Stabilität des Preisniveaus, hoher Beschäftigungsgrad (Vollbeschäftigung), außenwirtschaftliches Gleichgewicht sowie stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum." - wie realistisch ein solcher Zustand auf Dauer hergestellt werden kann, ist fraglich. Aber garantiert klappen wird es nicht, wenn man das noch nichtmal anstrebt.
Die aktuelle Wirtschafts- und Außenpolitik ist auf Scheitern programmiert, und generiert hier enorme Wohlstandsverluste, eine weltweite aggressivere Wirtschafts- und Außenpolitik, und Deutschland mit seinen neuen, an Hybris erinnernden Werte-Orientierungen, wird grandios scheitern - wenn nicht noch schlimmeres passiert.