Für den Autor ist die Antwort einfach. Aber so einfach ist es nicht.
Die genannten Strompreise sind die Börsenstrompreise. Aber welcher Strom wird an der Börse gehandelt und wieviel?
Die gehandelte Menge des Stromes entspricht etwa 40% des Stromverbrauches. 60% werden direkt von den Erzeugern an die Versorger verkauft.
Um welchen Strom handelt es sich? Für diese Frage gibt es keine gesicherten Daten, die allgemein zugänglich sind.
Man kann nur
vermuten.
Betreiber von Kernkraftwerken, Kohlekraftwerken und Biogasanlagen können sicher sein, dass sie immer liefern können und können ohne Probleme langfristig verkaufen. Bei Betreibern von Solaranlagen und Windparks ist das schwieriger. Man kann daher
vermuten
, dass der Börsenstrom zu einem großen Teil aus Sonne und Wind kommt. Aber auch nicht nur, denn die gehandelte Menge hängt nicht stark von den Wetterbedingungen ab. Also nicht genaues, weiß man nicht.
Es wird jetzt gefordert, dass der Preis von den Gestehungskosten abhängen soll. Dies ist aber eine Illusion.
Nehmen wir an, dass es in einem Dorf zwei Bäcker sind, die ihr Brot mit Gas backen. 3 Euro für ein Brot ist ein bei den Kunden akzeptierter Preis.
Der eine Bäcker installiert eine PV-Anlage und könnte sein Brot jetzt für 1 Euro verkaufen, aber er kann die Menge nicht erhöhen..
Wird er das machen? Nein, da seine Kunden ja bereit sind 3 Euro für das Brot zu bezahlen.
Der Preis für das Brot ist der Marktpreis, egal was die Herstellung kostet.