Exxtreme2 schrieb am 15.08.2023 11:39:
Es gibt real keine Grenze. Deshalb setzt die Bundesregierung auch keine. Oberst Reisner meint, die USA machen eine "boiling the frog"-Strategie. Jedes Mal wenn die Russen irgendwo einen Vorteil haben, wird wieder neues Zeug geliefert, welches den Vorteil weitgehend egalisiert. Aber es wird nie so viel geliefert, dass die Ukraine einen echten Vorteil bekommt.
https://www.heute.at/s/heeres-oberst-nato-will-putin-kochen-wie-einen-frosch-100258193
Er meint, der Westen hat Angst, dass die Russen Atomwaffen auspacken wenn sie wirklich in Bedrängnis kommen.
MfG
Ja, so ist. Man hat ganz offenbar Angst, dass es zum Krieg und dann auch unausweichlich zum atomaren Schlagabtausch kommen könnte, wenn man Russland zu sehr in Bedrängnis bringt.
Was man dabei beachten sollte: es ist die Angst von Profis, also von solchen Leuten, die wissen wir ihresgleichen handelt. Im Unterschied zu den Sofastrategen hier, wissen die, wozu ein Staat fähig - schlicht, weil sie es selber genauso machen würden.
Das ist der erste Punkt.
Der zweite Punkt betrifft die "boiling-frog" Theorie. Die mag zwar anschaulich sein, ist aber Unsinn. Natürlich weiß man auch in Russland, dass das der Versuch ist - auch dort konsumiert man die Medien und liest die div. Strategiepapiere. Und hat natürlich einen Geheimdienst für die Aufklärung usw..
Tatsächlich ist es eher eine Salamitaktik. Nach innen wie nach außen. Einerseits wird ständig behauptet, dass man alles(!) tut ("whatever it takes"), faktisch werden in der Tat nur die Waffen geliefert, die die Ukraine benötigt, um Russland weiterhin standhalten zu können. Der dabei rauskommende Abnutzungskrieg schädigt Russland - aber eben auch die Ukraine und die EU. Ersteres ist der Zweck, zweiteres kein Problem für die USA.
Und jetzt kannst du ja nochmal drüber nachdenken, worum es bei diesem Krieg geht.