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  • cooptiert

263 Beiträge seit 08.07.2022

Die Luft so lange anhalten, bis Putin aufgibt

Die EU-Strategie in Kurzform. Und wie üüblich bei Sanktionen, trifft es die normale Bevölkerung am Härtesten. Ein Lehrstück für EU-Bürger, was die "Werte-Westen" Sanktionen sonst auf der Welt woanders anrichten, jetzt zum selbst miterleben.

Passt aber auch in die sonstigen Maßnahmen, der letzten Jahre:

Frieden schaffen mit immer mehr Waffen.
Wohlstand für alle, mit Niedriglöhnen.
Das Gesundheitssystem verbessern, durch weniger Personal und Krankenhaus-Schließungen.
Und auf jeden Fall, Gespräche verhindern um Probleme im Konsens zu lösen.

Lässt sich sicher noch ergänzen. Noch nie haben Sanktionen einen Konflikt gelöst, aber vielen, meist Unbeteiligten Menschen das Leben unnötig erschwert, bishin zum verfrühten Ableben. Stellt sich die Frage, ob diese Politik das Allgemeinwohl im Blick hat ... eigentlich wohl eher nicht.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (27.07.2022 08:23).

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    mehr als 1000 Beiträge seit 18.01.2007

    Antwort auf Die Luft so lange anhalten, bis Putin aufgibt von cooptiert.

    https://www.asterix.com/wp-content/uploads/2018/04/alb14-1-600x510.jpg

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    • StaatsfreundNo1

    mehr als 1000 Beiträge seit 11.03.2020

    Könnte schneller gehen, als man glaubt...

    Antwort auf Die Luft so lange anhalten, bis Putin aufgibt von cooptiert.

    Heute neue zahlen von Rosstat:

    https://rosstat.gov.ru/storage/mediabank/osn-06-2022.pdf

    Produktion im Juni 22 im Vergleich zum Juni 21:
    Pkw: -89% (ein paar mehr als im Mai)
    Lastkraftwagen: -40%
    Waschmaschinen: -58,4% (mit oder ohne die in der Ukraine gestohlenen?)
    Kühlschränke/Gefriergeräte: -52,3%

    Die Erdgasproduktion war im Juni deutlich rückläufig und belief sich auf 39,3 Mrd. m³ (Mai: 49 Mrd. m³).
    Die russische Gasproduktion ist nun um 23,3 % niedriger als im Juni 21, was auf den reduzierten Gasexport in der EU zurückzuführen ist.
    Zu beachten ist, dass die meisten russischen Gasvorkommen im Permafrostboden liegen und nach der Abschaltung nicht ohne weiteres wieder in Betrieb genommen werden können.

    Russlands Tabakindustrie hat weiterhin zu kämpfen:
    Zigaretten: -32,4% gegenüber dem Vorjahr (-16,6% gegenüber dem 22. Mai)

    Chemieindustrie ebenfalls schwächer:
    Ammoniak: -21% gegenüber dem Vorjahr (-6,6% gegenüber 22. Mai)
    Kali: -32,1% gg. Vj. (-6,5% gg. 22. Mai)

    Russische Pharmaindustrie boomt weiter (auch Pharmaimporte): +16,5% yoy.

    In einigen Bereichen der Glasindustrie, insbesondere bei Flachglas, ist ein starker Rückgang zu verzeichnen. Im Juni 22 wurden in Russland 2,4 Millionen m² produziert, das sind 64,5% weniger als im Juni 21 und 23,6% weniger als im Mai 22.

    Computer und Elektronik hatten einen schlechten Monat. Der Grund dafür könnten erschöpfte Lagerbestände sein:
    Halbleiter: -39,6% gegenüber dem Vorjahr.
    Der Monatsvergleich ist noch drastischer:
    22. Mai: 5,3 Millionen Stück
    22. Juni: 2,5 Mio. Stück

    Ein genauerer Blick auf die russische Autoindustrie: Es gab einen kleinen Aufschwung, aber insgesamt immer noch in der tiefsten Krise (40%-90% weniger als letztes Jahr).
    13.400 Autos (nach 3.700 im Mai).
    13.100 Verbrennungsmotoren (nach 11.400 im Mai).
    10.300 Lastkraftwagen (nach 7.600 im Mai).

    Der Einzelhandelsumsatz in Russland bleibt schwach, 9,6% unter dem Vorjahr (real).

    Der Großhandelsumsatz in Russland ist weiter rückläufig und liegt nun real 18,3 % unter dem Vorjahresniveau.

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