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  • VGAP

725 Beiträge seit 14.10.2003

Wie nach einem Flugzeugabsturz... immer der gleiche mediale Clickbait

Nach einem Flugzeugabsturz wird immer wochenlang jede Zwischenlandung, jede Startverschiebung und jedes Knacken einer Flugzeugsitzfeder als dramatischer Zwischenfall, aber mindestens als Beinaheabsturz durch die Medien getrieben. Das legt sich wieder nach zwei, drei Monaten, dann ist wieder Totenstille zu diesen Themen.

Bei einer "dramatischen Seuche", die uns jetzt schon ein Jahr lang alle tötet, wird es sicherlich viel länger dauern, bis nicht jeder Landarzt als Entdecker einer wahrscheinlich noch viel tödlicheren neuen Superseuche "gefeiert" wird, weil er grad mal nicht weiß, warum zwei Bauern den gleichen Ausschlag haben. Zumal diesmal mehr Leute als nur die Medienkasper an diesem Angstclickbait Interesse haben...

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  • Avatar von Livia
    • Livia

    170 Beiträge seit 24.08.2020

    Antwort auf Wie nach einem Flugzeugabsturz... immer der gleiche mediale Clickbait von VGAP.

    ... unterstrichen vom entsprechenden Foto.

    Gut gemacht. Sieht fast aus wie aus einem Bericht zu einer Endzeit Con aus der "LARPzeit". Nur am Ambiente sollten sie noch arbeiten.

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  • Avatar von wh2m
    • wh2m

    705 Beiträge seit 08.12.2000

    Antwort auf Wie nach einem Flugzeugabsturz... immer der gleiche mediale Clickbait von VGAP.

    Ziemlich absurd wie Sie das abtun. Ich bin sicher Sie sind Biologe, Chemiker, Biochemiker, Virologe und Mediziner in einer Person, die das "natürlich" bestens beurteilen kann.

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    • VGAP

    725 Beiträge seit 14.10.2003

    Antwort auf Re: Wie nach einem Flugzeugabsturz... immer der gleiche mediale Clickbait von wh2m.

    Ja, sowas kriegt man auch zu hören, wenn man sagt, dass man vor Tunneln keine Angst haben muss: 'Ziemlich absurd wie Sie das abtun. Ich bin sicher Sie sind Architekt, Statiker, Materialtechniker und Geologe in einer Person, die das "natürlich" bestens beurteilen kann.'

    Egal ob Tunnelunfall, Flugzeugabsturz oder aktuell grad "Vielleichtganzwirklichschlimmetodesseuche": immer, wenn Vorkommnisse, die sonst nur in Fachkreisen Beachtung gefunden haben, die dort rational und im Verhältnis zur Häufigkeit behandelt wurden, stattdessen im Akkord in die allgemeine Öffentlichkeit geblasen werden, bildet sich dort erst ein "Gefühl" und dann eine Bestätigung. Der "gesunde Menschenverstand" bleibt da oft auf der Strecke, wenn man nicht auch mal ein, zwei Schritte zurücktritt und sich dem medialen Dauerbeschuss entzieht um durchzuatmen und "wieder zu Sinnen zu kommen".

    Gehen wir doch mal zwei Jahre zurück und schauen, wieviele Berichte über Virenmutationen oder mögliche Todesseuchen sich da in FAZ, Spiegel, Bildzeitung und Tagesschau fanden. Und dann vergleichen wir das mal mit den letzten Wochen und Monaten.

    Oder mal zum Spaß die Suche in Google nach "Virus Mutation":
    Zeitraum 6 Monate, 3.3.19 - 3.9.19: ungefähr 191.000 Ergebnisse
    Zeitraum 6 Monate, 3.9.20 - 3.3.21: ungefähr 8.590.000 Ergebnisse

    Das Verhältnis wird klar, oder? Deshalb verstehe ich durchaus, warum Sie sich jetzt gerade wie viele andere auch davon ganz besonders betroffen und bedroht fühlen. Ich kann dazu nur sagen: treten Sie mal ein, zwei Schritte zurück. Es gibt schon so viele, die sich in eine echte Angststörung hineingesteigert haben und das kann das Leben echt unangenehm machen. Zumal es wohl auch nicht so leicht ist, da wieder rauszukommen. Das wünsche ich niemandem.

    Ich empfinde eine Stunde Medien am Abend (niemals direkt vor dem Schlafengehen!) heutzutage schon ernsthaft belastend und deprimierend... und dabei meide ich schon die ganz lauten Brüller der Seuchen, Mutationen, Kriegshetze und Katastrophen. Eine halbe Stunde "Nachrichten" im Fernsehen einmal die Woche auf Besuch bei meinen Eltern ist das Wochenlimit. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, welchen Einfluss das auf mich hätte, wenn ich mir Fernsehen allabendlich und stundenlang antun würde. Deshalb finde ich es auch wenig erstaunlich, dass ich mich schon nach zwei, drei Tagen Medienabstinenz immer richtig gut fühle.

    Das kann ich nur jedem empfehlen... gelegentlich mal Kompletturlaub von jeglichen Medien machen. Kein stündlicher Blick auf Infiziertenzahlen, keine tägliche NATO-Meldung vor russischer Aggressivität, keine übliche Mutationswarnung und was sonst noch dauerberieselt wird, aber auch keine Bestätigung der Filterblase welcher Art auch immer. Ein paar Tage abschalten hilft meiner Meinung nach außerordentlich beim "zu Sinnen kommen" und mit offenerem Geist wieder einzusteigen. Und keine Angst, man verpasst nicht wirklich etwas: der nächste Viren-, Seuchen- und Katastrophenmeldungscocktail wird täglich ausgeschenkt, er haut aber nicht gleich wieder so rein, wenn man seinen persönlichen "Panikpegel" vorher etwas abgebaut hat.

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  • Avatar von trainspotter (1)
    • trainspotter (1)

    mehr als 1000 Beiträge seit 16.02.2018

    +++ in grün

    Antwort auf Re: Wie nach einem Flugzeugabsturz... immer der gleiche mediale Clickbait von VGAP.

    Sie verdienen Ihre Brötchen hoffentlich mit Medienkompetenzschulungen:

    +++

    Gruß trainspotter

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (03.03.2021 20:36).

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  • Avatar von Waldgeist
    • Waldgeist

    mehr als 1000 Beiträge seit 09.03.2000

    Re: Re: Wie nach einem Flugzeugabsturz... immer der gleiche mediale Clickbait

    Antwort auf Re: Wie nach einem Flugzeugabsturz... immer der gleiche mediale Clickbait von VGAP.

    Ich habe seit 25 Jahren keinen Fernseher mehr - und merke erst jetzt, wie gut mir das tut. Kürzlich habe ich im Krankenhaus aus Versehen mal das Fernsehen eingeschaltet - und entsetzt ob der Panikdauerberieselung auch gleich wieder aus. Ich möchte nicht wissen, was in den Köpfen jener vorgeht, die sich das jeden Tag in Dauerschleife antun.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (05.03.2021 08:55).

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