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Avatar von Hermes_ix
  • Hermes_ix

mehr als 1000 Beiträge seit 06.12.2010

Es werden weit über 100GW Großkraftwerke gebraucht

Bei 18Mio. Wärmepumpen brauchen ein Strombackup von bis zu 180GW, an
Gaskraftwerken mit Gas aus Power to Gas. Selbst für den heutigen Stromverbrauch
ist ein Backup von 80-90GW notwendig. Dazu noch E-Mobilität und die
Prozesswärme.

Zu glauben die Stromerzeugung geht in Zukunft nur noch Dezentral der irrt sich
gewaltig. Denn Wind und Sonne liefern keine gesicherte Leistung und brauchen
daher Backupkraftwerke!

Die Doppelstruktur macht die Energiewende so richtig teuer und damit auch
unbezahlbar. Selbst eine Regierung mit Grünen müssen auf die Bremse treten,
wegen den kosten. Und es sieht nicht danach aus das diese in Zukunft wieder
gewählt wird.

MfG
Hermes_ix

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  • Avatar von Stillgelegt
    • Stillgelegt

    29 Beiträge seit 15.06.2023

    Nicht wieder gewählt

    Antwort auf Es werden weit über 100GW Großkraftwerke gebraucht von Hermes_ix.

    Hermes_ix schrieb am 15.06.2023 12:36:

    Selbst eine Regierung mit Grünen müssen auf die Bremse treten,
    wegen den kosten. Und es sieht nicht danach aus das diese in Zukunft wieder
    gewählt wird.

    Da wäre ich mir nicht so sicher. Die Grünen kommen immer noch auf 15%, die Mehrheit der Grünenwähler scheint mit der Politik zufrieden zu sein.

    Die nächste Regierung wird dann einfach nur Schwarz-Grün, oder Schwarz-Gelb-Grün, oder wie auch immer.

    Ich fürchte, die Grünen werden wir so schnell nicht mehr los.

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  • Avatar von mann-oh-mann
    • mann-oh-mann

    mehr als 1000 Beiträge seit 01.01.2014

    Antwort auf Es werden weit über 100GW Großkraftwerke gebraucht von Hermes_ix.

    wenn du behautest, wir brauchen 180GW mehr, kann ich ja in die Richtung mitgehen. wir werden mMn sogar mehr benötigen. und Backup ist natürlich auch nötig.

    aber warum behautest du, daß die nur aus Großkraftwerken kommen müssen/können/sollen?

    weil du anderes nicht als gewinnbringend für die fossile Wirtschaft erkennst?

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (15.06.2023 12:59).

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  • Avatar von ShootThemLater
    • ShootThemLater

    mehr als 1000 Beiträge seit 10.09.2002

    Antwort auf Es werden weit über 100GW Großkraftwerke gebraucht von Hermes_ix.

    Hermes_ix schrieb am 15.06.2023 12:36:

    Bei 18Mio. Wärmepumpen brauchen ein Strombackup von bis zu 180GW, an
    Gaskraftwerken mit Gas aus Power to Gas. Selbst für den heutigen Stromverbrauch
    ist ein Backup von 80-90GW notwendig. Dazu noch E-Mobilität und die
    Prozesswärme.

    Zu glauben die Stromerzeugung geht in Zukunft nur noch Dezentral der irrt sich
    gewaltig. Denn Wind und Sonne liefern keine gesicherte Leistung und brauchen
    daher Backupkraftwerke!

    Die Feststellung ist richtig, die Schlussfolgerung leider falsch.

    100GW Gaskraftwerke kosten run 100 Milliarden Euro. Runtergebrochen auf rund 30 Jahren Laufzeit sind das gerade mal 3 Milliarden Euro pro Jahr.

    Abgesehen davon, gab Deutschland vor dem russischen Überfall auf die Ukraine rund 100 Milliarden Euro für den Import fossiler Energieträger pro Jahr aus. Jedes Jahr.
    Von 2022 will ich gar nicht sprechen. Für die 250 Milliarden Euro hätten wir eine ganze Menge Gaskraftwerke bauen können und hätten noch reichlich Wechselgeld über gehabt.

    Betriebswirtschaftlich gesehen ist die Energiewende eine massive Verschiebung von OPEX zu CAPEX. Die Anlagen müssen erst einmal finanziert werden, aber dann sind die Betriebskosten wesentlich billiger, da wir danke keine teueren Brennstoffe mehr kaufen müssen.

    Die Doppelstruktur macht die Energiewende so richtig teuer und damit auch
    unbezahlbar. Selbst eine Regierung mit Grünen müssen auf die Bremse treten,
    wegen den kosten. Und es sieht nicht danach aus das diese in Zukunft wieder
    gewählt wird.

    MfG
    Hermes_ix

    Wie schon geschrieben, Ihre Schlussfolgerung sollten sie schon mal belegen. So kann man das nicht stehen lassen.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (15.06.2023 13:35).

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  • Avatar von ShootThemLater
    • ShootThemLater

    mehr als 1000 Beiträge seit 10.09.2002

    Antwort auf Re: Es werden weit über 100GW Großkraftwerke gebraucht von mann-oh-mann.

    mann-oh-mann schrieb am 15.06.2023 12:58:

    wenn du behautest, wir brauchen 180GW mehr, kann ich ja in die Richtung mitgehen. wir werden mMn sogar mehr benötigen. und Backup ist natürlich auch nötig.

    aber warum behautest du, daß die nur aus Großkraftwerken kommen müssen/können/sollen?

    Ich versuche mal eine Antwort: Aktuell ist die aussichtsreichste Technologie für die saisonale Speicherung relevanter Mengen von Strom Power 2 Gas, speziell Wasserstoff in Gaskavernen.

    Da aber Wasserstoff sich nicht sonderlich gut transportieren lässt, werden wahrscheinlich die Elektrolyseure und Gaskraftwerke in der unmittelbaren Nähe der Gaskavernen stehen werden.

    Für Gemeinde ohne Salzstöcke im Untergrund wäre es sinnvoller, durch eine Stromleitung versorgt zu werden als eine H2-Pipeline zum lokalen Gaskraftwerk.

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  • Avatar von Ammerländer
    • Ammerländer

    mehr als 1000 Beiträge seit 24.01.2021

    Antwort auf Re: Es werden weit über 100GW Großkraftwerke gebraucht von ShootThemLater.

    ShootThemLater schrieb am 15.06.2023 13:03:

    Hermes_ix schrieb am 15.06.2023 12:36:

    Bei 18Mio. Wärmepumpen brauchen ein Strombackup von bis zu 180GW, an
    Gaskraftwerken mit Gas aus Power to Gas. Selbst für den heutigen Stromverbrauch
    ist ein Backup von 80-90GW notwendig. Dazu noch E-Mobilität und die
    Prozesswärme.

    Zu glauben die Stromerzeugung geht in Zukunft nur noch Dezentral der irrt sich
    gewaltig. Denn Wind und Sonne liefern keine gesicherte Leistung und brauchen
    daher Backupkraftwerke!

    Die Feststellung ist richtig, die Schlussfolgerung leider falsch.

    100GW Gaskraftwerke kosten run 100 Milliarden Euro. Runtergebrochen auf rund 30 Jahren Laufzeit sind das gerade mal 3 Milliarden Euro pro Jahr.

    Abgesehen davon, gab Deutschland vor dem russischen Überfall auf die Ukraine rund 100 Milliarden Euro für den Import fossiler Energieträger pro Jahr aus. Jedes Jahr.

    Betriebswirtschaftlich gesehen ist die Energiewende eine massive Verschiebung von OPEX zu CAPEX. Die Anlagen müssen erst einmal finanziert werden, aber dann sind die Betriebskosten wesentlich billiger, da wir danke keine teueren Brennstoffe mehr kaufen müssen.

    Die Doppelstruktur macht die Energiewende so richtig teuer und damit auch
    unbezahlbar. Selbst eine Regierung mit Grünen müssen auf die Bremse treten,
    wegen den kosten. Und es sieht nicht danach aus das diese in Zukunft wieder
    gewählt wird.

    MfG
    Hermes_ix

    Wie schon geschrieben, Ihre Schlussfolgerung sollten sie schon mal belegen. So kann man das nicht stehen lassen.

    Sind die 100 Mrd. für fossile Brennstoffe wirklich nur für die Stromversorgung?

    Wenn wir erstmal 200 GW Windturbinen haben und die eine Lebensdauer von durchschnittlich 20 Jahren haben, bedeutet das irgendwann einen jährlichen Ersatzbedarf von 10 GW = 10 Mrd. Euro. Zusätzlich werden allein die Pachtkosten ca. 5 Mrd. Euro ausmachen.

    Es ist alles etwas komplizierter, um es mal schnell auf einem Bierdeckel auszurechnen.

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  • Avatar von ShootThemLater
    • ShootThemLater

    mehr als 1000 Beiträge seit 10.09.2002

    Antwort auf Re: Es werden weit über 100GW Großkraftwerke gebraucht von Ammerländer.

    Ammerländer schrieb am 15.06.2023 13:26:

    ShootThemLater schrieb am 15.06.2023 13:03:

    Hermes_ix schrieb am 15.06.2023 12:36:

    Bei 18Mio. Wärmepumpen brauchen ein Strombackup von bis zu 180GW, an
    Gaskraftwerken mit Gas aus Power to Gas. Selbst für den heutigen Stromverbrauch
    ist ein Backup von 80-90GW notwendig. Dazu noch E-Mobilität und die
    Prozesswärme.

    Zu glauben die Stromerzeugung geht in Zukunft nur noch Dezentral der irrt sich
    gewaltig. Denn Wind und Sonne liefern keine gesicherte Leistung und brauchen
    daher Backupkraftwerke!

    Die Feststellung ist richtig, die Schlussfolgerung leider falsch.

    100GW Gaskraftwerke kosten run 100 Milliarden Euro. Runtergebrochen auf rund 30 Jahren Laufzeit sind das gerade mal 3 Milliarden Euro pro Jahr.

    Abgesehen davon, gab Deutschland vor dem russischen Überfall auf die Ukraine rund 100 Milliarden Euro für den Import fossiler Energieträger pro Jahr aus. Jedes Jahr.

    Betriebswirtschaftlich gesehen ist die Energiewende eine massive Verschiebung von OPEX zu CAPEX. Die Anlagen müssen erst einmal finanziert werden, aber dann sind die Betriebskosten wesentlich billiger, da wir danke keine teueren Brennstoffe mehr kaufen müssen.

    Die Doppelstruktur macht die Energiewende so richtig teuer und damit auch
    unbezahlbar. Selbst eine Regierung mit Grünen müssen auf die Bremse treten,
    wegen den kosten. Und es sieht nicht danach aus das diese in Zukunft wieder
    gewählt wird.

    MfG
    Hermes_ix

    Wie schon geschrieben, Ihre Schlussfolgerung sollten sie schon mal belegen. So kann man das nicht stehen lassen.

    Sind die 100 Mrd. für fossile Brennstoffe wirklich nur für die Stromversorgung?

    Wenn wir erstmal 200 GW Windturbinen haben und die eine Lebensdauer von durchschnittlich 20 Jahren haben, bedeutet das irgendwann einen jährlichen Ersatzbedarf von 10 GW = 10 Mrd. Euro. Zusätzlich werden allein die Pachtkosten ca. 5 Mrd. Euro ausmachen.

    Es ist alles etwas komplizierter, um es mal schnell auf einem Bierdeckel auszurechnen.

    ... besonders, wenn Sie die Kosten für Windturbinen und Gaskraftwerke durcheinanderwerfen.

    Ich habe von Gaskraftwerken geschrieben, Sie von Windturbinen.

    Um zu Ihrer Frage zurückzukommen: die €100 Mrd. sind fossile Energieträger für alle Anwendungsfälle.
    Das macht aus meiner Sicht auch Sinn, da wir unsere komplette Energieversorgung auf Strom umstellen wollen. Ob nun für die Heizung, Autos oder Wasserstoff für die Industrie.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (15.06.2023 13:34).

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  • Avatar von Hermes_ix
    • Hermes_ix

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.12.2010

    Antwort auf Re: Es werden weit über 100GW Großkraftwerke gebraucht von mann-oh-mann.

    aber warum behautest du, daß die nur aus Großkraftwerken kommen müssen/können/sollen?

    Wegen den großen Strommengen vielleicht?

    MfG
    Hermes_ix

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  • Avatar von mann-oh-mann
    • mann-oh-mann

    mehr als 1000 Beiträge seit 01.01.2014

    Antwort auf Re: Es werden weit über 100GW Großkraftwerke gebraucht von ShootThemLater.

    Jupp
    Damit gebe ich dir sofort Recht!
    Es erstaunt mich auch, daß es Menschen gibt, die die Erzeugung von H2 weit weg (zt auf der anderen Seite der Erde) propagieren, dann den Transport über See, anschließend durch Pieplienes, und dann in zB Tankstellen speichern wollen, um ihn danach für den Individualverkehr zu nutzen.

    Unglaublich verlustrei, und H2 ist ein starkes Klimagas, daß in Verbindung mit immer höheren Methan Ausströmungen und in Zukunft sowieso auf die Füße fallen wird!

    H2 Lokal erzeugen, nur wenn nötig und möglich Speichern, und lokal verbrauchen, und den dafür nötigen Strom transportieren. Das einzig sinnvolle (wobei lokal je nach Technik und nutzen eingegrenzt sein sollte).

    Aber woher der dafür nötige Strom stammt, ist technisch erstmal irrelevant. Und Klimatechnisch eben aus umweltfreundlich und erneuerbaren Quellen (was zB bei Maisanbau für die Verwertung in Biogasanlagen nicht gegeben ist).

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  • Avatar von mann-oh-mann
    • mann-oh-mann

    mehr als 1000 Beiträge seit 01.01.2014

    Antwort auf Re: Es werden weit über 100GW Großkraftwerke gebraucht von mann-oh-mann.

    1. verlustreich,
    2. und = uns
    war nicht editierbar

    und Erdgas Kraftwerk sind allerhöchstens für einen Übergang sinnvoll/kostendeckend, wenn überhaupt!
    wenn man dafür ehrlich, umfassende Kosten/Nutzen Anasyen erstellt, gegenüber ee, macht die Sache ausschließlich dann Sinn, wenn mit ee die Bedarfsdeckung für ein paar Jahre nicht zu machen ist!
    und das auch nur finanziell, nicht für's Klima, wenn die Kosten für mögliche Produktionsausfälle uA mit einkalkuliert werden.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (15.06.2023 14:04).

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