Die Frage, an welchen Standorten wie viele Windkraftanlagen (und Solar-) installiert werden sollten oder dürfen, ist in meinen Augen erstmal zweitrangig, solange völlig ungeklärt ist, wie denn bewirkt werden kann, dass die Reduzierung des Verbrauchs von fossilien Energieträgern in Deutschland nicht durch eine Erhöhung des Verbrauchs in anderen Teilen der Welt (mehr als) kompensiert wird.
Aus rein volkswirtschaftlicher Sicht bewirkt eine Reduzierung der Nachfrage an Ressourcen eine Preissenkung, die dazu führen würde, dass woanders die Nutzung dieser Ressourcen attraktiver wird. Erst recht, wenn durch höhere Energiekosten auch Produkte teurer werden und dadurch Marktanteile dahin verschoben werden, wo die Energiepreise nicht so hoch sind. Auch eine Beispiel- bzw. Vorbildwirkung, die immer wieder genannt wird, kann ich mir bei negativen wirtschaftlichen Auswirkungen (gerade in ärmeren Ländern) nicht vorstellen.
In den USA habe ein Senator sinngemäß nachgefragt, um wie viel Grad denn die Globale Temperatur sinken, bzw. nicht erhöhen würde, wenn die USA wie vorgesehen 50 Billionen (deutsche Zählung) US-Dollar in eine bis 2050 zu erreichende Klimaneutralität investieren würden. Außer Gestotter und Mitteilung, dass die USA für 13 % des globalen CO2 - Ausstoßes verantwortlich seien, nur noch ein Verweis darauf, dass das ein globales Problem sei. Dabei sei es nur um eine Schätzung gegangen und selbst die war nicht möglich.
Ob nun Windräder im Wald oder auf Bergen stehen sollten spielt dafür keinerlei Rolle, außer das Mischwald sehr viel CO2 bindet.